Das Projekt "Stolpersteine in Gladbeck"

Das Bild zeigt einen Stolperstein

"Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist". Mit dieser Überzeugung hat der Kölner Künstler Günter Demnig inzwischen an 1000 Orten in Deutschland und 15 weiteren Ländern Europas über 42500 "Stolpersteine" verlegt. Die kleinen mit Messing beschlagenen Steine tragen den Namen, die Lebensdaten und das weitere Schicksal des Menschen, der einst in dem Haus wohnte, an dem der Stein verlegt wird.

Seit 1993 arbeitet Demnig an dem Projekt "Stolpersteine", das die Erinnerung an die während der Nationalsozialistischen Diktatur vertriebenen, verfolgten und ermordeten Juden, Sinti und Roma, politischen Widerständler, Homosexuellen, Zeugen Jehovas und Euthanasieopfer lebendig erhalten soll.

Sein Ziel ist es, dass Menschen über die Messingsteine "stolpern" und völlig unvorbereitet in ihrem Alltag mit den Schicksalen von Verfolgten aus der NS-Zeit konfrontiert werden. Viele entdecken die Steine denn auch eher zufällig und realisieren teilweise erst durch sie, dass in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft Deportation und Vernichtung stattfanden.

Die Stolpersteine geben diesen Menschen ihren Namen, ihre Würde, ihre Geschichte zurück. In unserer Stadt erinnert das Gladbecker Bündnis für Courage seit 2009 mit der ersten Verlegung von Stolpersteinen an diese Menschen, die Opfer des nationalsozialistischen, grausamen Terrorregimes wurden. Inzwischen liegen in Gladbeck 70 Stolpersteine.

Besonders stolz ist das Bündnis auf die Schülerinnen und Schüler von 10 Gladbecker Schulen, die mit ihren Lehrerinnen und Lehrern intensive Recherchen durchgeführt haben, um die Schicksale der Menschen herauszufinden.

Neben den Schülerinnen und Schülern haben sich auch Studiendirektor a.D. Manfred Samen, Pfarrerin Reile Hildebrandt-Junge-Wentrup, Schulleiter a.D. Robert Stratmann, Lehrerin Christel Roll und Gewerkschaftler Roger Kreft auf Spurensuche begeben. Eine besondere Anerkennung gilt der Pfarrerin Reile Hildebrandt-Junge-Wentrup. Sie hat in Gladbeck diese Form der Erinnerungskultur auf den Weg gebracht und führt sie mit viel Engagement weiter.

Ausführliche Informationen zu den Recherchen, Dokumentation der Verlegung etc. sind in den Gedenkheften "Spurensuche - Stolpersteine in Gladbeck" 2009 und 2010 zu finden- "Spurensuche- Stolpersteine in Gladbeck" 2012 ist in Kürze fertiggestellt. (zu erhalten beim Gladbecker Bündnis für Courage, Pfarrerin Reile Hildebrandt-Junge-Wentrup)

Hier geht es zu den Standorten der Stolpersteine

Die Paten der Stolpersteine:

  • Anne-Frank-Realschule
  • Elsa-Brändström-Schule
  • Erich-Fried-Schule
  • Erich Kästner Realschule
  • Heisenberggymnasium
  • Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule 
  • Ratsgymnasium
  • Roßheideschule
  • Riesener Gymnasium
  • Werner von Siemens Realschule
  • Christel Roll, Lehrerin an der Roßheideschule
  • Studiendirektor a.D. Manfred Samen
  • Evangelische Kirchengemeinde
  • Zeugen Jehovas
  • DKP Gladbeck
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