Stadtarchiv Gladbeck

Kontakt:

Das Stadtarchiv finden Sie im Untergeschoss des Neuen Rathauses am Willy-Brandt-Platz 2, Zimmer U83.

Bitte beachten Sie folgende Öffnungszeiten für das Historische Archiv und die Bauakteneinsichten:

Öffnungszeiten Historisches Archiv:
Dienstags bis donnerstags: 8.30 bis 12.00 Uhr und 13.30 bis 15.30 Uhr
Freitags: 8.30 bis 12.00 Uhr.

Öffnungszeiten Bauakteneinsichten:
Dienstags und donnerstags: 8.30 bis 12.00 Uhr 
Donnerstags: 13.30 bis 15.30 Uhr.

Eine Anmeldung wird erbeten unter Tel.: 02043 / 99 25 45

Die Einsicht in Bauakten ist möglich für Eigentümer mit entsprechendem Nachweis (Grundbuchauszug, Grundsteuerbescheid, Kaufvertrag). Beauftragte Personen (Architekten, Statiker, Privatpersonen) müssen zusätzlich die Vollmacht des Eigentümers vorlegen.

Sie können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch wie folgt erreichen:
Tel.: 02043/ 99-2700
Fax: 02043/ 99-1417
eMail: stadtarchiv@stadt-gladbeck.de

Bestände:

Nähere Informationen zu den Beständen finden Sie hier:

http://www.archive.nrw.de/kommunalarchive/kommunalarchive_e-h/g/Gladbeck/bestaende/index.php

 

Aktuelles: 

Auszeichnung für das Schauspielprojekt: Gladbeck unterm Hakenkreuz. Nie wieder!

Familie Preminger vor ihrer Verhaftung im Herbst 1938  Eine Gruppe sitzt ängstlich im Schutzraum, während draußen Bomben auf de Stadt abgeworfen werden, Anfang Mai 1943
Foto links: Familie Preminger im Gespräch kurz vor ihrer Verhaftung im Herbst 1938. Foto rechts: Während draußen die Bomben auf Gladbeck fallen, sammeln sich die Menschen verängstigt in Schutzräumen. (Quelle: Stadtarchiv)  

Im Juni hatte das erfolgreiche Schauspielprojekt des Stadtarchivs in Kooperation mit dem Ratsgymnasium und dem Jugendrat der Stadt Gladbeck Premiere. Am 5. Dezember wird es mit dem Margot-Spielmann-Preis, dem Jugendgeschichtspreis des Jüdischen Museums Westfalen ausgezeichnet. Der Preis wird seit 2009 ausgeschrieben und zeichnet Arbeiten und Projekte aus, bei denen sich Jugendliche mit Jüdischer Geschichte in Vergangenheit und Gegenwart intensiv und mit originellen Themenstellungen befassen und einen Beitrag zur Erinnerungskultur leisten.
22  Schülerinnen und Schüler von fünf weiterführenden Schulen (Ratsgymnasium, Riesener-Gymnasium, Anne-Frank Realschule, Erich-Kästner-Realschule, Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule) der Jahrgangsstufen 7-12 beteiligten sich. Anhand der historischen Quellen im Stadtarchiv erstellte der professionelle Schauspieler Marco Spohr eine Stückvorlage. Diese Theaterdokumentation in 18 Bildern verknüpft die Gegenwart mit der Vergangenheit. Themen sind der Zweite Weltkrieg, der Nationalsozialismus und seine Folgen. Schwerpunkt bildet die Judenverfolgung. Initiiert wurde das Projekt von Stadtarchivarin Katrin Bürgel, die von den begleitenden Pädagogen des Ratsgymnasiums Maria Hoffrogge und David Filipowski unterstützt wurde.
Zunächst wurden Quellen des Stadtarchivs analysiert und relevante Themen und Biographien wichtiger Personen erarbeitet. Eine Stadtführung zu bedeutenden Orten machte die Vergangenheit nachvollziehbarer. Außerdem konnten die Jugendlichen ein Gespräch mit der Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen, Frau Judith Neuwald-Tasbach führen.
Danach begann die intensive Probenarbeit unter der Regie von Marco Spohr. Dabei konnten die Jugendlichen bei der Gestaltung des Stückes mitbestimmen und ihre Ansichten und Gedanken einbringen. Hauptmotivationen der jungen Akteure waren: "Ein Zeichen setzen in der Gegenwart!" "Diese Zeit darf sich nicht wiederholen!"
Neben den schauspielenden Schülerinnen und Schülern haben sich andere mit der Erstellung von Requisiten sowie mit den Bereichen Kostüm und Maske befasst. Eine große Unterstützung leistete die Technik-AG des Ratsgymnasiums.
Mit dem Projekt konnte das Bewusstsein für die Stadtgeschichte vertieft, ein kritischer und sensibler Umgang mit der Geschichte gefördert, Teamfähigkeit und Selbstvertrauen gestärkt werden. Es hat gezeigt, dass das Archiv nicht nur ein Ort des Bewahrens ist, sondern die Vergangenheit lebendig für die Gegenwart gestalten kann.



