Stadtarchiv Gladbeck



Das Stadtarchiv öffnet mit Einschränkungen


Aufgrund der Lockerungen ist das Stadtarchiv für Bauakteneinsichten und historische Forschung wieder geöffnet.

Dabei gelten folgende Regelungen:

- Eine Nutzung ist ausschließlich nach telefonischer Voranmeldung möglich:
  Für Bauakteneinsichten: Tel. 02043-99 2545,
  für historische Forschung: Tel. 02043-99 2028.

- Um die Abstandsregeln zu wahren, ist die Anzahl der Arbeitsplätze reduziert.
  Bitte halten Sie auch den Abstand von mindestens 1,5 m zum Archivpersonal
  ein!
  Für die Nutzung werden Zeitfenster von 1-2 Stunden im Rahmen folgender
  Öffnungszeiten eingerichtet:
  Bauakteneinsichten: dienstags und donnerstags 8.30-12 Uhr und
  donnerstags 13.30-15.30 Uhr;
  historische Forschung: mittwochs 8.30-13.30 Uhr und
  freitags 8.30-12 Uhr. 

- Sie werden am Eingang des Neuen Rathauses von uns abgeholt.
  Das Tragen eines selbst mitgebrachten Mund-Nase-Schutzes ist
  verpflichtend. Beim Betreten des Archivs sind die Hände zu desinfizieren.


- Im Lesesaal wird Ihnen ein Arbeitsplatz zugewiesen. Dort finden Sie die
  bestellten Unterlagen, Anträge und Informationen. Eine Beratung findet
  vorab telefonisch statt. Die ausgefüllten Unterlagen (Benutzerantrag,
  Kontaktformular) müssen auf dem bereitgestellten Wagen im
  Eingangsbereich abgelegt werden.


Bitte beachten Sie außerdem:

Bauakteneinsichten:

Der Eigentumsnachweis (Grundbuchauszug, Grundsteuerbescheid oder Kaufvertrag) sowie bei beauftragten Personen zusätzlich die Vollmacht der Eigentümerin oder des Eigentümers ist vorab per Mail zu schicken an: annette.zurek-pottebaum@stadt-gladbeck.de.


Historische Forschung:
- Die Nutzung von Personenstandsregistern und Büchern aus der
  Handbibliothek wird aus organisatorischen Gründen auf je zehn
  Bände beschränkt.
- Die benutzten Archivalien und Bücher verbleiben am Ende des Besuches am
  Arbeitsplatz.
- Nicht in allen Fällen ist eine persönliche Nutzung unbedingt erforderlich.
  Gerade die Angehörigen von Risikogruppen können gerne vom Angebot
  Gebrauch machen, dass Anfragen wie bisher auch schriftlich beantwortet
  werden (Mail: stadtarchiv@stadt-gladbeck.de).


Halten Sie bitte die Sicherheits- und Hygienevorschriften ein und schützen Sie somit sich und uns!
Vielen Dank!


Kontakt:

Das Stadtarchiv finden Sie im Untergeschoss des Neuen Rathauses am Willy-Brandt-Platz 2, Zimmer U83.

Bitte beachten Sie folgende Öffnungszeiten für das Historische Archiv und die Bauakteneinsichten:

Öffnungszeiten Historisches Archiv:
Mittwochs: 8.30 bis 12.00 Uhr und 13.30 bis 15.30 Uhr
Freitags: 8.30 bis 12.00 Uhr.

Öffnungszeiten Bauakteneinsichten:
Dienstags und donnerstags: 8.30 bis 12.00 Uhr 
Donnerstags: 13.30 bis 15.30 Uhr.
Die Einsicht in Bauakten ist möglich für Eigentümer mit entsprechendem Nachweis (Grundbuchauszug, Grundsteuerbescheid, Kaufvertrag). Beauftragte Personen (Architekten, Statiker, Privatpersonen) müssen zusätzlich die Vollmacht des Eigentümers vorlegen.

Sie können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch wie folgt erreichen:
Tel.:
02043/ 99-2700 oder 02043/ 99-2028 (Historisches Archiv)
02043/ 99-2545 (Bauakteneinsichten)

Fax: 02043/ 99-1417
eMail: stadtarchiv@stadt-gladbeck.de

Bestände:

Nähere Informationen zu den Beständen finden Sie hier:

http://www.archive.nrw.de/kommunalarchive/kommunalarchive_e-h/g/Gladbeck/bestaende/index.php

 


Aktuelles: 


Veranstaltungen:

Die Veranstaltung findet online per Videostream (zoom) statt!

