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Beginndatum
21.11.2017
Titel
Auszeichnung für Schauspielprojekte „Gladbeck unterm Hakenkreuz. Nie wieder!“
Einleitung
Im Juni hatte das erfolgreiche Schauspielprojekt des Stadtarchivs in Kooperation mit dem Ratsgymnasium und dem Jugendrat der Stadt Gladbeck Premiere. Am 5. Dezember wird es mit dem Margot-Spielmann-Preis des Jüdischen Museums Westfalen ausgezeichnet.
Haupttext

Der Preis wird seit 2009 ausgeschrieben und zeichnet Arbeiten und Projekte aus, bei denen sich Jugendliche mit jüdischer Geschichte in Vergangenheit und Gegenwart intensiv und mit originellen Themenstellungen befassen und einen Beitrag zur Erinnerungskultur leisten.
20 Schülerinnen und Schüler von fünf weiterführenden Schulen (Ratsgymnasium, Riesener-Gymnasium, Erich-Kästner-Realschule, Anne-Frank Realschule, Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule) der Jahrgangsstufen 7-12 beteiligten sich. Anhand der historischen Quellen im Stadtarchiv erstellte der professionelle Schauspieler Marco Spohr eine Stückvorlage. Diese Theaterdokumentation in 18 Bildern verknüpft die Gegenwart mit der Vergangenheit. Themen sind der Zweite Weltkrieg, der Nationalsozialismus und seine Folgen. Schwerpunkt bildet die Judenverfolgung. Initiiert wurde das Projekt von Stadtarchivarin Katrin Bürgel, die von den begleitenden Pädagogen des Ratsgymnasiums Maria Hoffrogge und David Filipowski unterstützt wurde.
Zunächst wurden Quellen des Stadtarchivs analysiert und relevante Themen und Biographien wichtiger Personen erarbeitet. Eine Stadtführung zu bedeutenden Orten machte die Vergangenheit nachvollziehbar. Außerdem konnten die Jugendlichen ein Gespräch mit der Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen, Frau Neuwald-Tasbach, führen.
Danach begann die intensive Phase der Probenarbeit. Dabei konnten die Jugendlichen bei der Gestaltung des Stückes mitbestimmen und ihre Ansichten und Gedanken einbringen. Hauptmotivationen der Jugendlichen waren: “Ein Zeichen setzen in der Gegenwart!” “Diese Zeit darf sich nicht wiederholen!” Neben den schauspielenden Schülerinnen und Schülern haben sich andere mit der Erstellung von Requisiten sowie mit den Bereichen Kostüm und Maske befasst. Eine große Unterstützung leistete die Technik-AG des Ratsgymnasiums.
Mit dem Projekt konnte das Bewusstsein für die Stadtgeschichte vertieft, ein kritischer und sensibler Umgang mit der Geschichte gefördert, Teamfähigkeit und Selbstvertrauen gestärkt werden. Es hat gezeigt, dass das Archiv nicht nur ein Ort des Bewahrens ist, sondern die Vergangenheit lebendig für die Gegenwart gestalten kann.



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