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Mehr, älter, jünger und bunter: Stadt veröffentlicht Demografiebericht
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Einleitung
Wir werden mehr, älter, jünger und bunter: Dies ist das Ergebnis des neuen Demografieberichtes für Gladbeck, den die Verwaltung in dieser Woche veröffentlicht hat.
Haupttext

In der Analyse wird deutlich, dass die drei bedeutenden Krisen die demografische Entwicklung in Deutschland und auch in Gladbeck beeinflusst haben. Die Flüchtlingsbewegungen in den Jahren 2015/2016 und 2022 sowie der Ausbruch der COVID-19-Pandemie hatten sichtbare Auswirkungen auf die demografischen Prozesse und verändern das Bild der Stadt Gladbeck.

„Der Demografiebericht hatte zum Ziel, die Herausforderungen und Chancen für die demografische Entwicklung herauszustellen und zu überprüfen, ob der bisher geltende Trend ‚Wir werden weniger. Wir werden älter. Wir werden bunter‘, der im Familienbericht aus dem Jahr 2007 für Gladbeck prognostiziert wurde, auch heute noch passend zu Gladbeck ist – dem ist nicht so, denn für 2022 gilt der Viersatz: ‚Wir werden mehr. Wir werden älter. Wir werden jünger. Wir werden bunter‘“, erläutert Sozialdezernent Rainer Weichelt.

Der Familienbericht aus dem Jahr 2007 prognostizierte für den Zeitraum 2005 bis 2025, dass die Gesamtbevölkerung Gladbecks bis 2025 auf etwa 69.100 Einwohner:innen schrumpfen wird. Dies hätte zu einer Schrumpfungsrate von rund 10 Prozent in den letzten 20 Jahren geführt. Doch in Gladbeck wächst die Bevölkerung – mehr Menschen leben in der Stadt: Entgegen dem Trend ist ab dem Jahr 2011 ein leichter Bevölkerungsanstieg zu erkennen, der durch die Flüchtlingswellen 2015/2016 und 2022 verstärkt wurde. Zum Stichtag 31. Dezember 2022 hatte Gladbeck mit 78.595 Einwohner:innen den höchsten Bevölkerungsstand seit 2000.

Dabei wuchs gerade die Gruppe der Kinder und Jugendlichen entgegen der Prognose  an:  Bis 2025 sollte sich die Gruppe der Kinder und Jugendlichen um ein Viertel verkleinern. In der Realität wird Gladbeck jedoch jünger: Der Jugendquotient, der die Anzahl der Kinder und Jugendlichen auf 100 Erwachsene angibt, ist in Gladbeck seit 2014 stark angestiegen. Im Jahr 2022 betrug dieser 35,88 und lag somit über den Jugendquotienten aus NRW und dem Kreis Recklinghausen. Dies hat eine Verjüngung der Gladbecker Stadtgesellschaft zur Folge. Hier fällt insbesondere der Gladbecker Süden mit den Stadtteilen Brauck, Butendorf und Rosenhügel auf. In diesen Stadtteilen leben 43 Prozent aller Kinder zwischen 0 und 10 Jahren. „Dies ist eine große Chance für unsere Gesellschaft. Deshalb gilt es für uns heute, junge Menschen sehr gut zu bilden und auszubilden“, erklärt Weichelt. Auf Grundlage dieser Entwicklung erfolgen bereits die aktuellen Schulentwicklungs- und Kita-Bedarfsplanungen der Stadt Gladbeck.

Allerdings weist die Stadt Gladbeck auch einen hohen Altersquotienten auf, der Auskunft über das Ausmaß der demografischen Alterung gibt. Im Jahr 2022 liegt der Altersquotient bei 37,13 und über dem NRW-weiten Quotienten (36,30), allerdings unter dem kreisweiten Quotienten von 39,67. Gladbeck wird gleichzeitig auch älter.

„In Summe bedeutet dies, dass der Unterstützungsquotient, die Summe aus Jugend- und Altenquotient, bei 73,01 liegt und somit ein Großteil der Bevölkerung zu der abhängigen Bevölkerungsgruppe gehört. Dies kann zu einer Veränderung der Belastungssituation für die unabhängige Bevölkerungsgruppe im Alter von 20 bis 65 Jahren führen“, erklärt Rainer Weichelt. 

Die Aussage „Wir werden bunter“ trifft weiterhin auf Gladbeck zu: Der Anteil der Ausländer:innen ist seit 2010 deutlich gewachsen. Zum Stichtag 31.Dezember 2022 lebten insgesamt 14.806 Personen mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit in dem Stadtgebiet. Im Jahr 2022 lebten in Gladbeck 113 unterschiedliche Nationalitäten. 30,86 Prozent der ausländischen Bevölkerung stammt aus der Türkei. Die zweithäufigste Staatsangehörigkeit ist syrisch mit 1.988 Personen. Danach folgen Menschen aus den Nationen „Bulgarien“ (943 Personen), „Irak“ (825 Personen) und „Polen“ (700 Personen).

Auch der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund ist angestiegen: Im Jahr 2022 haben 32,6 Prozent der Einwohner:innen einen Migrationshintergrund – ohne die Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit. „Werden die Personen mit Migrationshintergrund mit dem ausländischen Anteil addiert, liegt der Anteil zum Stichtag bei 51,47 Prozent. Die Tendenz ist weiter steigend“, so Rainer Weichelt. 

Die Trendüberprüfung erfolgte durch die Verarbeitung der kommunalen Daten aus der Datenreihe 2000 bis 2022, die im KECK-Sozialatlas und in den städtischen Jahresberichten der Stadt Gladbeck jährlich erhoben werden. Darüber hinaus basiert der Bericht auf den Daten des Informationssystems GKD-Radar. 

Der vollständige Bericht kann unter www.gladbeck.de/demografiebericht abgerufen werden.

Beginndatum
07.02.2024


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