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Titel
Doris Kunstmann in der Mathias-Jakobs-Stadthalle
Bild
Foto: Bernd Böhner
Einleitung
Das Schauspiel "Oskar und die Dame in Rosa" nach dem Buch von Éric-Emmanuel Schmitt steht am Donnerstag, 19. November, ab 20 Uhr auf dem Spielplan der Mathias-Jakobs-Stadthalle.
Haupttext

Auf der Theaterbühne wird die bekannte Schauspielerin Doris Kunstmann zu sehen sein, die die sensible, lebenskluge Geschichte der Begegnung mit dem krebskranken Kind Oskar in Szene setzen wird.

Wie soll man den Sog dieses zum Welterfolg gewordenen Meisterwerks beschreiben? Vielleicht so: Es zieht von der ersten Zeile an in seinen Bann - vergleichbar der Lebensklugheit und heiteren Fantasie des "Kleinen Prinzen". Wer den Text einmal gelesen hat, wird Oskar nicht so schnell vergessen. Wahrscheinlicher ist, man vergisst ihn nie mehr. Uraufgeführt wurde das Stück 2003 an der Comédie des Champs-Elysées mit Danielle Darrieux; ihr hatte der Autor sein Stück auch gewidmet. Nicht nur in Frankreich wurde der Roman zum Verkaufsschlager, auch bei uns ist Èric-Emmanuel Schmitt mittlerweile ein Kultuautor, der die Bestseller-Listen anführt. "Oskar und die Dame in Rosa" gehört wie sein anderer Bestseller "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran" zu Schmitts Monologen über die Weltreligionen. "Mein Buch ist eine Hommage an die Kinder, die ich im Krankenhaus erlebt habe. Sie wissen genau, was mit ihnen los ist. Es sind die Erwachsenen, die sich verstecken und damit das Vertrauen der Kinder enttäuschen. Dies ist wahrscheinlich der autobiografischste aller mener Texte. Mit dreißig wurde ich plötzlich sehr krank - eine lebensbedrohliche Krankheit. Ich bin Oskar gewesen, der unten den Fragen leidet, die ohne Antwort bleiben."

Oskar ist erst zehn, aber er weiß, dass er bald sterben wird. "Eierkopf" nennen in die anderen Kinder im Krankenhaus. Doch das ist nur ein Spitzname und tut nicht weiter weh. Schlimmer ist, dass der Arzt und seine Eltern Angst haben, darüber zu reden, dass weder Chemotherapie noch Knochenmarkstransplantation sein Leben retten können. Nur die Dame in Rosa (Doris Kunstmann) hat den Mut, mit ihm über seine Fragen nachzudenken. Sie gehört zu den Frauen in rosa Kitteln, die sich in der Klinik ehrenamtlich um schwerkranke Kinder kümmern. Sie, die ehemalige Catcherin, die Oskar Oma Rosa nennt, rät ihm, dem lieben Gott jeden Tag in einem Brief zu schreiben, was ihn bewegt. Oskar glaubt nicht mal an den Weihnachtsmann und findet die Idee nicht wirklich prima. Oma Rosa bringt ihn dazu, sich jeden Tag wie zehn Jahre seines Lebens vorzustellen. Auf diese Weise durchlebt Oskar ein ganzes Menschenleben: erste Liebe, Eifersucht, Midlife-Crisis und das Alter, bis er mit 110 Jahren zu müde ist, um noch älter zu werden.

Doris Kunstmann, Preisträgerin des INTHEGA-Vorstands 2012, macht mit ihrer schauspielerischen Leistung das Ein-Personen-Stück zu einem atmosphärisch dichten Kammerspiel, unterstützt von einer stimmungsvollen und innovativen Bühnentechnik, die mit Lichtspielen und visuellen Effekten und Projektionen das Seelenspiel der Kunstmann begleiten.

Eintritt: 23 / 20 / 19 Euro zzgl. Gebühren.

Unter Berücksichtigung der durch die COVID-19-Pandemie bedingten Einschränkungen wird darum gebeten, die Eintrittskarten möglichst im Vorverkauf zu erwerben.

Für den persönlichen Kontakt steht das Kassenteam mo. bis do. in der Zeit von 10 bis 13 Uhr zur Verfügung. (ACHTUNG: Gesonderte Öffnungszeiten in den Herbstferien)

Rund um die Uhr sind Kartenreservierungen unter der Rufnummer 02043/99-2682 oder per E-Mail an mjs-kasse@stadt-gladbeck.de möglich.

Selbstverständlich können die Tickets auch online unter www.westticket.de gebucht werden.

Beginndatum
09.10.2020


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