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Titel
Schrottimmobilien: Viele Erfolge, Herausforderungen bleiben
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Einleitung
Das Thema „Schrottimmobilien“ beschäftigt viele Städte, nicht nur im Ruhrgebiet. Im Vergleich zu den benachbarten Großstädten gibt es in Gladbeck zwar nur wenige dieser „Problemimmobilien“, sie haben aber in den meisten Fällen aufgrund ihrer Größe oder Lage eine besondere Bedeutung.
Haupttext

In den letzten Jahren konnten viele gute Lösungen gefunden werden. Bürgermeister Ulrich Roland: „Wir haben in der Vergangenheit mit Hochdruck daran gearbeitet, Probleme zu lösen und neue, attraktive Stadtentwicklung zu betreiben. Wir bauen damit eine neue Stadt. Hierfür sind wir den Investoren dankbar, sie investieren viele Millionen Euro in unsere Stadt“

Zu den gelösten Fällen gehört an besonders herausragender Stelle das ehemalige Hertie-Haus direkt am Rathaus. Hier wird nach Abriss und Neubau im Juni „Hoch10“ eröffnen, das sich gut in die neugestaltete Innenstadt einfügt und eine Bereicherung des Geschäftslebens sein wird.

Auch an anderen Stellen gibt es Erfolge. Beispiele: Am Markt ist anstelle der P&C-Immobilie ein moderner Wohn- und Geschäftskomplex entstanden, am Roten Turm wird längst citynah gewohnt, der Lützenkamp auf dem Rosenhügel ist saniert worden, der Baubeginn auf dem ehemaligen Lueg-Gelände steht bevor. Besonders auffällig ist der Wandel derzeit in Zweckel: Hier wird die baufällige Schlägel- und Eisen-Siedlung abgerissen und macht Platz für Wohnungen und ein Seniorenwohnheim.

Trotz dieser Erfolge gibt es noch drei Immobilien, die Sorge bereiten:

Der Erlenkrug in Gladbeck Ost. Seit über 10 Jahren tut sich hier nichts, obwohl es mehrere Kaufinteressenten gibt und der Eigentümer seit Jahren eine Baugenehmigung vorliegen hatte.

Das ehemalige Möbelhaus Tacke. Die Stadtverwaltung hat den Eigentümer intensiv unterstützt, um dort Wohnraum zu schaffen. Das Land hat dazu erhebliche Wohnbauförderungsmittel zugesagt, Baugenehmigungen für mehrere Mehrfamilienhäuser liegen seit Anfang 2018 vor. Leider wurde im Herbst 2018 das Grundstück dann überraschend weiterverkauft!

Der neue Eigentümer will – soweit bekannt - die ehemalige Tacke-Fläche allerdings nicht selbst entwickeln. Sie wird auf dem Immobilienmarkt offensiv angeboten. Die Stadt hat auch schon mehrere Beratungsgespräche über eine Neubebauung mit Kaufinteressenten geführt. Offensichtlich scheitert die weitere Entwicklung an zu hohen Kaufpreisvorstellungen des jetzigen Eigentümers.

Die Schwechater Straße 38. Die Stadt hat in einem aufwändigen, deutschlandweit beachteten Verfahren ein „Rückbaugebot“ erlassen. Problematisch sind die sehr hohen Abrisskosten von ca. 5 Mio. Euro. Hier gibt es Fortschritte: das Land NRW hat Fördermittel von 1,7 Millionen Euro zugesagt! Aktuell führt die Stadt konkrete Abstimmungsgespräche mit einem erfahrenen Investor, der nach Abriss ein Nahversorgungszentrum errichten möchte. Fest steht, dass auch die Stadt Gladbeck sich an den Abrisskosten beteiligen muss. Zurzeit wird eine Lösung abgestimmt, die dem Rat der Stadt möglichst noch vor der Sommerpause vorgelegt werden soll.

Bürgermeister Ulrich Roland: „Wir verstehen, dass viele Bürgerinnen und Bürger verärgert sind und die sofortige Beseitigung der Schrottimmobilien fordern. Die rechtlichen Möglichkeiten für ein Einschreiten durch die Stadt sind aber leider sehr begrenzt. Schließlich ist die Stadt nicht Eigentümerin der Grundstücke!“

Beginndatum
01.05.2019


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