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Aktuelles Gladbeck

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Stadtverwaltung begrüßt Initiative zum „Klimanotstand“
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Einleitung
Mit dem Ausrufen des Klimanotstandes will die Politik über alle Fraktionen hinweg ein deutliches Zeichen für den Klimaschutz in Gladbeck setzen.
Haupttext

Dieses Ziel unterstützt auch die Stadtverwaltung Gladbeck. Auch sie will ihre Bemühungen noch weiter verstärken und so ihren Beitrag zu einer guten Zukunft - insbesondere für nachfolgende Generationen - leisten. Denn bereits heute ist der Klimawandel auch in Gladbeck spürbar: Hitze, Starkregen und Stürme belegen dies. Mit dem Ausrufen des Klimanotstandes erkennt die Kommune an, „dass die Eindämmung der Klimakrise und ihre schwerwiegenden Folgen als Aufgabe von höchster Priorität“ gesehen werden. Fakt ist: Die Klimaziele für das Jahr 2020 werden in Deutschland nicht erreicht. Die Ziele für die kommenden Dekaden sind nur mit verstärkten Anstrengungen erreichbar.

Dass die Stadtverwaltung bereits sehr gut aufgestellt ist, zeigen zahlreiche Maßnahmen seit Jahrzehnten. „Für Gladbeck ist Klimaschutz kein Neuland. Wir leisten bereits eine ganze Menge, aber wir können natürlich immer noch besser werden“, machte Stadtbaurat Dr. Volker Kreuzer in seinem Bericht vor dem Umweltausschuss am 3. Juni deutlich.

Bereits seit 2010 hat die Stadt Gladbeck ein Klimaschutzkonzept und war eine der ersten Kommunen mit fest angestellter Klimaschutzmanagerin. Für städtische Gebäude gibt es seit 1978 ein Energiemanagement. Prävention, Energiecontrolling und energetische Sanierung haben in den letzten 40 Jahren gewirkt: Einsparung von Heizenergie von fast 60 Prozent, Senkung des CO2-Ausstoßes um fast 64 Prozent, Versorgung städtischer Gebäude zu 100 Prozent mit Öko-Strom. Dazu tragen auch die Bürger-Photovoltaik-Anlagen auf den kommunalen Dächern bei.

Als „Innovation City rollout-Kommune“ bietet die Stadt zahlreiche Beratungsangebote für Hauseigentümer zur energetischen Gebäude- und Quartierssanierung in Gladbeck-Mitte und Rentfort-Nord. Sie ist Modellkommune im Projekt „Solarmetropole Ruhr“. Als eine von wenigen Städten in NRW gewährt Gladbeck Sanierungszuschüsse. Bei Neubaumaßnahmen wird bereits bei der Bauleitplanung auf „Klimafreundlichkeit“, möglichst niedrige CO2-Emissionen und kleinklimatisch positiv wirksame Maßnahmen, wie z.B. Baumpflanzungen und Regenwasserversickerungen, geachtet.

Mit 12.000 Straßen- und Solitärbäumen und der höchsten Alleendichte Nordrhein-Westfalens ist Gladbeck eine sehr grüne Stadt – was auch eine gewisse Hitzebeständigkeit schafft. „Kein Straßenraum ohne Baum“ ist Maxime der Stadt. Es werden ausreichend Grünräume in Baugebieten eingeplant, 150 bis 400 Bäume jährlich nach- und neugepflanzt sowie zwischen 12.000 und 20.000 Blumenzwiebeln eingesetzt. Die Baumschutzsatzung trägt zum Erhalt privater Bäume bei.

Die Stadt setzt auf umweltfreundliche Mobilität: Neue Verkehrskonzepte, wie beispielsweise das Radverkehrskonzept, sollen die Wege zu Fuß, mit dem Fahrrad und dem ÖPNV attraktiver gestalten. Verkehr soll vermieden und verlagert werden, um eine Mobilitätswende zu erreichen. Die E-Mobilität wird gestärkt, was neben einem umfangreichen Konzept auch die Nutzung von E-Fahrzeugen und Pedelecs im kommunalen Fuhrpark beinhaltet.

Dies alles ist jedoch kein Grund, sich zurückzulehnen: „Der Klimaschutz bleibt eine Daueraufgabe“, betont der Stadtbaurat. Was die Stadtverwaltung leisten könne, trage sie gerne dazu bei. Abschließend gab Dr. Kreuzer zu bedenken, dass vor allem auch Verhaltensänderungen aller Bürgerinnen und Bürger nötig seien. „Wir können als Stadt zwar eine Menge beitragen, aber am Ende des Tages bleibt der Klimaschutz eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.“

Zur Verdeutlichung: 36 Prozent der CO2-Emissionen stammen aus dem Bereich „Mobilität“, 49 Prozent entfallen auf private Haushalte. Deshalb ist das Thema „Klima“ auch in Schulen und Kindergärten präsent. Bildungsangebote, Projekte und Aktionen finden teilweise über Gladbecks Grenzen hinaus Anerkennung. Aktuellstes Beispiel: der Deutsche Klimapreis 2019 der Allianz Umweltstiftung für die Erich-Fried-Hauptschule. Mit gutem Beispiel voran geht auch der Jugendrat, der kontinuierlich Projekte und Aktionen mit Klimabezug durchführt (u.a. Plant for Future (2014) #selfmadefuture (2016) oder Teilnahme am Umweltpreis (2018).

Die Mitglieder des Umweltausschusses erkannten die Leistungen der Stadt Gladbeck an und votierten einstimmig dafür, dem Rat die Ausrufung des Klimanotstandes zu empfehlen, um noch höhergesteckte Klimaschutzziele zu erreichen. Die Verwaltung soll mit der Ausarbeitung eines weitergehenden Konzeptes für den Klimaschutz in Gladbeck beauftragt werden. Die Entscheidung darüber trifft letztlich der Rat der Stadt Gladbeck in seiner Sitzung am 6. Juni.

Beginndatum
05.06.2019


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