Aufwertung und Umgestaltung des Willy-Brandt-Platzes

Der Willy-Brandt-Platz ist der zentrale und schönste Platz unserer Stadt. Er ist wichtigster Veranstaltungsort, repräsentativer Vorplatz des Gladbecker Rathauses und Eingangstor zu unserer neu gestalteten Fußgängerzone. Vor der Kulisse aus Altem und Neuem Rathaus, den umliegenden Gebäudefassaden und dem neuen HOCH10 bietet der Platz bereits heute tolle Qualitäten, aber zugleich besteht auch Erneuerungsbedarf.

Im 2015 beschlossenen fortgeschriebenen "Integrierten Handlungskonzept für eine familienfreundliche Stadtmitte“ ist für den Willy-Brandt-Platz eine Aufwertung vorgesehen, um dessen Attraktivität auch für die nächsten Jahrzehnte zu sichern. Die Umgestaltung dieses zentralen Platzes ist ein weiterer wichtiger Baustein im Rahmen des Projektes Stadtmitte.


Luftbild mit Geltungsbereich

Luftbild mit Abgrenzung des Plangebietes (Quelle: Kreis Recklinghausen)


Warum wird der Platz umgestaltet?

Die aktuelle Platzgestaltung wurde Anfang der 1990er Jahre hergestellt, als die bis dahin hochfrequentierte Friedrich-Ebert-Straße sowie ein Abschnitt der Bottroper Straße als verkehrsberuhigter Bereich im Sinne des "Shared-space-Konzepts“ umgebaut und die Durchfahrt eingeschränkt wurde. Eine erneute Aufwertung erfuhr der Platz mit der Fertigstellung des Neuen Rathauses im Jahr 2006, durch die eine ansprechende Fassung des Platzes gelang.

Bedingt durch die intensive Nutzung zeigen sich zunehmend bauliche Mängel und Abnutzungserscheinungen, die perspektivisch eine "auffrischende“ Erneuerung des Platzes notwendig machen. Dem Erneuerungsbedarf der Oberflächen wurde am nördlichen Platzrand 2017 mit einer provisorischen Asphaltdecke begegnet, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Aufgrund der Neugestaltung der Fußgängerzone und Anpassungsarbeiten an den Fahrtrassen ist keine durchgängige Gestaltung des öffentlichen Raums mehr vorhanden. Problematisch ist hierbei auch der nahtlose Übergang der Flächen für die Außengastronomie an der Nordseite des Platzes. Die ansässigen Gastronomiebetriebe grenzen ihre Außenbereiche durch unterschiedliches Stadtmobiliar von der südlich verlaufenden Busspur ab. Im Sinne einer hochwertigen Gestaltung der Innenstadt sollte hier auf ein einheitliches und attraktives Erscheinungsbild hingewirkt werden.

Mit der im Juni 2019 erfolgten Fertigstellung des neuen Geschäftshauses HOCH10 entsteht ein Anpassungsbedarf in der Gestaltung der Friedrich-Ebert-Straße. Es gibt zusätzliche Laufwege und Nutzerfrequenzen von Fußgängerinnen und Fußgängern und eine Neugestaltung der Vorzone des Geschäftshauses wird notwendig, zumal nun auch vier Eingänge aus dem HOCH10 zur Friedrich-Ebert-Straße weisen.

Aufgrund der Bedeutung des Platzes für Freiluftveranstaltungen nimmt zudem die Sicherung des Platzraums gegen Terroranschläge mittels anfahrender Kraftfahrzeuge einen besonderen Stellenwert ein. Heute werden wichtige Veranstaltungen mit mobilen Sperren gesichert. Angestrebt wird eine gestalterisch integrierte dauerhafte bauliche Sicherung des Platzes.


Welche Ziele werden mit der Planung verfolgt?

Der Willy‐Brandt‐Platz soll im Sinne des etablierten Konzepts gestalterisch und funktional aufgewertet werden. Auch die verkehrlichen Funktionen des Platzes sind entsprechend zu berücksichtigen. Die Umgestaltung erfolgt insbesondere unter Berücksichtigung der Aspekte Familienfreundlichkeit, Barrierefreiheit, Sicherheit und Aufenthaltsqualität.

Zu den vorrangigen Planungszielen zählen:

  • Sicherung und weitere Erhöhung der Aufenthaltsqualität und der Nutzungsmöglichkeiten im Sinne einer "familienfreundlichen Stadtmitte“
  • attraktive Gestaltung der Übergänge (zwischen Altem und Neuem Rathaus, in die Fußgängerzone, zu HOCH10 und in die angrenzenden Straßenräume)
  • Sicherung der Verkehrsfunktionen
  • Anpassung der Fahrtrassen an der Bottroper Straße, Postallee und Friedrich‐Ebert‐Straße in Bezug auf die Materialwahl und den Aufbau mit einer hohen Haltbarkeit und Widerstandsfähigkeit für die Belastung durch den Busverkehr
  • Aufwertung der Vorbereiche des Alten und Neuen Rathauses inkl. des Stadtmobiliars (Treppen, Baumscheiben, Bänke)
  • Berücksichtigung der Funktion als zentraler Veranstaltungsort inkl. der sicherheitstechnischen Ertüchtigung und der Erfüllung der technischen Anforderungen
  • gestalterisch eingebundene Barrierefreiheit des Platzes und Fortführung des Behinderten‐Leitsystems aus der Fußgängerzone bis zum Alten und Neuen Rathaus
  • gestalterische und funktionale Aufwertung der Außengastronomieflächen am nördlichen Platzrand mit freiraumplanerischen Elementen unter Beachtung der Vereinbarkeit mit dem Fahrverkehr
  • Einplanen von ausreichend Radabstellanlagen

Was ist bisher passiert?

Zum Auftakt der Maßnahme hat von Mai bis September 2018 ein Workshopverfahren - auch unter Beteiligung der Öffentlichkeit - stattgefunden. In einem überaus kommunikativen und konstruktiven Prozess haben drei Planungsteams mit viel Kreativität und Engagement erste Entwürfe für die zukünftige Gestaltung des Platzes erarbeitet, die dann von einer Jury beurteilt wurden.

Das Büro FSWLA Landschaftsarchitektur GmbH hat in Zusammenarbeit mit dem Büro Lindschulte + Kloppe Ingenieurgesellschaft mit seinem Entwurf am meisten überzeugt und ist mit einstimmigem Jury-Votum als Sieger aus dem Verfahren hervorgegangen.


Visualisierung des umgestalteten Willy-Brandt-Platzes

Visualisierung des umgestalteten Willy-Brandt-Platzes (Quelle: FSWLA Landschaftsarchitektur mit Lindschulte + Kloppe Ingenieurgesellschaft)

Eine Broschüre des Workshopverfahrens mit der Aufgabenstellung und den einzelnen Beiträgen der drei Teilnehmer finden sie hier.


Wie geht es weiter?

Auf der Grundlage des Siegerbeitrags aus dem Workshopverfahren wird zurzeit die Planung durch das Büro FSWLA Landschaftsarchitektur GmbH gemeinsam mit dem Büro Lindschulte + Kloppe Ingenieurgesellschaft weiter ausgearbeitet. Auf Basis der Entwurfsplanung sollen dann Städtebaufördermittel für die Planungskosten und die Umbaukosten beantragt werden.

Veranstaltungskalender

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