Aktuelles Gladbeck

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FAQ zum Martin Luther Forum Ruhr
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Einleitung
Zum Martin Luther Forum Ruhr (MLFR) haben wir Ihnen die wichtigsten Fragen zusammengestellt und beantwortet.
Haupttext

Was ist das Martin Luther Forum Ruhr?

Standort des Forums ist die ehemalige evangelische Markuskirche in Gladbeck. Sie wurde nach der Schließung im Jahr 2008 einem gemeinnützigen privaten Verein zur Nutzung überlassen. Betreiber ist der Trägerverein „Martin Luther Forum Ruhr e.V.“, der Mitte August 2007 durch private Initiatoren gegründet wurde.

Im Martin Luther Forum finden neben Ausstellungen und Podiumsdiskussionen auch Konzerte und Lesungen statt. Ein Schwerpunkt liegt auf den Themen Reformation und Protestantismus.

Wie finanziert sich das Martin Luther Forum Ruhr?

2008 hat die Bezirksregierung Münster der Stadt Gladbeck rund 800.000 Euro zur Weiterleitung an den Trägerverein  des Martin Luther Forums aus Städtebauförderungsmitteln bereitgestellt. Dieses Geld hat die Stadt, plus rund 100.000 Euro städtische Mittel, an das Martin Luther Forum überwiesen.

Zusätzlich hat die Stadt einen freiwilligen Gründungszuschuss in Höhe von 10.000 Euro an den Förderverein des Martin Luther Forums Ruhr e.V. und 25.000 Euro an den Trägerverein des Martin Luther Forums für das Kulturhauptstadtjahr 2010 gezahlt.

Zusammen mit einer Großzuwendung der Krupp-Stiftung und Spenden der Stadtsparkasse und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz sind rund 1,5 Millionen Euro an Förderung öffentlich bekannt.

Wer ist Eigentümer des Gebäudes?

Eigentümerin ist die Evangelische Kirchengemeinde Gladbeck. Sie hat dem Trägerverein des Forums die ehemalige und jetzt denkmalgeschützte Markuskirche zunächst für zehn Jahre überlassen, verbunden mit einer Option zur Verlängerung. Diese Vertragsverlängerungsoption hat das Martin Luther Forum Ruhr, entgegen der ursprünglichen Ankündigung von 2008, nicht ausgeübt. Daher fällt das Gebäude an die Kirchengemeinde zurück.

Der Trägerverein hat von der Bezirksregierung und der Stadt Gladbeck rund 900.000 Euro erhalten.

Wie lange hat sich der Trägerverein verpflichtet, das Martin Luther Forum zu betreiben?

Die Mittel, die das Martin Luther Forum erhalten hat, kommen aus Städtebauförderungsmitteln des Landes NRW und der Stadt. Diese sind an eine Laufzeit von 20 Jahren gebunden. Der Trägerverein hat sich in einer Vereinbarung mit der Stadt schriftlich verpflichtet. Wortwörtlich heißt es: „Bei einer vorzeitigen Beendigung des Verwendungszwecks verpflichtet sich das MLFR zur Rückzahlung der öffentlichen Mittel.“

Was passiert, wenn der Betrieb vor 2028 eingestellt wird?

Im schlimmsten Fall könnte die Bezirksregierung Münster einen Anteil des Förderbetrages zurückfordern. Dies wären zum jetzigen Stand 450.000 Euro. Der Trägerverein hat angekündigt, diese Zahlung nicht leisten zu können. Die Stadt müsste dann die Rückzahlung übernehmen.

Was bedeutet das für den städtischen Haushalt?

Gladbeck ist Kommune im Stärkungspakt und hat sich zu einem strengen Sparkurs verpflichtet. Zusätzliche freiwillige Leistungen sind nicht möglich. Sollte die Bezirksregierung die ausstehende Summe von der Stadt einfordern, würde der eng gesteckte städtische Haushalt höchstwahrscheinlich scheitern.

Warum ziehen nicht andere städtische Einrichtungen ins Luther-Forum?

Gladbeck hat eine Vollausstattung, was die städtische Infrastruktur angeht. Stadtbücherei, VHS, Musikschule und andere Einrichtungen sind alle in eigenen Gebäuden und werden sehr gut angenommen. Für ein zusätzliches Haus hat die Stadt keinen Bedarf.

Wird das Martin Luther Forum anders behandelt als andere Vereine, die von der Stadt unterstützt werden?

Eine Vergleichbarkeit zu anderen Vereinen ist nicht gegeben:  Zurzeit erhalten die Vereine Geld, die ehemalige städtische Einrichtungen betreiben, so z.B. beim Freibad, dem Kotten Nie und der Neuen Galerie. Diese Einrichtungen hatte die Stadt zuvor mit einem höheren finanziellen Aufwand selbst betrieben. Nur dank des ehrenamtlichen Engagements der Vereine und eines geringeren städtischen Zuschusses konnten diese Einrichtungen überhaupt für die Stadtgesellschaft erhalten werden, davon profitieren auch die Steuerzahler. Die Evangelische Kirche könnte nun prüfen, ob dies nicht auch ein Modell für sie sein könnte. Auch bei ihr muss ein deutliches Interesse am Erhalt der öffentlichen Nutzung bestehen, da die Kirche andernfalls selbst komplett für den Erhalt des denkmalgeschützten Kirchengebäudes aufkommen müsste.

Wie geht es jetzt weiter?

Regierungspräsidentin Dorothee Feller hat eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen. Dort wollen Vertreter der Evangelischen Kirche, des Martin Luther Forums und der Stadtverwaltung gemeinsam an einer Lösung für die Zukunft der ehemaligen Markus-Kirche arbeiten. Erste Vorschläge sollen bis Sommer vorliegen.

Beginndatum
23.04.2018


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