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Titel
"Cabaret" - Ein zeitloses Musical über Freiheit, Verführung und politische Abgründe
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Einleitung
Berlin, Anfang der 1930er Jahre: die Stadt pulsiert, die Nächte sind wild, die Grenzen zwischen Realität und Illusion verschwimmen.
Haupttext

Im legendären Kit-Kat-Klub werden Alltagssorgen mit Champagner heruntergespült, während auf den Straßen der Faschismus erstarkt. "Cabaret", eines der bedeutensten Musicals aller Zeiten, kommt am Donnerstag, 29. Januar, um 19.30 Uhr, auf die Bühne der Mathias-Jakobs-Stadthalle.

Das Westfälische Landestheater präsentiert die gefeierte Neufassung des Klassikers von Joe Masteroff, John Kander und Fred Ebb, basierend auf den Erzählungen von Christopher Isherwood. Die Inszenierung von Markus Kopf verzichtet auf opulenten Broadway-Glamour und verlegt die Geschichte in ein düster-intimes Berliner Kellertheater, das mit seiner rauen Atmosphäre eine neue, beklemmende Aktualität erhält.

Ein Musical als Warnung - damals wie heute

Die Parallelen zur Gegenwart sind unübersehbar. Tankred Schleinschock, musikalischer Leiter des Stücks, betont: "Wir wissen nicht, wo unsere Situation konkret hinführt - aber es gibt diese erschreckenden Momente, die wir aus der Geschichte kennen." Genau hier setzt "Cabaret" an: Es zeigt eine Gesellschaft, die zwischen Hedonismus und Verdrängung taumelt, während sich eine politische Katastrophe anbahnt. Léon von Leeuwenberg übernimmt die Doppelrolle als zwielichtiger Conférncier und als Fräulein Kost, wodurch die Grenzen zwischen Unterhaltung und politischer Realität weiter verschwimmen.

Musikalisch bleibt das Stück dank Live-Orchester ein Kraftpaket: Klassiker wie "Cabaret", "Money" und "Mein Herr" vibrieren vor Energie und kontrastieren mit ergreifenden Momenten wie "If You Could See Her Through My Eyes" oder "Married".

Hochkarätige Bestzung und gefeierte Inszenierung

Die Hauptrolle der Sally Bowles übernimmt Sabrina Pankrath, die sowohl mit Stimme als auch Charkater überzeugt. An ihrer Seite steht Tobias Schwieger als amerikanischer Schriftsteller Cliff Bradshaw, der sich in der schillernden Berliner Welt verliert. Gabriele Brüning als Pensionswirtin Fräulein Schneider und Tankred Schleinschck als jüdischer Obsthändler Herr Schultz sorgen für berührende Zwischentöne, die die Tragweite der Geschichte noch verstärken.

Die Inszenierung wurde nach ihrer Premiere mit stehenden Ovationen gefeiert und von der Presse als "Lehrstück über den Pakt mit dem Teufel" bezeichnet. Die Frage, die "Cabaret" stellt, ist aktueller denn je: Wie lange kann eine Gesellschaft wegsehen, bevor es zu spät ist?

Veranstalter ist das Kulturbüro der Stadt Gladbeck Tickets sind erhältlich unter ticketverkauf.gladbeck.de sowie bei Eventim und Westticket. Die Kasse der Mathias-Jakobs-Stadthalle ist von Montag bis Donnerstag, 10 bis 13 Uhr, sowie vor und während aller Veranstaltungen geöffnet. Tel. 02043/99-2682, E-Mail an mjs-kasse@stadt-gladbeck.de.

 

Foto: Volker Beushausen

Beginndatum
05.01.2026


Veranstaltungstipp
 
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