Gladbeck Goes Green

'Gladbeck goes green (G³)' lautet der Titel des Programms zur umfassenden Verbesserung des Stadtgrüns, das am 04. März 2021 im Ausschuss für Stadtplanung, Umwelt, Klimaschutz und Mobilität vorgestellt wurde. Das stadtweite Klimaanpassungsprogramm soll bis 2023 die Lebensqualität der Gladbecker Bürgerinnen und Bürger steigern und zur Bewältigung des Klimanotstandes beitragen.


Kostenfreies Saatgut "Vestische Vielfalt" erhalten

Insekten finden immer weniger Flächen mit bunten Blüten. Mit der Abnahme artenreicher Blühflächen hat auch das Nahrungsangebot für Insekten wie Wildbienen oder Schmetterlinge deutlich abgenommen. Um dem Artensterben entgegenzuwirken, stellt die Stadt Gladbeck in Zusammenarbeit mit dem Kreis Recklinghausen kostenfreies Saatgut für Bürger:innen, Vereine und Einrichtungen zur Verfügung.

Die 'Vestische Vielfalt' wurde eigens für den Kreis und seine Städte zusammengestellt und besteht aus heimischen Blumen sowie Gräsern. Die Wiesenmischung ist für die Anlage von größeren Flächen gedacht und besteht jeweils zu 50% aus Blumen und Gräsern. Neben dem Wiesensaatgut gibt es eine Saummischung, die in 1 m²- und 10 m²-Tüten zu bekommen ist. Der Unterschied zur Wiesenmischungen liegt in der Zusammensetzung: die Saummischung besteht zu 15% aus Gräsern und 85% aus Blumen. Sie ist primär für kleinere Flächen z.B. entlang von Zäunen oder Garagen gedacht.

Die Abholung der kostenfreien Saatgutmischungen im Gladbecker Rathaus ist ausschließlich nach vorheriger Anmeldung bei der städtischen Umweltabteilung möglich. Die Anmeldungen nehmen Sophia Sprang (02043/99-2351) und Carolin Reich (02043/99-2503) entgegen. Alternativ ist die Anmeldung auch per Mail an umwelt@stadt-gladbeck.de möglich.

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Förderprogramm "Naturnahe Gestaltung von Vorgärten"

Wesentlicher Teil des G³-Programms ist die Förderrichtlinie "Naturnahe Gestaltung von Vorgärten", mit welcher die naturnahe Umgestaltung strukturarmer Gärten zur Anpassung an den Klimawandel und Verbesserung der Lebensräume für regionale Arten gefördert werden soll. Die Förderung erfolgt durch einen nicht rückzahlbaren Investitionszuschuss. Für diese stehen von 2021 bis 2023 jeweils 10.000 Euro zur Verfügung.

Die Förderrichtlinie, welche auch die Fördergegenstände, die Förderhöhe und die Voraussetzungen für eine Bezuschussung enthält, sowie das dazugehörige Antragsformular können folgend heruntergeladen werden.
Tipps und Hinweise zur Schaffung eines insektenfreundlichen (Vor-)Gartens erhalten Sie beispielsweise auf der Website des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND). Bei Fragen rund um das Förderprogramm steht Ihnen Hr. Marian Osterhoff als Ansprechpartner zur Verfügung.


Wunschgrün

Ein weiteres Teilprojekt ist der Bereich "Wunschgrün". Hierbei soll es Bürgerinnen und Bürger nach dem Leitsatz "Keine Straße ohne Baum" zukünftig ermöglicht werden, sich Bepflanzungen in ihrer Wohnstraße zu  wünschen. Voraussetzung hierfür ist in der aktuellen Projektphase, dass diese anhand der städtischen Klimaanalyse mit besonderem Bedarf (Innenstadtklima) ausgewiesen ist und über keines oder zu wenig städtisches Grün verfügt. Die städtische Klimaanalyse finden Sie hier.

