Fragen und Antworten

Wer entscheidet, wie viele Flüchtlinge nach Gladbeck kommen?
Wie viele Flüchtlinge die Bundesländer und ihre Kommunen aufnehmen müssen, regelt das Flüchtlingsaufnahmegesetz. Die Zahlen werden nach dem „Königsteiner Schlüssel" ermittelt. Dieser berücksichtigt die Einwohnerzahl und das Steueraufkommen, um Lasten angemessen zu verteilen.

Woher kommen die Flüchtlinge, die aktuell Schutz in Gladbeck suchen?
Viele Menschen kommen aus Syrien, Irak und Afghanistan und afrikanischen Staaten wie Somalia und Eritrea.

Wie viele Flüchtlinge leben derzeit in Gladbeck?
Ca. 1200 Menschen sind derzeit in Gladbeck.

Wie lange bleiben die geflüchteten Menschen in Gladbeck?
Das lässt sich nicht genau sagen, da es von einer Vielzahl von Bedingungen abhängig ist. Wer derzeit in einer Notunterkunft untergebracht ist, bleibt in der Regel nicht länger als maximal drei Monate. Danach erfolgt die Verteilung auf die Gemeinden.

Wie werden die in der Stadt lebenden Flüchtlinge betreut?
Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten sind oft traumatisiert, leben von ihren Familien getrennt oder haben Freundinnen und Freunde verloren. Sie müssen sich in einer für sie völlig fremden Welt zurechtfinden. Um eine Integration zu ermöglichen, müssen die Menschen materiell auf einem Mindestniveau versorgt sein, die Sprache lernen, ihre Kinder zur Schule oder in eine Kindertageseinrichtung gehen und vieles mehr. Ohne professionelle Hilfe geht das nicht. Dafür sorgen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit den Wohlfahrtsverbänden und Kirchen.

Wer trägt die Kosten für die Aufnahme und Integration der Flüchtlinge?
Nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz sind die Gemeinden verpflichtet, in ausreichender Zahl Unterkünfte für neu zugewiesene Flüchtlinge bereitzuhalten. Über einen Zuweisungsschlüssel wird eine pauschale Geldsumme errechnet, die das Land den Kommunen auszahlt.

Wie wird die schulische Integration der Flüchtlingskinder umgesetzt?
Sobald Flüchtlingskinder einer Gemeinde zugewiesen sind und solange ihr Aufenthalt gestattet ist, unterliegen sie der Schulpflicht bzw. haben einen Anspruch auf einen Kindergartenplatz im Rahmen der gesetzlichen Regelungen. In Grundschulen und in den Vorbereitungs- oder Seiteneinsteigerklassen der weiterführenden Schulen steht das Erlernen der deutschen Sprache im Mittelpunkt. In der Regel nach einem Jahr sollen die Kinder soweit sein, dass sie in normalen Regelklassen unterrichtet werden können. Derzeit gibt es vier Seiteneinsteigerklassen, zwei weitere sind in Planung.

Welche gesundheitliche Versorgung gibt es für Flüchtlinge?
Ab dem 1. Januar 2017 wird auf Beschluss des Rates der Stadt Gladbeck eine elektronische Gesundheitskarte in Gladbeck eingeführt. Dadurch ist eine medizinische Grundversorgung gesichert.

Dürfen Flüchtlinge arbeiten?
Flüchtlinge, die im Besitz einer Aufenthaltserlaubnis sind, dürfen grundsätzlich arbeiten. Flüchtlinge, die sich in einem Asylverfahren befinden, dürfen in den ersten drei Monaten ihres Aufenthalts in Deutschland nicht arbeiten. Auch Flüchtlinge, die im Besitz einer Duldung sind, dürfen in den ersten drei Monaten ihres Aufenthalts in Deutschland nicht arbeiten. Danach kann eine Arbeit aufgenommen werden, wenn die Bundesagentur für Arbeit - nach Durchführung der Vorrangprüfung - der Arbeitsaufnahme zustimmt. Nach 15 Monaten entfällt die Vorrangprüfung, die Zustimmung zur Arbeitsaufnahme erfolgt dennoch durch die Agentur für Arbeit. Bei Personen, deren Asylantrag abgelehnt wurde und die sich im Besitz einer Duldung befinden, muss die Ausländerbehörde zudem u. a. prüfen, ob aufenthaltsbeendende Maßnahmen bei ihm aus Gründen, die er selbst zu vertreten hat, nicht vollzogen werden können. Dann darf eine Arbeitserlaubnis nicht erteilt werden.

Welche Leistungen erhalten Flüchtlinge:
Asylsuchende erhalten, was sie für das tägliche Leben brauchen. Das Asylbewerberleistungsgesetz regelt ihre Versorgung. Folgende Leistungen sind vorgesehen:
- Grundleistungen für Ernährung, Unterkunft, Heizung, Kleidung, Gesundheits- und Körperpflege, Gebrauchs- und Verbrauchsgüter im Haushalt.
- Taschengeld für persönliche Bedürfnisse im Alltag.
- Leistungen bei Krankheit, Schwangerschaft und Geburt, bei besonderen Umständen auch weitere Leistungen, die vom Einzelfall abhängen.
- Die medizinische Versorgung ist bundesgesetzlich auch im Asylbewerberleistungsgesetz geregelt.
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