Stadtarchiv Gladbeck

Kontakt:

Das Stadtarchiv finden Sie im Untergeschoss des Neuen Rathauses am Willy-Brandt-Platz 2, Zimmer U83.

Bitte beachten Sie folgende Öffnungszeiten für das Historische Archiv und die Bauakteneinsichten:

Öffnungszeiten Historisches Archiv:
Dienstags bis donnerstags: 8.30 bis 12.00 Uhr und 13.30 bis 15.30 Uhr
Freitags: 8.30 bis 12.00 Uhr.

Öffnungszeiten Bauakteneinsichten:
Dienstags und donnerstags: 8.30 bis 12.00 Uhr 
Donnerstags: 13.30 bis 15.30 Uhr.
Eine Anmeldung wird erbeten unter Tel.: 02043 / 99 25 45
Die Einsicht in Bauakten ist möglich für Eigentümer mit entsprechendem Nachweis (Grundbuchauszug, Grundsteuerbescheid, Kaufvertrag). Beauftragte Personen (Architekten, Statiker, Privatpersonen) müssen zusätzlich die Vollmacht des Eigentümers vorlegen.

Sie können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch wie folgt erreichen:
Tel.: 02043/ 99-2700
Fax: 02043/ 99-1417
eMail: stadtarchiv@stadt-gladbeck.de

Bestände:

Nähere Informationen zu den Beständen finden Sie hier:

http://www.archive.nrw.de/kommunalarchive/kommunalarchive_e-h/g/Gladbeck/bestaende/index.php

 

Aktuelles: 

Veranstaltungen zum Stadtjubiläum  

 Jubiläumslogo

Zusätzliche Veranstaltung!

"Gladbecker Steine sprechen" - Führung und Lesung auf den Spuren des Nationalsozialismus

Gladbeck einmal anders erleben. Was erzählen Steine über die Zeit des Nationalsozialismus in unserer Stadt?
Während der Stadtführung blicken wir hinter die Mauern bekannter Gebäude und erfahren Stadtgeschichte neu. Der Schauspieler Marco Spohr macht die Schauplätze und Geschehnisse lebendig. Er liest aus historischen Quellen, die Leiterin des Stadtarchivs Katrin Bürgel infomiert über die Hintergründe.
Wir "begegnen" im Rathaus dem damaligen Oberbürgermeister Hackenberg, am Jovyplatz dem politisch verfolgten Sozialdemokraten Mathias Jakobs und setzen uns am Ehrenmal mit der Bücherverbrennung auseinander.

Bitte wetterflexible Kleidung mitbringen.
Termin: Freitag, 25.10.2019, 
             16.00-18.30 Uhr

Treffpunkt: Eingang zum Alten Rathaus, 
                   Willy-Brandt-Platz 2


Entgeltfrei!
Anmeldung bei der VHS Gladbeck bis vier Tage vor dem Termin
per Mail vhs@stadt-gladbeck.de
oder unter Telefon 02043/99-2415.
Schauspieler Marco Spohr
Schauspieler Marco Spohr
Foto: Bärbel Taubitz





Ausstellung "Meine Stadt. Unsere Geschichte. 100 Jahre Stadt Gladbeck"

10. April bis 27. November 2019

Orte: Foyer Erdgeschoss Altes Rathaus und Foyer Untergeschoss Neues Rathaus
 Luftbild der Zeche Graf Moltke III/IV um 1920  Straßenbahn Ecke Bottroper Straße und Renforter Straße  
Foto links: Luftbild der Zeche Graf Moltke III/IV um 1920. Foto rechts: Straßenbahn an der Ecke Bottroper Straße und Rentforter Straße. (Quelle: Stadtarchiv)

