Aktivitäten der Stadt

Auf dieser Seite können Sie sich über die wesentlichen Aktivitäten und Projekte der Stadt Gladbeck in Bezug auf den Klimaschutz und die Klimafolgenanpassung informieren.


Klimanotstand 2019

Mit dem Ausrufen des Klimanotstands in der Ratssitzung am 06. Juni 2019 setzte die Politik ein deutliches Zeichen für den Klimaschutz in Gladbeck. Die Stadtverwaltung wurde u.a. damit beauftragt, ihre Bemühungen der vergangenen Jahrzehnte noch weiter zu verstärken und ein weitergehendes Konzept für den Klimaschutz in Gladbeck auszuarbeiten, um noch höhere Klimaschutzziele zu erreichen und somit insbesondere für nachfolgende Generationen ihren Beitrag zu einer klimafreundlichen Zukunft zu leisten.


Gladbecker Umweltpreis

Bereits seit dem Jahr 1988 wird der Gladbecker Umweltpreis jährlich vergeben. Mit ihm werden Projekte ausgezeichnet, prämiert oder mit einem Förderpreis unterstützt, welche dem Erhalt, der Pflege, dem Schutz oder der Verbesserung von Umweltbedingungen in der Stadt Gladbeck dienen.


Innovation City roll out

Gleich mit zwei Quartieren (Rentfort-Nord und Stadtmitte) ist die Stadt Gladbeck am Roll Out des InnovationCity Prozesses beteiligt, für die jeweils ein Konzept zum klimagerechten Stadtumbau nach dem Vorbild der Modellstadt Bottrop erstellt wird. Mit dem InnovationCity Prozess wird das Ziel verfolgt, den CO2-Ausstoß in den Quartieren signifikant zu senken und dabei mit einem integrierten und ganzheitlichen Ansatz auch die Wohnqualität zu steigern.

Detailliertere Informationen dazu sowie die jeweiligen Ansprechpartner für die Quartiere finden Sie hier.

Innovationcity


Kommunale Gebäude

Für städtische Gebäude gibt es bereits seit 1978 ein Energiemanagement. Prävention, Energiecontrolling und energetische Sanierung haben in den letzten 41 Jahren gewirkt: Einsparung von Heizenergie von fast 60 Prozent, Senkung des CO2-Ausstoßes um fast 64 Prozent, Versorgung städtischer Gebäude zu 100 Prozent mit Öko-Strom. Dazu tragen auch die Bürger-Photovoltaik-Anlagen auf den kommunalen Dächern bei.

2014 wurde dieses jahrzehntelanges Engagement beim bundesweiten Wettbewerb "Kommunaler Klimaschutz“ ausgezeichnet. Auch das Programm "Gute Schule 2020“ nutzt die Stadt Gladbeck, um energiesparende Maßnahmen an den Schulen weiter umzusetzen.

Weitere Informationen erhalten Sie im jährlichen Energiebericht der Stadt Gladbeck. Die drei letzten Berichte können Sie bei Interesse folgend einsehen bzw. herunterladen:

Grün in der Stadt                                   

Bei Neubaumaßnahmen wird bereits im Rahmen der Bauleitplanung auf „Klimafreundlichkeit“, möglichst niedrige CO2-Emissionen und kleinklimatisch positiv wirksame Maßnahmen, wie z.B. Baumpflanzungen und Regenwasserversickerungen, geachtet. Mit 12.000 Straßen- und Solitärbäumen und der höchsten Alleendichte Nordrhein-Westfalens ist Gladbeck eine sehr grüne Stadt – was auch eine gewisse Hitzebeständigkeit schafft. „Kein Straßenraum ohne Baum“ ist Maxime der Stadt. Es werden in der Regel ausreichend Grünräume in Baugebieten eingeplant, 150 bis 400 Bäume jährlich nach- und neugepflanzt sowie zwischen 12.000 und 20.000 Blumenzwiebeln eingesetzt. Die Baumschutzsatzung trägt nicht zuletzt zum Erhalt privater Bäume bei.

Gruenes Gladbeck

Urheber: Hans Blossey


Klimaschutz in Gladbecker Schulen und Kitas

Beim Klimaschutz kommt Schulen und Kindertageseinrichtungen eine besondere Bedeutung zu, weil sie einerseits zu den größten kommunalen Energieverbrauchern gehören und andererseits als Bildungs-stätten einen guten Raum bieten, um junge Menschen schon früh auf die Problematik des Klimawandels aufmerksam zu machen. Zudem werden nicht nur die Kinder und Jugendlichen selbst durch eine Auseinandersetzung mit der Klimaproblematik erreicht – sie tragen das Gelernte auch als Multiplikatoren in ihre Elternhäuser hinein und stellen als heranwachsende Generation die zukünftigen Entscheidungsträger im Umgang mit unserer Umwelt dar.

