Liebe Gladbeckerinnen und Gladbecker,

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

liebe Gäste,

herzlich willkommen in unserer Mathias-Jakobs-Stadthalle!


Für die Wirtschaft begrüße ich

den Vorsitzenden des Vereins zur Förderung der Gladbecker Wirtschaft

und den Vorsitzenden des Einzelhandelsverbandes Gladbeck,

Herrn Ulrich Marl

und

Herrn Georg Hahne!

Ein Willkommen gilt auch unseren Abgeordneten aus Bund und Land, aus Berlin und Düsseldorf:
  • Michael Gerdes und
  • Michael Hübner.
2019 – was für ein Jahr!


Das 100-jährige Stadtjubiläum hat uns das ganze Jahr über bewegt!
 

Gerade konnten wir noch einmal einige fröhliche Augenblicke im Schnelldurchlauf erleben.


Ich verbinde mit diesem Jahr ein großes Gefühl

der Zusammengehörigkeit,

der Verbundenheit mit unserer Stadt,

das Gefühl, stolz auf das Erreichte zu sein,

viele zugewandte und optimistische Menschen,

Lachen und Fröhlichkeit!


Möge uns dieses Gefühl,

dieser Optimismus auch in der Zukunft tragen!

Mein Dank gilt heute den vielen Menschen,

auch unter Ihnen, liebe Gäste,

die dieses Jahr so besonders gemacht haben.


Der Dank gilt auch meinen Kolleginnen und Kollegen von der Stadtverwaltung,

die mit ganz viel Herzblut bei der Sache waren.


Allein 14 Jubiläumsveranstaltungen fanden hier in der Stadthalle statt,

organisiert und unterstützt von einer tollen Mannschaft,

mit Spaß und riesigem Einsatz.

 

Euch, dem Team unserer Mathias-Jakobs- Stadthalle,

einen herzlichen Dank dafür,

und natürlich auch für Euren Einsatz heute:


Und das ist jetzt Euer Applaus!


Ja, 2019 werden wir nicht so schnell vergessen!


Wir haben im Jubiläumsjahr zurückgeschaut,

auf uns und unsere 100-jährige Stadtgeschichte:
  • Auf Bergbau und Kohle,
  • auf Stadtwerdung und Glabotki,
  • auf 100 Jahre Stadt und 1000 Jahre Geschichte.

Wir haben aber ebenso in die Zukunft geschaut.
 
Und:

Wir haben auch das Hier und Jetzt gefeiert!


Liebe Gäste,


dies ist der letzte Neujahrsempfang,

zu dem ich als Bürgermeister eingeladen habe.


Mit Blick auf mein Geburtsdatum wird nach 16 Jahren ab dem 1. November jemand anderes das Amt ausüben.

Noch ist für mich aber nicht die Zeit,

um Abschiedsreden zu halten.
 

Denn,

bis zum Ende meiner Wahlzeit,

bis zum 31. Oktober 2020,

werde ich das Amt des Bürgermeisters mit Herzblut und ganzem Engagement ausüben.

Trotzdem ist heute auch der Tag,

um eine kleine Bilanz zu ziehen:

Vieles hat sich in Gladbeck positiv verändert!


Vor 15 Jahren, es war der 11. Oktober 2004,

da begann die Arbeit des neuen Rates und des neuen Bürgermeisters.


Wie war die Situation damals?
 

Die Stadt schien hoffnungslos verschuldet,

der Haushalt seit über 10 Jahren nicht ausgeglichen!

Die GWG, unsere Wohnungsgesellschaft,

sollte verkauft werden.
 

Unser „Tafelsilber“,

dazu zählten auch die städtischen Wohn-Immobilien und die RWW-Aktien,

war fast komplett „verfrühstückt“,

und das zur Deckung laufender Ausgaben!

Wichtige Immobilien in der Stadt waren dabei,

leerzulaufen oder standen bereits leer:
  • Schwechater Straße 38,
  • Möbelhaus Tacke,
  • Erlenkrug,
  • der alte Schlachthof,
  • die frühere Poststation …
und viele andere Immobilien waren Ruinen oder standen kurz vor dem wirtschaftlichen Kollaps.

Alles „Erbstücke“ für Stadtgesellschaft, neuen Rat und Bürgermeister!


Nun ist es aber nicht unsere Aufgabe,

die Verhältnisse zu beklagen,

sondern sie zu gestalten!
 

Heute sind die meisten Schrottimmobilien,

zusammen mit privaten Investoren,

entweder flott gemacht

oder abgerissen und neugebaut.

Ja, weiterhin extrem schwierig ist das Thema „Schwechater Straße 38“.


Und dies trotz umfangreicher Hilfezusagen von Land und Stadt in Höhe von fast 3 Mio. Euro.


Selbstverständlich stehen wir im Tageskontakt mit Investoren und Eigentümern,

um das Projekt voranzutreiben.


Problem weiterhin:

Über 240 Grundbucheintragungen,

die die Abwicklung komplizieren und verzögern!


Was in dieser Situation sicherlich nicht hilft:

Druck auf die Investoren auszuüben,

so wie wir es heute im Lokalteil lesen konnten.

Ich denke, jeder im Saal kann das nachvollziehen:

Oder würden Sie sich von der Kommunalpolitik treiben lassen wollen,

wenn es um Ihre unternehmerischen Entscheidungen geht?!