Zum Stadtjubiläum präsentiert das Stadtarchiv eine Ausstellung rund um 100 Jahre Stadtgeschichte. Ein chronologischer Abriss, wichtige Orte, Themen und Personen werden auf den Tafeln präsentiert.
So wie Michael Jovy, der schon 1918 seinen Dienst als Amtmann in Gladbeck antrat. Er nahm das Vorhaben zur Erlangung der Stadtrechte aus dem Jahr 1913 wieder auf und war 1919 erfolgreich. Mit der Stadtgründung wurde er erster Bürgermeister, ab 1921 Oberbürgermeister. Nach ihm ist der Jovy-Platz in Stadtmitte benannt.
Die Ausstellung zeigt die enge Verbundenheit der Stadtgeschichte mit dem Thema Bergbau. Mit der ersten erfolgreichen Probebohrung 1871 begann der Strukturwandel von einem bäuerlichen Dorf zu einer industriellen Bergbaustadt. Die angeworbenen und zugewanderten Bergarbeiter aus ganz Europa führten zu einer Bevölkerungsexplosion. Von knapp 3.000 Bewohnern stieg die Zahl bis 1914 auf 52.000. Es entstanden fünf Zechen auf dem Stadtgebiet. Aber 1971 war Schluss, die letzte Zeche Graf Moltke III/IV schloss. Hintergründe dazu wie zum Pestalozzidorf, das in den 1950er Jahren für junge Berglehrlinge in Gladbeck entstand, sind einige der Themen in der Ausstellung.
In einer Vitrine präsentiert das Stadtarchiv Erinnerungsstücke von Bürgerinnen und Bürgern und Leihgaben aus dem Museum.
Wussten Sie, dass Gladbeck einen Olympiasieger hat? Willy Kaiser gewann 1936 die Goldmedaille im Boxen. Und Feuerwehr und Schachclub, die in diesem Jahr ebenfalls Jubiläen feiern, sind auch vertreten.
Die Gladbeckerinnen und Gladbecker sind herzlich eingeladen, sich an der Ausstellung zu beteiligen. An einem Zeitstrahl können Sie die Stadtgeschichte ergänzen. Was ist Ihrer Meinung nach bedeutsam für die Stadtgeschichte? Was sind Ihre wichtigen Ereignisse?

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Geschichtsbüro, Köln.
Sie ist im Foyer des Alten Rathauses sowie im Untergeschoss des Neuen Rathaus zu den üblichen Öffnungszeiten bis zum 27. November zu sehen.


Zur Ausstellung werden entgeltfreie Führungen in Kooperation mit der VHS angeboten:

Donnerstag, 16. Mai, 16 bis 17.15 Uhr;
Mittwoch, 16. Oktober, 17 bis 18.15 Uhr.
Treffpunkt ist am Eingang des Alten Rathauses.
Anmeldung bis vier Tage vor dem Termin
per Mail vhs@stadt-gladbeck.de
oder unter Telefon 02043/99-2415.

Finissage der Ausstellung:

Mittwoch, 27. November 2019, 18 Uhr im Ratssaal, Altes Rathaus
Szenische Lesung: 100 Jahre Gladbeck in 100 Minuten.
Schlaglichter aus den letzten 100 Jahren der Stadt werden präsentiert vom Schauspieler Marco Spohr, über die Hintergründe informiert die Leiterin des Stadtarchivs Katrin Bürgel.
Entgeltfrei.
Anmeldung bis vier Tage vor dem Termin
per Mail vhs@stadt-gladbeck.de
oder unter Telefon 02043/99-2415.





Dokumentation der Lesung mit dem Schauspieler Marco Spohr: Opfer und Täter der Gladbecker NS-Zeit.

Veranstaltung vom 13. März 2018 in Kooperation mit der VHS im Rahmen der Woche der Brüderlichkeit.

Herzlichen Dank an Frau Keimer und Herr Kuhlke, die eine Dokumentation in drei Teilen erstellt haben:

Teil 1: Leben und Flucht der Familie Preminger, 
         Gladbeck (https://vimeo.com/263907417)

Teil 2: NSDAP-Kreisleiter Gustav Bockermann und Oberbürgermeister Dr. Bernhard 
         Hackenberg und das 11-Punkte-Programm gegen Juden in Gladbeck 
         (https://vimeo.com/265029781)

Teil 3: Von der Gestapo verfolgt (https://vimeo.com/266107414)

 
Weitere Informationen zu den Projekten von Frau Keimer und Herrn Kuhlke finden Sie
hier: www.zeit-und-zweitzeugen.de

Zur Veranstaltung:
"Gladbeck ist meine Stadt, ich fühle mich trotz vieler Jahre Exil als Teil von ihr."