Düstere Vergangenheit: Der Nationalsozialismus in Gladbeck

Mi, 11.11.2020
18.00 - 19.30 Uhr
entgeltfrei
Anmeldung bei der VHS erforderlich: telefonisch (02043-992415), per Mail (vhs@stadt-gladbeck.de) oder über die Homepage (www.vhsgladbeck.de).

Mit einer szenischen Lesung erinnert das Stadtarchiv an die Pogromnacht am 9.11.1938. Anhand bisher überwiegend unbekannter Quellen wird die Zeit des Nationalsozialismus beleuchtet. Was erlitten Juden, Zwangsarbeiter und politisch Verfolgte in Gladbeck? Welche Erinnerungen von Gladbeckerinnen und Gladbeckern sind im Stadtarchiv überliefert und welche Schicksale erlebten später nach Gladbeck Zugezogene in ihrem früheren Wohnumfeld?
Der Schauspieler Marco Spohr liest aus Quellen, die Leiterin des Stadtarchivs Katrin Bürgel informiert über Hintergründe.

Die Veranstaltung findet aufgrund der derzeitigen Corona-Bestimmungen nicht wie angekündigt im Kommunalen Kino statt, sondern live per Videostream über die Plattform "zoom". Die hierzu notwendigen Zugangsdaten und eine kurze technische Einweisung erhalten Sie per Mail spätestens einen Tag vor Veranstaltungsbeginn!


Schauspieler Marco Spohr
Marco Spohr
(Foto © Bärbel Taubitz)





Neue Publikation:

Cover der Friedhofsbroschüre


Katrin Bürgel: Die Friedhöfe Gladbecks als Erinnerungsstätten. Hrsg. von der Stadt Gladbeck, Der Bürgermeister, Stadtarchiv. Gladbeck 2019.


Die Broschüre enthält Informationen zu den allgemeinen und von der Stadt gepflegten Grabfeldern auf den drei Gladbecker Friedhöfen in Mitte, Brauck und Rentfort. Dazu zählen auf dem Friedhof Gladbeck-Mitte die Ehrengräber, die Gräber der Opfer von Krieg und Gewalt, der Jüdische Friedhof, das Grab von Hermann Cahn und das Feld mit den stadtgeschichtlich und künstlerisch erhaltenswerten Grabdenkmälern. Der Friedhof in Brauck ist durch Gräber für Opfer des Spartakusaufstandes 1919, der Märzaufstandes 1920, der Ruhrbesetzung 1923, für Zwangsarbeitende und weitere Opfer des Zweiten Weltkrieges vertreten. Auf dem Friedhof in Rentfort befinden sich vier Gräber für Opfer des Zweiten Weltrkrieges.
Die Broschüre umfasst 40 Seiten mit Karten und Fotos.
Sie ist kostenlos erhältlich im Stadtarchiv, in der Gladbeck-Info, in der Bücherei und in der VHS.

Eine Kurzfassung der Texte ist online im Geodatenportal unter der Rubrik "Gedenk- und Erinnerungsstätten" verfügbar: www.gladbeck.de/geodatenportal




Ausstellung "Meine Stadt. Unsere Geschichte. 100 Jahre Stadt Gladbeck"



 Luftbild der Zeche Graf Moltke III/IV um 1920  Straßenbahn Ecke Bottroper Straße und Renforter Straße  
Foto links: Luftbild der Zeche Graf Moltke III/IV um 1920. Foto rechts: Straßenbahn an der Ecke Bottroper Straße und Rentforter Straße. (Quelle: Stadtarchiv)

Zum Stadtjubiläum präsentierte das Stadtarchiv  in Kooperation mit dem Geschichtsbüro, Köln eine Ausstellung rund um 100 Jahre Stadtgeschichte. Ein chronologischer Abriss, wichtige Orte, Themen und Personen wurden auf den Tafeln präsentiert. Einige Tafeln sind weiterhin im Lesesaal des Stadtarchivs ausgestellt. 



Dokumentation der Lesung mit dem Schauspieler Marco Spohr: Opfer und Täter der Gladbecker NS-Zeit.

Veranstaltung vom 13. März 2018 in Kooperation mit der VHS im Rahmen der Woche der Brüderlichkeit.