Vor diesem Hintergrund wurden von der Umweltabteilung der Stadt Gladbeck zwei Energiesparkisten zusammengestellt, welche die Erziehungs- und Lehrbeauftragten in Gladbecker Schulen und Kindertageseinrichtungen dabei unterstützen, für Kinder und Jugendliche themenbezogene Lehr- und Experimentier-Einheiten vorbereiten und anbieten zu können.


Radverkehr in Gladbeck

Die Förderung einer klimafreundlichen Mobilität ist seit vielen Jahren ein wichtiges Ziel der Verkehrs- und Umweltplanung in Gladbeck – vor allem vor dem Hintergrund, dass der örtliche Verkehr rund ein Drittel der Treibhausgasemissionen verursacht. Unter anderem deshalb hat die Stadtverwaltung bereits im Jahr 1997 eine „Modal-Split“-Erhebung, d.h. eine Analyse der Verkehrsmittelwahl aller Gladbecker Bürger/innen durchgeführt.


Modal Split 1997_bearbeitet

Bei Betrachtung der Ergebnisse wird deutlich, dass der motorisierte Individualverkehr (MIV) in Gladbeck mit 51% klar dominiert. Darauf folgt mit 25% die Fortbewegung zu Fuß, mit 17% die mit dem Fahrrad und mit 7% die Fortbewegung mit dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).

Zukünftig soll insbesondere der Radverkehr weiter gestärkt werden: So hat die Stadt Gladbeck beispielsweise gemeinsam mit dem Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen zwischen den Jahren 2017 und 2019 ein Radverkehrskonzept erarbeitet, mit dessen Hilfe die Stadt Gladbeck einer Belastung der städtebaulichen Qualität, des Klimas und der Gesundheit durch den Anteil des MIVs entgegenwirken möchte.


Stadtradeln

Seit vielen Jahren nimmt die Stadt Gladbeck gemeinsam mit weiteren Kommunen aus der Metropolregion Ruhr jährlich an der Aktion 'Stadtradeln' teil. Das Ziel der Aktion ist es, in einem dreiwöchigen Zeitraum privat und beruflich (sowohl alleine als auch im Team) möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurücklegen, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und ein Zeichen für die Förderung des Radverkehrs zu setzen. Mitmachen können dabei alle, die in Gladbeck wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder eine (Hoch-)Schule besuchen. Als zusätzliche Motivation zum Mitradeln werden in der Regel verschiedene Preise für's Mitmachen vergeben.


Elektromobilität in Gladbeck

Die Elektromobilität kann einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten und mindert zugleich die Emission von Luftschadstoffen vor Ort. Mit Hilfe eines Elektromobilitätskonzeptes, das sich derzeit in Erstellung befindet, sollen die bisherigen Aktivitäten der Stadt im Bereich der Elektromobilität zielgerichtet fortgeführt werden. So ist beispielsweise die Anschaffung und Nutzung von Elektrofahrzeugen innerhalb der Stadtverwaltung sowie die Errichtung von Ladesäulen geplant. Zudem plant die Verwaltung durch das Elektromobilitätskonzept eine Strategie zur Stärkung der Nutzung der Elektromobilität bei Bürgerinnen und Bürgern als auch bei Gewerbetreibenden und Industrie zu entwickeln.

Weitere Handlungsmöglichkeiten ergeben sich im Bereich Carsharing und bei der Bevorrechtigung von E-Fahrzeugen im Straßenverkehr. Durch die Einrichtung von Arbeitsgruppen und der Einbeziehung verschiedener Akteure in das Thema entstehen neue Synergieeffekte, die das Thema Elektromobilität weiter voranbringen.

Zum 1. Juni 2019 waren in Gladbeck insgesamt 57 Fahrzeuge mit reinem Elektroantrieb zugelassen. Zum „Auftanken“ gibt es im Gladbecker Stadtgebiet derzeit zwölf Ladesäulen für Elektrofahrzeuge. Eine aktuelle Übersicht über deren Standorte finden Sie hier.