Oder um es mit dem Schalker Sport-Vorstand
Jochen Schneider zu sagen:

 

„Wir werden es dann verkünden,

wenn es etwas zu verkünden gibt!“


Meine Damen und Herren,


2012 haben wir uns für den Stärkungspakt entschieden,

um den Haushalt wieder auf Kurs zu bringen.

 

Seitdem haben wir acht Jahre erfolgreich hinter uns gebracht,

haben dabei die Bürger im gesamten Kreis Reckling-hausen am geringsten belastet.

Daher sind wir heute ein kleines Grundsteuerparadies,

bezahlen fast 50 € pro Kopf weniger als der Landesdurchschnitt.


Trotzdem konnten wir am 12. Dezember 2019,

zum dritten Mal in Folge nach 1991,

einen ausgeglichenen Haushalt beschließen,

damit unsere Handlungsfähigkeit bewahren.


Wir haben Gladbeck seit 2004 verändert,

Stück für Stück modernisiert,

Wohngebiete neu erschlossen,

bestehende Unternehmen unterstützt oder neu angesiedelt,

·         stellvertretend sei Lenord und Bauer als größte Ansiedlung der letzten Jahrzehnte genannt,

haben unsere Stadt einer sich verändernden Gesellschaft angepasst.


Hierfür haben wir die Stadtverwaltung grundlegend umgebaut, modernisiert!


Wir haben aber nicht nur in Steine,

Straßen und Gebäude investiert,

sondern auch den Zusammenhalt gestärkt.


Seit über zehn Jahren gibt es ein deutliches Mehr an Miteinander und Gemeinschaft:

„Umsonst & Draußen“ mit Rainer Migenda,

das Fest am Ende der Sommerferien hat inzwischen Kultstatus.

Ob Ehejubilare oder Neubürger,

ob Senioren oder Kinder,

Vereine oder Gewerkschafter,

Sportler oder Künstler:

Nie zuvor waren so viele unterschiedliche Gruppen im Rathaus willkommen!


Familien fühlen sich in Gladbeck wohl,

das haben sie uns in drei Familienberichten bestätigt!


Und:

Nie zuvor gab es so viele Kontakte zwischen dem Bürgermeisterbüro und den Gladbeckerinnen und Gladbeckern!
 

Waren es 2003 lediglich 80 Kontakte,

so gibt es inzwischen eine unglaublich vielfältige Bürgerbeteiligung:


2019 erreichten uns über unsere Melde-App oder „analog“ fast 2300 Menschen mit ihren Anliegen!
 

Noch mehr Bürgernähe geht kaum noch!


Ja, wir haben eine neue Stadt gebaut –

sind damit aber noch lange nicht fertig.

 
Denn bei der Stadtentwicklung gilt:

„Stets auf dem Weg und niemals am Ziel!“
 

Und so geht´s weiter:

Stichworte „Sportpark Mottbruch“ und

das neue Heisenberg-Gymnasium,

der größte Schulneubau der letzten Jahrzehnte!


Aber auch:

millionenschwere Investitionen in Kitas und Schulen,

„Innovation City“ und eine klimagerechte Stadt,

den sozialen Arbeitsmarkt und die Aufstockung des Kommunalen Ordnungsdienstes,

Investitionen in Sicherheit und Ordnung.


Dazu gehört natürlich auch das Großprojekt A52:


Durch den Tunnel wird unsere Stadt wieder zusammenwachsen,

können wir ein völlig neues Quartier,

so groß wie unsere Innenstadt, neu entwickeln!

 

Das ist im Ruhrgebiet,

für unsere dichtbesiedelte Stadt,

eine einzigartige Chance!


Und weil immer noch – oder schon wieder – der ein oder andere verlangt,

wir sollen Autobahnbau stoppen – hier die Fakten:


1.     Der Bundestag – nicht die Stadt Gladbeck – entscheidet über den Bau einer Bundes-Autobahn.
 
2.     Der Bedarf ist geprüft, im Bundesverkehrswegeplan 2030 bindend festgeschrieben.

3.     Die Stadt Gladbeck ist nicht Bauherrin!


Aber: Unsere Aufgabe ist es, das Beste für unsere Stadt herauszuholen –

nämlich den Tunnel zu sichern.

Allen muss klar sein:

Sonst kommt der offene Ausbau!

Und genau das wollen wir, das müssen wir verhindern!

 

Auch für unsere Kinder,

für all die jungen Gladbeckerinnen und Gladbecker,

die auch in den kommenden Jahrzehnten in Gladbeck zuhause sein werden.

 

Junge Menschen wie Achmed und Melis,

die den Neujahrsempfang im vergangenen Jahr so erfrischend moderiert haben.

 

Und junge Menschen wie Lea und Laurena:

Von ihnen werden wir gleich hören,

was für junge Menschen „Mein Gladbeck“ bedeutet.


Meine sehr geehrten Damen und Herren,

liebe Gäste,
 

in den vergangenen 16 Jahren haben wir unser Glück selbst in die Hand genommen,

unsere Stadt weiterentwickelt.


Ganz im Sinne von Willy Brandt, der sagte:

„Der beste Weg,

die Zukunft vorauszusagen,

ist, sie zu gestalten!“

 

Alles Gute Ihnen persönlich,

alles Gute, auch für die Zukunft unserer

Heimat Gladbeck!

 

Glückauf!

Herzlichst
Ihr

 

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