Dr. Bernhard Preminger, von dem dieses Zitat stammt, wurde als jüdischer Verfolgter 1938 aus Gladbeck vertrieben und kehrte nach über 50 Jahren 1989 zurück: in die Stadt, die er trotz der schrecklichen Erlebnisse während des Nationalsozialismus zeitlebens als seine Heimatstadt ansah.
Was geschah damals in Gladbeck? Wer waren die Opfer, wer waren die Täter dieser Zeit?
Vorgestellt werden Berichte über das Erlebte von religiös und politisch Verfolgten. Dazu gehören auch die erschütternden Beschreibungen über die Verhörmethoden der Gestapo von Wilhelm Olejnik, der als SPD-Fraktionsvorsitzender während des Nationalsozialismus mehrfach verhaftet und letztendlich in ein Konzentrationslager gebracht wurde. Nach seiner Entlassung war er durch die erlittene grausame Behandlung arbeitsunfähig und musste mehrere Monate im Krankenhaus genesen. Er wurde 1946 von der Militärregierung zum Oberbürgermeister Gladbecks ernannt und setzte sich vor allem für den Wiederaufbau der Stadt ein.
Berichte von ihm und anderen Verfolgten bzw. ihren Nachfahren ermöglichen wissenswerte Einblicke in die Vergangenheit. Auch die Verantwortlichen auf der Seite der Täter wie der damalige Oberbürgermeister Dr. Bernhard Hackenberg und der NSDAP-Kreisleiter Gustav Bockermann werden in den Blick genommen.
  


 

Auszeichnung für das Schauspielprojekt: Gladbeck unterm Hakenkreuz. Nie wieder!

Familie Preminger vor ihrer Verhaftung im Herbst 1938  Eine Gruppe sitzt ängstlich im Schutzraum, während draußen Bomben auf de Stadt abgeworfen werden, Anfang Mai 1943
Foto links: Familie Preminger im Gespräch kurz vor ihrer Verhaftung im Herbst 1938. Foto rechts: Während draußen die Bomben auf Gladbeck fallen, sammeln sich die Menschen verängstigt in Schutzräumen. (Quelle: Stadtarchiv)  

Im Juni 2017 hatte das erfolgreiche Schauspielprojekt des Stadtarchivs in Kooperation mit dem Ratsgymnasium und dem Jugendrat der Stadt Gladbeck Premiere. Am 5. Dezember 2017 wurde es mit dem Margot-Spielmann-Preis, dem Jugendgeschichtspreis des Jüdischen Museums Westfalen ausgezeichnet. Der Preis wird seit 2009 ausgeschrieben und zeichnet Arbeiten und Projekte aus, bei denen sich Jugendliche mit Jüdischer Geschichte in Vergangenheit und Gegenwart intensiv und mit originellen Themenstellungen befassen und einen Beitrag zur Erinnerungskultur leisten.
22  Schülerinnen und Schüler von fünf weiterführenden Schulen (Ratsgymnasium, Riesener-Gymnasium, Anne-Frank Realschule, Erich-Kästner-Realschule, Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule) der Jahrgangsstufen 7-12 beteiligten sich. Anhand der historischen Quellen im Stadtarchiv erstellte der professionelle Schauspieler Marco Spohr eine Stückvorlage. Diese Theaterdokumentation in 18 Bildern verknüpft die Gegenwart mit der Vergangenheit. Themen sind der Zweite Weltkrieg, der Nationalsozialismus und seine Folgen. Schwerpunkt bildet die Judenverfolgung. Initiiert wurde das Projekt von Stadtarchivarin Katrin Bürgel, die von den begleitenden Pädagogen des Ratsgymnasiums Maria Hoffrogge und David Filipowski unterstützt wurde.
Zunächst wurden Quellen des Stadtarchivs analysiert und relevante Themen und Biographien wichtiger Personen erarbeitet. Eine Stadtführung zu bedeutenden Orten machte die Vergangenheit nachvollziehbarer. Außerdem konnten die Jugendlichen ein Gespräch mit der Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen, Frau Judith Neuwald-Tasbach führen.
Danach begann die intensive Probenarbeit unter der Regie von Marco Spohr. Dabei konnten die Jugendlichen bei der Gestaltung des Stückes mitbestimmen und ihre Ansichten und Gedanken einbringen. Hauptmotivationen der jungen Akteure waren: "Ein Zeichen setzen in der Gegenwart!" "Diese Zeit darf sich nicht wiederholen!"
Neben den schauspielenden Schülerinnen und Schülern haben sich andere mit der Erstellung von Requisiten sowie mit den Bereichen Kostüm und Maske befasst. Eine große Unterstützung leistete die Technik-AG des Ratsgymnasiums.
Mit dem Projekt konnte das Bewusstsein für die Stadtgeschichte vertieft, ein kritischer und sensibler Umgang mit der Geschichte gefördert, Teamfähigkeit und Selbstvertrauen gestärkt werden. Es hat gezeigt, dass das Archiv nicht nur ein Ort des Bewahrens ist, sondern die Vergangenheit lebendig für die Gegenwart gestalten kann.