Neue Schriftenreihe des Stadtarchivs!

Buchcover Auf ein frohes Wiedersehen, liebe Mutter



Katrin Bürgel / Ludger Tewes: "Auf ein frohes Wiedersehen, liebe Mutter." Kriegskultur und Erfahrungshaltung im westfälischen Amt Gladbeck 1914-1918. Essen 2016. Schriftenreihe des Stadtarchivs Gladbeck, Band 1.
ISBN 978-3-8375-1579-4


"Auf ein frohes Wiedersehen, liebe Mutter." So lauten die Abschiedsworte des späteren Reichstagsabgeordneten Franz Riesener am Bahnhof Gladbeck-West, als er im August 1914 an die Front berufen wurde. Seine Kriegserlebnisse sind Teil einer neuen Publikation des Stadtarchivs, die 100 Jahre nach dem Ersten Weltkrieg die Kriegs- und Alltagskultur in Gladbeck und die individuellen Erfahrungen der Soldaten an der Front untersucht.
Der Privatdozent am Historischen Institut der Universität Potsdam Dr. Ludger Tewes stellt den aktuellen Forschungsstand vor und beschäftigt sich mit den Fragen, was uns noch heute mit dem Ersten Weltkrieg verbindet und welche gesellschaftsrelevanten Fortschritte seitdem gemacht wurden.
Die Stadthistorikerin und Leiterin des Stadtarchivs Katrin Bürgel analysiert die Gladbecker "Heimatfront" mit den Auswirkungen des Krieges auf die Alltagskultur. Kriegsfinanzierung, Rekrutierung der Soldaten, Frauenarbeit, Freizeitgestaltung und Nahrungsmittelsituation sind einige der Themen.
Ludger Tewes befasst sich des Weiteren ausführlich mit den individuellen Erfahrungen Gladbecker Soldaten auf den Schlachtfeldern Flanderns vor Langemark 1914 und 1917, ausgehend von den Aufzeichnungen seines Großvaters. Sein Untersuchungsziel ist der Abgleich persönlicher Erfahrung und gesellschaftlicher Vorstellung. Er analyisiert die unterschiedlichen Verarbeitungen der Erlebnisse, zumal Gladbecker Soldaten im selben Frontabschnitt wie Erich Maria Remarque und Ernst Jünger ihren Dienst taten.
Im zweiten Teil werden zum ersten Mal Kriegstagebücher der Soldaten Franz Riesener, Heinrich Brinkhaus und Ernst Haufe der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, die interessante Einblicke in das Leben hauptsächlich an der Westfront geben.
Von den über 10.000 Gladbecker Männern, die an alle Fronten einberufen wurden, kehrten mehr als 1.700 nicht zurück. Eine Liste der bisher namentlich bekannten Gefallenen rundet die Publikation ab. Ausgewertet wurden vor allem Personenstandsunterlagen, Todesanzeigen, Totenzettel sowie Vermissten- und Verlustlisten.

Das Buch umfasst 424 Seiten mit zahlreichen Abbildungen und ist zum Preis von 19,95 € über den Buchhandel oder den Klartext Verlag Essen erhältlich.



Ausstellung "Heldentod und Heimatfront": Die Gladbecker Gesellschaft zur Zeit des Ersten Weltkrieges

Das Ausstellungsprojekt des Jahres 2014 ist weiterhin im Lesesaal des Stadtarchivs zu sehen.

Ehrenzeichen für Soldaten des Ersten WeltkriegesBergarbeiterinnen um 1916

Der Erste Weltkrieg (1914-1918), auch als "Urkatastrophe" bezeichnet, gilt als bedeutendste Zäsur des 20. Jahrhunderts. Während auf den Schlachtfeldern Europas rund neun Millionen Soldaten starben, führten die Menschen an der "Heimatfront" aufgrund der schlechten Lebensmittelversorgung ihren Überlebenskampf.

Welche Auswirkungen hatte der Krieg auf die Gladbecker Gesellschaft? Wie erlebten Gladbecker Soldaten den Krieg an der Front und welchen Herausforderungen musste sich die Zivilbevölkerung in Gladbeck stellen? Diesen und weiteren Fragen möchte das Stadtarchiv 100 Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges nachgehen.

Zu sehen sind sowohl Quellen aus dem Stadtarchiv als auch Dokumente, die uns Gladbecker Einwohner zur Verfügung gestellt haben. Die Ausstellung wurde erarbeitet von der Historikerin Dr. Andrea Niewerth.

Das Projekt wird gefördert mit Mitteln der Stiftung der Sparkasse Gladbeck zur Förderung von Kunst und Kultur.

 

 

 

Veranstaltungskalender

Zum Veranstaltungskalender

Veranstaltungstipp
Sven Drühl in der Neuen Galerie Gladbeck
Das Bild zeigt den Werbebanner der ELE
WEB 2.0
Logo von Facebook Logo von Twitter Logo von Youtube Das Bild zeigt das Logo von flickr Logo von Xing
Zurück | Seitenanfang | Druckansicht