Eine dichte Innenstadtbebauung erzeugt Wärmeinseln mit eingeschränkten Austauschbedingungen, welche zum Teil zu ungünstigen gesundheitlichen Auswirkungen und erhöhten Luftbelastungen führen können. Hier kann zusätzliches Stadtgrün die Situation erheblich verbessern und diesen Effekten entgegenwirken.

Die Umsetzung des Wunschgrüns wird in der Regel zunächst über eingetopfte Bäume oder Sträucher realisiert werden. Bei entsprechender Akzeptanz durch Anwohner wird anschließend eine dauerhafte Realisierung geprüft.

Zum Auftakt der Umsetzungsphase stellt die Umweltabteilung nun gemeinsam mit dem Ingenieuramt und dem ZBG sechs mobile Bäume in der Friedensstraße auf. Hier gibt es bereits seit längerer Zeit eine bürgerschaftliche Initiative mehr Grün in der Straße zu realisieren. Die Verwaltung möchte diesem Bürgerwunsch Rechnung tragen und eine weitere Lücke im eigentlich dichten Netz städtischer Straßenbäume schließen.

Die Verwaltung ruft nun Anwohner dazu auf, weitere Orte zu melden an denen Wunschgrün zur lokalen Verbesserung des Innenstadtklimas beitragen könnte.

Für Wunschmeldungen und Rückfragen steht Jörg Piontek-Möller zur Verfügung.


Gieß- und Baumpatenschaften

Mit den Gießpatenschaften geht das nächste Projekt in die Umsetzung. Zum Auftakt des Gemeinschaftsprojekt von Ingenieuramt, ZBG und der Umweltabteilung wurde nun der erste Baum an der Steinstraße mit einem Wassersack versorgt. Bürger:innen können sich ab jetzt bei der Stadt melden und eine Gieß-und Baumpatenschaft für junge Bäume übernehmen. Das Projekt richtet sich gezielt an die Pflege von städtischen Straßenbäumen und Begleitgrün.

Durch vermehrte und andauernde Trockenphasen stehen entsprechende Pflanzen, vor allem im Bereich innerstädtischer Hitzeinseln, unter besonderem Stress. Gerade hier möchte die Stadt Gladbeck, mit Unterstützung engagierter Bürger:innen, die Zukunftsfähigkeit des Baumbestandes sichern und durch gezielte Aufwertung des Begleitgrüns, z.B. an Baumscheiben, ein besseres Stadtklima schaffen sowie die Artenvielfalt stärken.

Bürger:innen erhalten im Rahmen der Patenschaft, eines von ihnen selbst ausgewählten Straßenbaumes, inhaltliche Unterstützung durch die Umweltabteilung sowie jeweils einen Gießsack zur Optimierung des Wasserzuflusses. Die Paten übernehmen dann die Pflege des Baumes eigenständig. Bevorzugt sollten junge neu gepflanzte Bäume ausgewählt werden.

Für die Anmeldung und Rückfragen steht Jörg Piontek-Möller zur Verfügung.


„Social gardening Hochbeete“

Neben den bereits vorgestellten Projekten hat die Stadt Gladbeck ebenfalls gemeinschaftlich zu nutzende „social gardening“ Hochbeete zur Verfügung gestellt, welche im Rahmen eines kleinen Bewerbungsverfahrens "ergattert" werden konnten. Insgesamt wurden 10 Hochbeete an Kindertageseinrichtungen, Schulen, Nachbarschaften mit mindestens 10 Haushalten sowie Seniorenheime kostenfrei vergeben. Die Erstbepflanzung, Pflege und auch das Nachpflanzen übernehmen die Einrichtungen dabei in eigener Verantwortung.

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Weitere Projekte in Planung

Begleitet wird die Förderrichtlinie von mehreren Teilprojekten, die auch noch im Jahr 2021 angestoßen werden sollen. Dazu zählen neben bereits etablierten Projekten, wie dem "Pflanzentauschmarkt" etwa Wettbewerbe für naturnah gestaltete Gärten, die Verteilung von kostenlosem Saatgut, Insektenhotels und Mitmachkisten "Bienenretter" für Gladbecker Kindergärten sowie so genannte "Social Gardening"-Hochbeete.


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