Solarmetropole Ruhr

Der Regionalverband Ruhr hat zusammen mit dem Handwerk Region Ruhr die Ausbau-Initiative ‚Solarmetropole Ruhr gestartet‘, um in 15 Pilotkommunen die Erschließung des Solarpotentials verstärkt zu fördern. Die Stadt Gladbeck stellt eine dieser Pilotkommunen dar und berät Bürgerinnen und Bürger daher über die Nutzung von Solaranlagen. Darüber hinaus werden im Stadtgebiet zehn Photovoltaikanlagen, welche fristgerecht beantragt und bewilligt werden, mit einem finanziellen Zuschuss von 300 Euro je Anlage gefördert.

Zudem hat der Regionalverband Ruhr in Kooperation mit der tetraeder.solar GmbH auf der Basis von Befliegungsdaten des Landes NRW für das gesamte Ruhrgebiet ein Solardachkataster aufgestellt. Mit wenigen Klicks können Sie sich auf dieser Website anzeigen lassen, ob die Dachfläche Ihres Hauses für die Installation einer Solaranlage grundsätzlich geeignet ist.


Jugend und Klima

Nicht zuletzt die Fridays for future-Bewegungen zeigen, dass Kinder- und Jugendliche den Klimawandel und die damit verbundenen Folgen für ihre persönliche Zukunft schon längst als wichtiges Themenfeld identifiziert und den akuten Handlungsbedarf entdeckt haben. Der Jugendrat der Stadt Gladbeck beteiligt sich deshalb bereits seit Jahren an der Klimadiskussion und setzt sich aktiv mit Klimaschutz und Nachhaltigkeit auseinander. Das Thema „Klima“ ist auch in Schulen und Kindergärten stets präsent: Bildungsangebote, Projekte und Aktionen finden teilweise über Gladbecks Grenzen hinaus Anerkennung. Kindern und Jugendlichen ist klar, dass mit Blick auf die Weltpolitik dringender Handlungsbedarf besteht und dass gleichzeitig jeder Einzelne gefordert ist, seinen Teil zum Klimaschutz beizutragen. Dies unterstützt die Stadt Gladbeck mit ihren vielfältigen Angeboten für Kinder und Jugendliche natürlich gerne.


Zukunftsinitiative - Wasser in der Stadt von morgen

Die Städte der Emscherregion, die Emschergenossenschaft und das Land NRW bekennen sich zu einem gemeinsamen Engagement für eine zukunftsfähige und nachhaltige Stadtentwicklung, die den besonderen Anforderungen des demographischen Wandels und der Klimawandelanpassung entspricht. Am 15. Mai 2014 haben sie deshalb eine Absichtserklärung zur Zukunftsinitiative "Wasser in der Stadt von morgen“ unterzeichnet. Durch politische Beschlussfassungen und bilaterale Kooperationsvereinbarungen werden konkrete Schritte und Maßnahmen vereinbart, in den Leitbildern hierzu nimmt Wasser eine Schlüsselrolle ein. Auch die Stadt Gladbeck beteiligt sich als engagierter Netzwerkpartner an der Zukunftsinitiative.

Der gemeinsame Maßnahmenplan 2020+ beinhaltet neben einem breit angelegten Wissenstransfer unter anderem Strategien zur Dachbegrünung, Arbeitshilfen für Wassersensibilität in der Bauleitplanung, Handlungsempfehlungen für eine gesundheitsförderliche Stadtentwicklung mit grün-blauer Infrastruktur, aber auch konkrete Vorgehensempfehlungen zum Umgang mit den Auswirkungen des Klimawandels.

Weitere Informationen zur Zukunftsinitiative erhalten Sie auf der Webseite www.wasser-in-der-stadt.de.


Öffentlichkeitsarbeit

Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist einer der wichtigsten Instrumente des Klimaschutzmanagements, um Informationen zum Klimaschutz und zur Klimafolgenanpassung zu transportieren und Bürger/innen zu sensibilisieren. Daher werden kontinuierlich Artikel in der Tagespresse, auf der städtischen Klimaschutz-Website und über den städtischen Facebook-Account (Stadt Gladbeck) veröffentlicht, um aktuelle Themen, Projekte und Veranstaltungen bekannt zu machen.


Information und (Fördermittel-)Beratung

Neben der Pressearbeit werden wichtige Informationen zu verschiedenen Themen und Fördermitteln des Klimaschutzes, der Energieeinsparung und der Klimafolgenanpassung an die Öffentlichkeit weitergereicht.


Interkommunale Zusammenarbeit

Es finden regelmäßige Treffen zwischen den Klimaschutzmanager/innen und weiteren Akteuren des Klimaschutzes im Kreis Recklinghausen und in der Emscher-Lippe-Region statt. In den Treffen werden Erfahrungen ausgetauscht und die Durchführung gemeinsamer Projekte besprochen.


Veranstaltungskalender

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Veranstaltungstipp


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