Zukunftsweisendes Klima-Projekt in Gladbeck-Brauck und Butendorf

Im November 2019 ist in Gladbeck der Startschuss für die Planung und Umsetzung des Leuchtturmprojekts „Klimarobustes Modellquartier“ als Teil der regionalen Zukunftsinitiative ‚Wasser in der Stadt von Morgen‘ gefallen. Mit dem Modellvorhaben werden erstmalig in Gladbeck Klimaschutz- und Klimafolgenanpassungsmaßnahmen umfangreich in einem integrierten Ansatz in einem Quartier umgesetzt. Dabei sollen einerseits die baulichen Projekte modernen ökologischen, vehrkehrsplanerischen und städtebaulichen Ansprüchen gerecht werden und Bürgerinnen und Bürger andererseits durch Förderangebote in die Lage versetzt werden, in ein klimarobustes Zuhause zu investieren.

Das Projektgebiet erstreckt sich über Teile der Stadtteile Butendorf und Brauck. Auslöser dieses zukunftsweisenden Projektes sind sowohl Pläne der Stadtverwaltung zur umfangreichen Erneuerung der teilweise stark veralteten Kanalisation des Stadtteils Brauck als auch die hohen energetischen Einsparpotenziale in beiden Quartieren, welche sich vor allem aus den Baujahren und Typologien der Gebäude ergeben.

Abgrenzung Modellquartier und IC-Gebiet_2

Neben verschiedenen Fachämtern – insbesondere die Stadtentwässerung, die Stadt- und Verkehrsplanung sowie die Umweltabteilung sind beteiligt – wird der Planungsprozess durch ein externes Fachbüro begleitet, welches bereits eine Bestandsaufnahme sowie eine Stärken-Schwächen-Analyse durchführte und sich derzeit konkret mit der Identifizierung von Handlungsfeldern und der Entwicklung von Maßnahmen für die künftige Gestaltung des Quartiers beschäftigt. Dabei sollen wasserwirtschaftliche und energetische Aspekte ebenso betrachtet werden wie die ökologische und städtebauliche (Um-)Gestaltung von Verkehrs- und öffentlichen Flächen.

So ist im Quartier etwa die Errichtung eines modernen Abwasser-Trenn-Systems vorgesehen, bei welchem das Regenwasser separat gesammelt wird. Über Rückhalte- und Filteranlagen fließt das Regenwasser den Grünflächen, Bäumen, Grundwasser und dem Nattbach zu. Dieses Regenwassermanagement wirkt klimatisch bedingten Trockenperioden entgegen. Zudem wird ein integriertes energetisches Quartierskonzept erstellt, welches – wie auch bereits in den Stadtteilen Rentford-Nord und Stadtmitte geschehen – aufzeigt, inwiefern die Umsetzung von technischen und wirtschaftlichen Energieeinsparpotentialen im Quartier unter Beachtung städtebaulicher, denkmalpflegerischer, baukultureller, wohnungswirtschaftlicher, demografischer und sozialer Aspekte möglich ist.

Weiterführend ist ein flächendeckender Austausch der Straßenbeleuchtung zur Energieeinsparung durch LED-Technik und die Zurverfügungstellung von Fördermitteln für Dachbegrünungen für Privatpersonen geplant. Bewohnerinnen und Bewohner im Gebiet der energetischen Stadtsanierung erhalten zusätzlich Förderzuschüsse, beispielsweise für neue Heizungs- und Photovoltaikanlagen sowie für Dach- und Fassadendämmungen. Straßen- und Verkehrsflächen entsiegelt und – unter anderem in Hinblick auf eine Verbesserung der Radwegeinfrastruktur und der Barrierefreiheit – von der Fläche her angepasst. Ebenfalls findet eine ökologische Aufwertung von freien und frei gewordenen Flächen im öffentlichen Raum zur Entstehung von Verdunstungskälte und zur Förderung der Biodiversität statt.

Nicht zuletzt werden auch die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die in den Stadtteilen ansässigen Schulen, Kindergärten und Vereine fortlaufend über den Planungsprozess informiert bzw. aktiv in diesen eingebunden.

Der Zeitplan für das Gesamtprojekt erstreckt sich über einen Zeitraum von ungefähr 15 Jahren, mit der Umsetzung von ersten Maßnahmen wird bereits im Sommer 2021 begonnen.

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