Herzlichen Dank an Frau Keimer und Herr Kuhlke, die eine Dokumentation in drei Teilen erstellt haben:

Teil 1: Leben und Flucht der Familie Preminger, 
         Gladbeck (https://vimeo.com/263907417)

Teil 2: NSDAP-Kreisleiter Gustav Bockermann und Oberbürgermeister Dr. Bernhard 
         Hackenberg und das 11-Punkte-Programm gegen Juden in Gladbeck 
         (https://vimeo.com/265029781)

Teil 3: Von der Gestapo verfolgt (https://vimeo.com/266107414)

 
Weitere Informationen zu den Projekten von Frau Keimer und Herrn Kuhlke finden Sie
hier: www.zeit-und-zweitzeugen.de

Zur Veranstaltung:
"Gladbeck ist meine Stadt, ich fühle mich trotz vieler Jahre Exil als Teil von ihr."

Dr. Bernhard Preminger, von dem dieses Zitat stammt, wurde als jüdischer Verfolgter 1938 aus Gladbeck vertrieben und kehrte nach über 50 Jahren 1989 zurück: in die Stadt, die er trotz der schrecklichen Erlebnisse während des Nationalsozialismus zeitlebens als seine Heimatstadt ansah.
Was geschah damals in Gladbeck? Wer waren die Opfer, wer waren die Täter dieser Zeit?
Vorgestellt werden Berichte über das Erlebte von religiös und politisch Verfolgten. Dazu gehören auch die erschütternden Beschreibungen über die Verhörmethoden der Gestapo von Wilhelm Olejnik, der als SPD-Fraktionsvorsitzender während des Nationalsozialismus mehrfach verhaftet und letztendlich in ein Konzentrationslager gebracht wurde. Nach seiner Entlassung war er durch die erlittene grausame Behandlung arbeitsunfähig und musste mehrere Monate im Krankenhaus genesen. Er wurde 1946 von der Militärregierung zum Oberbürgermeister Gladbecks ernannt und setzte sich vor allem für den Wiederaufbau der Stadt ein.
Berichte von ihm und anderen Verfolgten bzw. ihren Nachfahren ermöglichen wissenswerte Einblicke in die Vergangenheit. Auch die Verantwortlichen auf der Seite der Täter wie der damalige Oberbürgermeister Dr. Bernhard Hackenberg und der NSDAP-Kreisleiter Gustav Bockermann werden in den Blick genommen.
  


 

Auszeichnung für das Schauspielprojekt: Gladbeck unterm Hakenkreuz. Nie wieder!

Familie Preminger vor ihrer Verhaftung im Herbst 1938  Eine Gruppe sitzt ängstlich im Schutzraum, während draußen Bomben auf de Stadt abgeworfen werden, Anfang Mai 1943
Foto links: Familie Preminger im Gespräch kurz vor ihrer Verhaftung im Herbst 1938. Foto rechts: Während draußen die Bomben auf Gladbeck fallen, sammeln sich die Menschen verängstigt in Schutzräumen. (Quelle: Stadtarchiv)  

Im Juni 2017 hatte das erfolgreiche Schauspielprojekt des Stadtarchivs in Kooperation mit dem Ratsgymnasium und dem Jugendrat der Stadt Gladbeck Premiere. Am 5. Dezember 2017 wurde es mit dem Margot-Spielmann-Preis, dem Jugendgeschichtspreis des Jüdischen Museums Westfalen ausgezeichnet. Der Preis wird seit 2009 ausgeschrieben und zeichnet Arbeiten und Projekte aus, bei denen sich Jugendliche mit Jüdischer Geschichte in Vergangenheit und Gegenwart intensiv und mit originellen Themenstellungen befassen und einen Beitrag zur Erinnerungskultur leisten.
22  Schülerinnen und Schüler von fünf weiterführenden Schulen (Ratsgymnasium, Riesener-Gymnasium, Anne-Frank Realschule, Erich-Kästner-Realschule, Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule) der Jahrgangsstufen 7-12 beteiligten sich. Anhand der historischen Quellen im Stadtarchiv erstellte der professionelle Schauspieler Marco Spohr eine Stückvorlage. Diese Theaterdokumentation in 18 Bildern verknüpft die Gegenwart mit der Vergangenheit. Themen sind der Zweite Weltkrieg, der Nationalsozialismus und seine Folgen. Schwerpunkt bildet die Judenverfolgung. Initiiert wurde das Projekt von Stadtarchivarin Katrin Bürgel, die von den begleitenden Pädagogen des Ratsgymnasiums Maria Hoffrogge und David Filipowski unterstützt wurde.
Zunächst wurden Quellen des Stadtarchivs analysiert und relevante Themen und Biographien wichtiger Personen erarbeitet. Eine Stadtführung zu bedeutenden Orten machte die Vergangenheit nachvollziehbarer. Außerdem konnten die Jugendlichen ein Gespräch mit der Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen, Frau Judith Neuwald-Tasbach führen.
Danach begann die intensive Probenarbeit unter der Regie von Marco Spohr. Dabei konnten die Jugendlichen bei der Gestaltung des Stückes mitbestimmen und ihre Ansichten und Gedanken einbringen. Hauptmotivationen der jungen Akteure waren: "Ein Zeichen setzen in der Gegenwart!" "Diese Zeit darf sich nicht wiederholen!"
Neben den schauspielenden Schülerinnen und Schülern haben sich andere mit der Erstellung von Requisiten sowie mit den Bereichen Kostüm und Maske befasst. Eine große Unterstützung leistete die Technik-AG des Ratsgymnasiums.
Mit dem Projekt konnte das Bewusstsein für die Stadtgeschichte vertieft, ein kritischer und sensibler Umgang mit der Geschichte gefördert, Teamfähigkeit und Selbstvertrauen gestärkt werden. Es hat gezeigt, dass das Archiv nicht nur ein Ort des Bewahrens ist, sondern die Vergangenheit lebendig für die Gegenwart gestalten kann.



