Frühwarnsystem zum Schutze der Bevölkerung

Mit dem Ende des Kalten Krieges stellte der Bund die Wartung und Pflege der Sirenen ein, die im Ernstfall die Bevölkerung vor Kriegen oder Katastrophen warnen sollten. Nachdem die Warnsysteme an die Länder, Kreise und Städte übergeben wurden, wurden sie zum größten Teil abgebaut - auch in Gladbeck.

Das Frühwarnsystem zum Schutz der Bevölkerung bei Großschaden- und Katastrophenfällen wird nun in NRW und somit auch in Gladbeck wieder aufgebaut. In Kooperation mit Gladbecker Unternehmen installieren die Feuerwehr und die Stadtverwaltung ein neues flächendeckendes Warnsystem. Die Umsetzung erfolgt in mehreren Abschnitten.

Die ersten zwei Sirenen wurden im vergangenen Jahr auf dem Werksgelände der INEOS Phenol GmbH und an einem Flutlichtmast auf der städtischen Sportanlage an der Dorstener Straße installiert und in Betrieb genommen. Nun folgen zwei weitere Sirenen auf dem Gebäude der Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule in Rentfort-Nord und auf der ehemaligen Käthe-Kollwitz-Schule an der Woorthstraße in Schultendorf.

Damit ist der komplette Norden der Stadt über das Warnsystem abgedeckt. Nach und nach werden bis 2019 im gesamten Stadtgebiet auf öffentlichen Gebäuden, aber auch auf Firmengebäuden, weitere Sirenen angebracht.

Die Anlage an der INEOS Phenol in Zweckel kann neben der Aktivierung durch die öffentliche Feuerwehr auch von der Werkfeuerwehr betrieben werden. Somit ist, wie in der Vergangenheit, eine rechtzeitige Warnung der Bevölkerung sichergestellt. Um die Funktionstüchtigkeit der Sirenen und damit ihre Sicherheit garantieren zu können, werden diese zukünftig nach vorheriger Ankündigung regelmäßig mit Probealarmen getestet.

Entfallen wird damit für die Anwohner allerdings der gewohnte samstägliche Probealarm. Natürlich wird in Zukunft auch weiterhin samstags einen Probealarm durchgeführt. Da es sich dabei um einen stillen Alarm handelt, wird dieser für unsere Nachbarn nicht mehr zu hören sein.

Wie wird die Bevölkerung gewarnt?

  • Zur Warnung bei Gefahren:

1 Minute Heulton (an- und abschwellend)

(damit verbunden ist die Aufforderung einen bestimmten Radiosender einzuschalten)
Das Bild zeigt den Sirenenton

Das Bild zeigt ein Mikrofon Hörprobe mp3

 

  • Zur Entwarnung nach Ende der Gefahr:

1 Minute Dauerton
Das Bild zeigt den Sirenenton
Das Bild zeigt ein Mikrofon Hörprobe mp3


  • Zur Alarmierung der Feuerwehr:

1 Minute Dauerton 2 x unterbrochen
Das Bild zeigt den Sirenenton

Das Bild zeigt ein Mikrofon Hörprobe mp3


Wann wird gewarnt?

  • Schadstoffaustritte
  • Großbrände
  • akute Bombenentschärfungen (nur Entwarnung)
  • weitere akute Gefahren

Außerdem sind weitere Hinweise auf wichtige Telefonnummern, lokale Radiostationen oder die städtische Homepage enthalten, über die weitergehende Informationen abgerufen werden können.

Verhaltenshinweise für den Gefahrenfall

  • Ruhe bewahren
  • Gebäude aufsuchen
  • Türen und Fenster schließen
  • Klimaanlagen und Belüftungen ausschalten
  • Kindern und hilfsbedürftigen Menschen helfen
  • Passanten aufnehmen
  • Radio einschalten - Informationen beachten
  • Nachbarn im Haus informieren
  • Kinder in Schule oder Kindergarten lassen
  • nur bei akuten gesundheitlichen Beeinträchtigungen (z.B. Reizung der Augen) Notruf 112 wählen

 Bitte den Notruf der Feuerwehr nicht für Rückfragen blockieren!

  • Radio

Radio Emscher-Lippe
Antenne 92,2 MHz
Kabel 101,75 MHz

WDR 2
Antenne 99,2 MHz
Kabel 101,05 MHz

  • Warn-App NINA

NINA ist die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). NINA warnt Sie deutschlandweit und - wenn Sie dies wünschen - standortbezogen vor Gefahren, wie z. B. Hochwasser und anderen sogenannten Großschadenslagen.

Nähere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

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