FAQ zum Hochhaus „Schwechater Straße 38“

Das Hochhaus Schwechater Straße.

Stand: November 2020

Wie viele Stockwerke hat das Gebäude? 

14 Stockwerke mit 141 Wohnungen, 23 Geschäftslokalen und einer Tiefgarage.

Gehört das Gebäude der Stadt? 

Nein, die Stadt hat keine Eigentumsanteile am Objekt.

Wem gehören das Gebäude und das Grundstück?

Insgesamt ist das Gebäude noch in 266 Teileigentumsanteile aufgeteilt und es gibt 255 selbständige Grundbücher für das Grundstück.

Im Sommer 2020 hat der Investor alle erforderlichen Teileigentume der vom Abriss betroffenen Blöcke A bis E mit den bisherigen Eigentümern über Kaufverträge gesichert. In der Folge wird nun das Eigentum in den vielen Grundbüchern durch das Amtsgericht Gladbeck eingetragen. Mit den Kaufverträgen wurde ein sofortiger Übergang des Eigentums vereinbart, so dass ein unverzügliches Handeln durch den Investor möglich ist.

Der Investor übernimmt aber nicht das komplette Grundstück. Der Block F wird erhalten und daher erwirbt der Investor hier keine Anteile. Der Block F bleibt im Eigentum einer privaten Eigentümergemeinschaft.

Damit der zu erhaltene Block F und das neue Nahversorgungszentrum später zwei eigenständige Grundstücke bilden können, ist eine Grundstücksteilung erforderlich.

Somit ist die Stadt also weder Eigentümer noch in irgendeiner Weise über das Grundstück/Gebäude verfügungsberechtigt? 

Ja, so ist es! Die Stadt konnte den Verkauf nur begleiten und versuchen, zu vermitteln. Dies hat sie auch sehr intensiv im Dialog mit der Eigentümergemeinschaft und den Investoren gemacht.

So soll es aussehen an der zukünftigen Schwechater Str. 38

(Quelle: Implementum 1 GmbH/phase 5 GmbH)

Was kann denn die Gladbecker Politik tun? 

Die Politik kann sich für den Abriss einsetzen und dafür sorgen, dass sich Kauf und Weiterentwicklung des Grundstücks/Gebäudes für den privaten Investor „Implementum“ rentieren. Die Abrisskosten werden auf Basis der letzten Kostenschätzung über 5 Mio. Euro betragen. Damit Abriss und Neubau sich für den Inverstor überhaupt lohnen, wird eine Unterstützung durch die öffentliche Hand benötigt, da die Abrisskosten den Grundstückswert um mehrere Millionen Euro übersteigen.

Was hat die Politik bisher erreicht? 

Sowohl die alte als auch die neue Landesregierung NRW sind dankenswerterweise bereit zu helfen. Bund und Land geben dem Investor zu dem Abriss einen Zuschuss von knapp 1,7 Mio. Euro hinzu.

Wie kann die Gladbecker Politik helfen?

Um die hohe Belastung für den Stadtteil zu beenden, hat die Gladbecker Politik sich bereit erklärt, den Abriss aus städtischen Mitteln ebenfalls finanziell zu unterstützen, um eine trotz der Bundes- und Landesförderung vorhandene wirtschaftliche Lücke zu schließen. Abhängig von den am Ende tatsächlich entstehenden Abrisskosten, wird dieser städtische Anteil vermutlich auch die Millionengrenze erreichen oder leicht überschreiten.

Warum wird öffentliches Geld in das Vorhaben investiert?

Die Öffentlichkeit hat ein großes Interesse daran, den „Schandfleck“ zu beseitigen und ein neues, eingeschossiges Einkaufszentrum für den Stadtteil Rentfort-Nord zu errichten. Dadurch wird der Stadtteil aufgewertet, die Nahversorgung für die Bürgerinnen und Bürger deutlich verbessert. Die Zuschüsse werden gewährt, weil die Abrisskosten deutlich über dem Wert des dann freien Grundstücks liegen. Im Gegenzug für diesen Wertausgleich verpflichtet sich „Implementum“ zum Bau des Nahversorgungszentrums.

Wann wird der Abriss erfolgen?

Im August 2020 wurde ein städtebaulicher Vertrag zwischen der Stadt Gladbeck und „Implementum“ unterzeichnet. Im Vertrag wurden die oben beschriebenen finanziellen und zeitlichen Rahmenbedingungen zum Abriss sowie die Eckpunkte der zukünftigen Nutzung des Grundstücks festgelegt.

Zeitgleich konnte der Investor alle noch offenen Grundstücksverhandlungen mit den bisherigen Eigentümern der Immobilie abschließen. Auch eine Abrissgenehmigung und ein planungsrechtlicher Vorbescheid zur Errichtung eines Nahversorgungszentrums wurden bereits erteilt.

Daher ist es nun soweit: Die Ausschreibung des ersten Teils der Abrissarbeiten ist im Spätsommer 2020 erfolgt. Bereits im Oktober 2020 wurde mit der Entkernung begonnen. Zunächst wird das Gebäude entrümpelt und dann werden die Schadstoffe entsorgt. Die Entkernung im ersten Schritt und der Abriss im zweiten Schritt werden zusammen zirka neun bis zwölf Monate dauern, so dass, wenn alles gut läuft, Ende 2021 mit dem Neubau begonnen werden könnte.


So könnte es in Zukunft an der Schwechater Straße aussehen.
(Quelle: Implementum 1 GmbH/phase 5 GmbH)

Wird der gesamte Gebäude-Komplex abgerissen?

Nein, der Block F des Gebäudekomplexes direkt neben der Franziskus-Kirche (dort befand sich früher unter anderem die Filiale der Deutschen Bank) wird bestehen bleiben. Daher ist auch eine Teilung des heutigen Grundstücks erforderlich.

Der gesamte Rest des Komplexes soll abgerissen und durch ein L-förmiges, eingeschossiges Nahversorgungszentrum ersetzt werden.

Ist bereits in etwa bekannt, welche Geschäfte dort einziehen werden? 

Bald schon wird es in Rentfort-Nord endlich wieder eine gute Nahversorgung mit vielen Geschäften geben. Es ist geplant, sieben Geschäfte in dem Neubau anzusiedeln.  Mit REWE und Rossmann hat der Investor bereits die Mietverträge unterzeichnet. Gespräche mit weiteren potenziellen Mietern laufen noch.

 

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