Familienfreundliche Gestaltung der Fußgängerzone

Die Innenstadt ist die lebendige Mitte der Stadt. Sie ist nicht nur ein wichtiger Versorgungsstandort, sondern bietet auch Raum für Veranstaltungen und ist ein wichtiger Wohnstandort. Damit das so bleibt, soll die Fußgängerzone insgesamt attraktiver gestaltet werden. Unter dem übergeordneten Leitbild der "Familienfreundlichkeit" soll daher der öffentliche Raum aufgewertet werden.

Familienfreundlich heißt in diesem Zusammenhang, dass für alle Altersklassen, Geschlechter und Interessenslagen Angebote vorgesehen werden. Die Innenstadt soll als Einkaufsbereich mit öffentlichen und privaten Attraktionen, wie Spielgelegenheiten und Außengastronomien, so ausgestaltet werden, dass sie zum Bummeln und Verweilen einlädt.

Es sollen auch Treffpunkte entstehen, an denen nichts verzehrt werden muss. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Ausgestaltung von Treffpunkten und Ruhebereichen für ältere Menschen und für Jugendliche gerichtet, die sich gerne im Zentrum des Geschehens aufhalten. Darüber hinaus sollen aber natürlich auch die Wünsche der Gastronomie und der Geschäfte berücksichtigt werden.

Der Auftrag für die Freiraumplanung der Fußgängerzone ist Anfang 2012 an das Planungsbüro RMP Landschaftsarchitekten aus Bonn vergeben worden. Nachdem das Büro eine umfangreiche Bestandsaufnahme vor Ort vorgenommen hat, haben die Planer einen Vorentwurf in enger Zusammenarbeit mit den Ämtern der Stadtverwaltung erstellt. Der Vorentwurf wurde im September 2012 im Innenstadtausschuss vorgestellt.

Für die "Familienfreundliche Gestaltung der Innenstadt" sind insgesamt rund 3,7 Mio. EUR veranschlagt. Die Bezirksregierung Münster hat für diese baulich und finanziell umfangreichste Maßnahme des Projekts Stadtmitte Gladbeck bereits rund 2,5 Mio. EUR bewilligt, die bis 2015 "verbaut" werden sollen.

Das Bild zeigt die Innenstadt

Beteiligung zum Vorentwurf
Zur ersten Stadtkonferenz waren am 14. November 2012 waren alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, um sich über den Vorentwurf zur Umgestaltung der Fußgängerzone zu informieren und ihre Anregungen und Bedenken mit den Planern der Stadt Gladbeck und dem Quartiersmanagement zu diskutieren. Rund 100 Bürgerinnen und Bürger folgten dieser Einladung und sorgten für ein volles Fritz-Lange-Haus.

Anhand einer Bilderreise durch die Gladbecker Innenstadt führte Stadtplanungsamtsleiter Hendrik Trappmann in das Gesamtprojekt ein. Im Anschluss daran stellten die Landschaftsarchitekten vom Planungsbüro RMP den Vorentwurf vor. Der Vorentwurf gibt die Struktur für die künftige Gestaltung vor und orientiert sich dabei aber an den bestehenden Rahmenbedingungen.

Dazu gehören erforderliche Zufahrten für die Feuerwehr oder zum Beispiel der Verlauf von Leitungen für die Ver- und Entsorgung. Im Anschluss an die offizielle Vorstellung des Vorentwurfs, wurde in einem Informations- und Ideenbasar an drei Themenständen anhand von Leitfragen gemeinsam rege diskutiert. Dabei konnten die Besucher rotieren, so dass sie die Möglichkeiten hatten, an den drei Themenständen zu den jeweiligen Teilräumen ihre Anregungen und Ideen zu äußern.

Am ersten Themenstand stand die Hochstraße als das Herz der Gladbecker Innenstadt im Mittelpunkt der Diskussion, am Themenstand zwei die Hosterstraße mit dem Kirchplatz an der St. Lambertikirche, während am dritten Themenstand die wichtigsten Plätze und Zugänge in die Innenstadt (Marktplatz, Goetheplatz, Willy-Brandt-Platz, Schillerstraße) in ihrer Funktion und Gestaltung betrachtet wurden.

Die Zielsetzung des Vorentwurfs ist es, die wichtigsten Einkaufsstraßen der Innenstadt so aufzuwerten, dass sie langfristig sowohl für die Kundschaft, wie auch die Gäste der zahlreichen gastronomischen Einrichtungen und der Bewohnerschaft vielfältig nutzbar und erlebbar sind.

Dazu wurde im Vorentwurf eine Grundstruktur gewählt, die sich im wesentlichen an der heutigen Struktur orientiert: In der Mitte der Hochstraße und der Horster Straße soll ein Multifunktionsband entstehen, wo die zahlreichen Nutzungen wie Außengastronomie, Spielen, Sitzen und Verweilen, Verkauf aber auch Fläche z.B. für Marktstände positioniert sind. Flankiert wird dieses Band von breiten Laufwegen, die zum Flanieren einladen.

Ingesamt wurde der Vorentwurf von der Bürgerschaft positiv aufgenommen und als gelungen bewertet. Wichtig ist, dass die vorgesehene Zonierung der Fußgängerzone genug Flexibilität für die Durchführung von Märkten und Festen bietet, damit auch weiterhin traditionsreiche Gladbecker Veranstaltungen wie das Maifest, das Appeltatenfest und der Nikolausmarkt stattfinden können.

Lebhaft diskutiert wurden auch die möglichen Positionierungen und die Gestaltung der sogenannten Eingangstore in die Innenstadt. Gewünscht wird eine ausreichende Größe der Tore, um eine einladende Wirkung der Fußgängerzone zu erreichen. Darüber hinaus wurde die Gestaltung der Plätze und Kreuzungen mit Kreisstrukturen als eine Metapher für Wassertropfen gelesen.

Diese Sichtweise lehnt auch an die Namensgebung der Stadt an. Der Name Gladbeck leitet sich von dem Namen des Flüsschens Gladebecke ab, die einst entlang der Lambertistraße verlief. Anknüpfend an die Stadtteilkonferenz hatten interessierte Bürger und Bürgerinnen in drei Stadtspaziergängen am 21. November 2012 und am 24.November 2012 die Gelegenheit sich selbst vor Ort ein Bild zu machen.

Planungsamtleiter Henrik Trappmann, der stellvertretende Amtsleiter Thomas Ide sowie Axel Alesiani von RMP führten die Gruppen von jeweils ca. 15 Personen durch die Gladbecker Innenstadt. Anhand von elf Standorten führten die Spaziergänge über den Marktplatz, durch die Horster Straße und Hochstraße hin zum Rathaus.

Die Stadtspaziergänge boten eine Möglichkeit zum persönlichen und intensiven Austausch mit den städtischen Planern direkt vor Ort, die gut angekommen wurden.In angeregter und lebhafter Atmosphäre wurde die Zukunft der Gladbecker Innenstadt besprochen, aus der die Planer und das Quartiersmanagement weitere zahlreiche Anregungen und Ideen mitnehmen konnten.

In den folgenden Verfahrensschritten arbeitet die Stadtverwatung nun mit dem Planungsbüro RMP an der weiteren Ausarbeitung des Entwurfs. Dabei wird es dann um die konkrete Gestaltung der einzelnen Teilräume gehen. Selbstverständlich wird es auch dazu wieder die Möglichkeit der Beteiligung geben.

Veranstaltungskalender

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