Neue Schriftenreihe des Stadtarchivs!

Buchcover Auf ein frohes Wiedersehen, liebe Mutter



Katrin Bürgel / Ludger Tewes: "Auf ein frohes Wiedersehen, liebe Mutter." Kriegskultur und Erfahrungshaltung im westfälischen Amt Gladbeck 1914-1918. Essen 2016. Schriftenreihe des Stadtarchivs Gladbeck, Band 1.
ISBN 978-3-8375-1579-4


"Auf ein frohes Wiedersehen, liebe Mutter." So lauten die Abschiedsworte des späteren Reichstagsabgeordneten Franz Riesener am Bahnhof Gladbeck-West, als er im August 1914 an die Front berufen wurde. Seine Kriegserlebnisse sind Teil einer neuen Publikation des Stadtarchivs, die 100 Jahre nach dem Ersten Weltkrieg die Kriegs- und Alltagskultur in Gladbeck und die individuellen Erfahrungen der Soldaten an der Front untersucht.
Der Privatdozent am Historischen Institut der Universität Potsdam Dr. Ludger Tewes stellt den aktuellen Forschungsstand vor und beschäftigt sich mit den Fragen, was uns noch heute mit dem Ersten Weltkrieg verbindet und welche gesellschaftsrelevanten Fortschritte seitdem gemacht wurden.
Die Stadthistorikerin und Leiterin des Stadtarchivs Katrin Bürgel analysiert die Gladbecker "Heimatfront" mit den Auswirkungen des Krieges auf die Alltagskultur. Kriegsfinanzierung, Rekrutierung der Soldaten, Frauenarbeit, Freizeitgestaltung und Nahrungsmittelsituation sind einige der Themen.
Ludger Tewes befasst sich des Weiteren ausführlich mit den individuellen Erfahrungen Gladbecker Soldaten auf den Schlachtfeldern Flanderns vor Langemark 1914 und 1917, ausgehend von den Aufzeichnungen seines Großvaters. Sein Untersuchungsziel ist der Abgleich persönlicher Erfahrung und gesellschaftlicher Vorstellung. Er analyisiert die unterschiedlichen Verarbeitungen der Erlebnisse, zumal Gladbecker Soldaten im selben Frontabschnitt wie Erich Maria Remarque und Ernst Jünger ihren Dienst taten.
Im zweiten Teil werden zum ersten Mal Kriegstagebücher der Soldaten Franz Riesener, Heinrich Brinkhaus und Ernst Haufe der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, die interessante Einblicke in das Leben hauptsächlich an der Westfront geben.
Von den über 10.000 Gladbecker Männern, die an alle Fronten einberufen wurden, kehrten mehr als 1.700 nicht zurück. Eine Liste der bisher namentlich bekannten Gefallenen rundet die Publikation ab. Ausgewertet wurden vor allem Personenstandsunterlagen, Todesanzeigen, Totenzettel sowie Vermissten- und Verlustlisten.

Das Buch umfasst 424 Seiten mit zahlreichen Abbildungen und ist zum Preis von 19,95 € über den Buchhandel oder den Klartext Verlag Essen erhältlich.



 

 

 

 

Veranstaltungskalender

Zum Veranstaltungskalender

Veranstaltungstipp

Das Bild zeigt den Werbebanner der ELE
WEB 2.0
Logo von Facebook Logo von Twitter Logo von Youtube Logo von Xing
Zurück | Seitenanfang | Druckansicht