Neue Schriftenreihe des Stadtarchivs!

Buchcover Auf ein frohes Wiedersehen, liebe Mutter



Katrin Bürgel / Ludger Tewes: "Auf ein frohes Wiedersehen, liebe Mutter." Kriegskultur und Erfahrungshaltung im westfälischen Amt Gladbeck 1914-1918. Essen 2016. Schriftenreihe des Stadtarchivs Gladbeck, Band 1.
ISBN 978-3-8375-1579-4


"Auf ein frohes Wiedersehen, liebe Mutter." So lauten die Abschiedsworte des späteren Reichstagsabgeordneten Franz Riesener am Bahnhof Gladbeck-West, als er im August 1914 an die Front berufen wurde. Seine Kriegserlebnisse sind Teil einer neuen Publikation des Stadtarchivs, die 100 Jahre nach dem Ersten Weltkrieg die Kriegs- und Alltagskultur in Gladbeck und die individuellen Erfahrungen der Soldaten an der Front untersucht.
Der Privatdozent am Historischen Institut der Universität Potsdam Dr. Ludger Tewes stellt den aktuellen Forschungsstand vor und beschäftigt sich mit den Fragen, was uns noch heute mit dem Ersten Weltkrieg verbindet und welche gesellschaftsrelevanten Fortschritte seitdem gemacht wurden.
Die Stadthistorikerin und Leiterin des Stadtarchivs Katrin Bürgel analysiert die Gladbecker "Heimatfront" mit den Auswirkungen des Krieges auf die Alltagskultur. Kriegsfinanzierung, Rekrutierung der Soldaten, Frauenarbeit, Freizeitgestaltung und Nahrungsmittelsituation sind einige der Themen.
Ludger Tewes befasst sich des Weiteren ausführlich mit den individuellen Erfahrungen Gladbecker Soldaten auf den Schlachtfeldern Flanderns vor Langemark 1914 und 1917, ausgehend von den Aufzeichnungen seines Großvaters. Sein Untersuchungsziel ist der Abgleich persönlicher Erfahrung und gesellschaftlicher Vorstellung. Er analyisiert die unterschiedlichen Verarbeitungen der Erlebnisse, zumal Gladbecker Soldaten im selben Frontabschnitt wie Erich Maria Remarque und Ernst Jünger ihren Dienst taten.
Im zweiten Teil werden zum ersten Mal Kriegstagebücher der Soldaten Franz Riesener, Heinrich Brinkhaus und Ernst Haufe der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, die interessante Einblicke in das Leben hauptsächlich an der Westfront geben.
Von den über 10.000 Gladbecker Männern, die an alle Fronten einberufen wurden, kehrten mehr als 1.700 nicht zurück. Eine Liste der bisher namentlich bekannten Gefallenen rundet die Publikation ab. Ausgewertet wurden vor allem Personenstandsunterlagen, Todesanzeigen, Totenzettel sowie Vermissten- und Verlustlisten.

Das Buch umfasst 424 Seiten mit zahlreichen Abbildungen und ist zum Preis von 19,95 € über den Buchhandel oder den Klartext Verlag Essen erhältlich.



 

 

 

 

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