Klima-Glossar


Der Klimawandel und seine Folgen

Das Klima verändert sich auf natürliche Art und Weise und ist aufgrund vieler Wechselwirkungen und Schwankungen nicht statisch oder gleichbleibend. Seit dem 20. Jahrhundert sind allerdings Veränderungen – u. a. hinsichtlich einer deutlichen Erwärmung des Klimas – festzustellen, die nicht mehr ausschließlich auf natürliche Prozesse, sondern insbesondere auf den vom Menschen verursachten Treibhauseffekt zurückzuführen sind. Jener Effekt wird hauptsächlich durch Treibhausgase verursacht.

Aus dieser Erwärmung resultieren unter anderem Temperaturanstiege sowie eine Anhäufung und Intensivierung von Hitzewellen, welche in Zusammenhang mit der Verschiedenheit der Erdoberfläche zu räumlich unterschiedlich starken Beeinträchtigungen führen können.

In NRW wird bis zum Jahr 2050 des Weiteren davon ausgegangen, dass die Niederschläge in den Sommermonaten abnehmen und in den Wintermonaten zunehmen werden. Außerdem werden weniger Frosttage mit Temperaturen unter 0°C erwartet und mehr Sommertage mit Temperaturen über 25°C. Auch die Wahrscheinlichkeit von Starkregenereignissen steigt.


Treibhausgase und ihre Wirkung

Treibhausgase sind Gase in der Erdatmosphäre, die vor allem bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen in die Atmosphäre emittiert werden und den Großteil der von der Erde abgegebenen Wärmestrahlung absorbieren. Durch diese Absorption verbleibt die Energie der Strahlung in der Atmosphäre, deren dortiger Verbleib über einen längeren Zeitraum zu einer Erwärmung führt.

Das zum Großteil zu dem Treibhauseffekt beitragende Treibhausgas stellt Kohlendioxid (CO2) dar. Neben CO2 tragen jedoch auch weitere Treibhausgase, unter anderem Methan (CH4) und Dickstoffmonoxid (N2O), in unterschiedlichem Maß zum Klimawandel bei.


Klimaschutz vs. Klimaanpassung

Der Klimaschutz – auch ‚Mitigation‘ genannt – bezeichnet alle Bemühungen zur möglichst weitgehenden Vermeidung des Klimawandels. Allen voran stehen hier Maßnahmen, die eine Vermeidung oder Reduktion von Treibhausgas-Emissionen bewirken, z.B. durch eine Erhöhung der Energieeffizienz von technischen Anlagen oder der Energieeinsparung in Gebäuden. Auch der Ausbau von erneuerbaren Energien stellt diesbezüglich eine wichtige Maßnahme dar.

Die Klimaanpassung – die ‚Adaption‘ – beschreibt hingegen den Prozess der Umstellung und Ausrichtung von natürlichen und gesellschaftlichen Systemen auf tatsächliche oder zu erwartende Folgen des Klimawandels. Das vorrangige Ziel ist es, jene Folgen zu mindern, sich ihnen durch baulich-räumliche oder planerische Maßnahmen anzupassen und potenzielle Vorteile nutzbar zu machen. Klimaanpassungs-Maßnahmen stellen beispielsweise der Erhalt und die Schaffung von Begrünungs- und Verschattungselementen, die Schaffung von Versickerungsmöglichkeiten für Niederschlagswasser, die Entsiegelung von versiegelten Flächen oder der Erhalt und Ausbau von Belüftungsschneisen dar.


Energie und Energieträger

Unter der Energie wird die Fähigkeit eines Systems verstanden, Arbeit (Formelzeichen: W) zu verrichten. Sie steht in Zusammenhang mit der Leistung (P) und kann unter anderem in thermische, mechanische oder elektrische Energie unterteilt werden, deren Arbeitsfähigkeiten sich in den drei Energieformen Kraft, Wärme und/oder Licht äußern.

Für unterschiedliche Anwendungsgebiete haben sich bestimmte physikalische Einheiten für die Energie entwickelt: Während die Energie in der Mechanik z.B. in der Einheit Joule (J) angegeben werden kann, wird die elektrische Energie in Wattstunden (Wh) bestimmt. Die benötigte Energie, ein Kilogramm (kg) Wasser um +1°C zu erwärmen, wird dagegen als Kilokalorie (kcal) bezeichnet. Zur Angabe von größeren Leistungen oder größeren Energiemengen werden oft Vorsatzzeichen wie etwa Kilo (k) für den Faktor Tausend, Mega (M) für den Faktor Million oder Giga (G) für den Faktor Milliarden verwendet.

Unter einem Energieträger wird weiterführend eine Ressource verstanden, aus der Energie gewonnen werden kann. Da diese Gewinnung in direkter Weise oder durch eine Umwandlung bzw. durch mehrere Umwandlungen mit entsprechenden Techniken und Anlagen geschieht, wird die Energie nach dem Grad der Umwandlung in Primär-, Sekundär- und Endenergie unterteilt. Die Effektivität der Umwandlungen hängt dabei sowohl vom Entwicklungsstand der Technik bzw. der Anlagen als auch von weiteren technischen Rand- und Rahmenbedingungen ab. Abzüglich etwaiger Verluste beim Verbraucher entsteht von der Endenergie die Nutzenergie.


Nutzungsmöglichkeiten erneuerbarer Energien

Die Bereitstellung von Energie aus erneuerbaren Energiequellen ist aufgrund von Energieströmen möglich. Zu diesen Energieströmen zählt die Energie, die durch die Planetengravitation bzw. Planetenbewegung entsteht, die in der Erde gespeicherte bzw. von ihr freigesetzte Wärmeenergie sowie Energien, die von der solaren Strahlung herbeigeführt werden.

Aus diesen drei Quellen werden weitere Energieströme bzw. Energieträger hervorgerufen, die sich – beispielsweise in Hinblick auf die Energiedichte oder bezüglich des räumlichen und/oder zeitlichen Angebots – voneinander unterscheiden und mittels geeigneter technischer Anlagen oder Prozesse in thermische, chemische, mechanische und/oder elektrische Energie umgewandelt werden können.


Das 2-Grad Ziel / Weltklimaabkommen

Zur Vermeidung der Klimafolgen hat sich die internationale Politik im Jahr 2015 während der UN-Klimakonferenz in Paris auf das sogenannte 2-Grad-Ziel verständigt. Dieses besagt, die Erderwärmung auf unter 2 °C im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Laut Experten gehen mit einer Überschreitung des Grenzwertes unkontrollierbare, schwerwiegende und z.T. unwiderrufliche Folgen für Natur und Menschen einher.

Um dieses Ziel erreichen zu können, müssen die Treibhausgasemissionen auf der ganzen Welt zwischen 2045 und 2060 einerseits auf null reduziert und andererseits Anteile des zuvor emittierten Kohlenstoffdioxids wieder aus der Erdatmosphäre entfernt werden. Erreichbar ist das gesteckte Ziel nur mit einer sehr konsequenten und sehr ambitionierten Klimaschutzpolitik und ebenso konsequenten und ambitionierten Klimaschutzbemühungen.

Veranstaltungskalender

Zum Veranstaltungskalender

Veranstaltungstipp


Das Bild zeigt den Werbebanner der ELE
WEB 2.0
Logo von Facebook Logo von Twitter Logo von Youtube Das Bild zeigt das Logo von flickr Logo von Xing
Zurück | Seitenanfang | Druckansicht