Rentfort-Nord


Mit der Übergabe des integrierten, energetischen Quartierskonzeptes endete die ca. einjährige Konzeptphase des InnovationCity roll outs in Rentfort-Nord. Nach tiefgehenden Analysen, Einzelgesprächen und Berechnungen wurde Anfang September 2017 das fertige Quartierskonzept von der InnovationCity GmbH vorgelegt. Der Stadtteil ist damit das erste von den insgesamt 20 Quartieren, für das ein solches Konzept im Rahmen des Projektes InnovationCity roll out abgeschlossen wurde. Es bildet die Basis für das sogenannte Sanierungsmanagement und mögliche Projekte in der Umsetzungsphase.

Das Sanierungsmanagement soll Bewohner von Rentfort Nord rund um die Themen Energieeffizienz, Energieeinsparung und energetische Sanierung unterstützen. Als Mitarbeiterin der Stadtverwaltung übernimmt Katrin Knur, die schon die Konzeptphase begleitet hat, diese Funktion. Sie wird ab Dezember 2017 jeweils am zweiten und vierten Mittwoch des Monats zwischen 15:00 und 17:00 Uhr im Elisabeth-Brune-Seniorenzentrum vor Ort sein. Neben allgemeinen Informationen zu energetischer Gebäudesanierung wird sie auch über das eigens für den InnovationCity roll out aufgelegte Förderprogramm Auskunft geben. Aufgabe des Sanierungsmanagements ist außerdem die Konzeption und Koordinierung von Projekten zur energetischen Modernisierung und Energieeinsparung im Quartier.

Ergebnisse der Analysen

Die Analyse des Quartiers hat deutlich gemacht, dass der anstehende "Generationenwechsel“ eines der wichtigsten Themen in Rentfort-Nord werden wird. Dies bietet sowohl Potenziale aber auch Herausforderungen für die zukünftigen Planungen im Quartier. Aufgrund des hohen Anteils an über 65-Jährigen steigt der Bedarf an modernem, altengerechten Wohnraum, der auch die Angebote der AWO mit einbezieht. In die dabei frei werdenden Immobilien ziehen, laut demografischer Auswertung, häufig junge Familien, die bereit sind in die energetische und optische Modernisierung ihrer neuen eigenen vier Wände zu investierten. So kann ein positiver Wandel im Quartier entstehen. Auch stadtplanerisch kann Rentfort-Nord sich wandeln: Durch die perspektisch anstehende Entwicklung des Geländes der Schwechater Straße 38 zu einem neuen Quartierszentrum und eine bessere Anbindung des Seniorenheims kann der Stadtteil weiter zusammenrücken. Das kann zu einer Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität führen.

Aus energetischer Sicht hat das Quartier eine solide Ausgangslage, bietet jedoch noch verschiedene Potenziale. In dem Konzept wurden daher 25 Maßnahmen beschrieben, mit denen der Energieverbrauch der Bewohnerinnen und Bewohner teils deutlich reduziert werden kann. Dabei geht es beispielsweise um die Modernisierung von Gebäuden und die Umstellung der Wärmeversorgung sowie der Straßenbeleuchtung aber auch um Klimaschutz im Kindergarten, Mieterprojekte zum Energiesparen und Energielotsen für fremdsprachige Haushalte. So könnte in den kommenden fünf Jahren der Endenergieverbrauch um knapp acht Prozent und die Treibhausgas-Emissionen um knapp zwölf Prozent gesenkt werden.

Beteiligung bei der Konzepterstellung

Das vorgelegte Energetische Quartierskonzept erarbeitete die ICM in Zusammenarbeit mit der Gertec GmbH Ingenieurgesellschaft und der RAG Montan Immobilien GmbH. Während der Konzeptphase wurden auch die Akteure mit Bezug zu Rentfort-Nord regelmäßig über sogenannte Projekttische und Einzelgespräche beteiligt. Auch die Bürgerinnen und Bürger wurden über eine standardisierte Befragung in den Prozess eingebunden. Insgesamt 94 Teilnehmer beantworteten dabei beispielsweise Fragen zu anstehenden und erfolgten Modernisierungen, Beratungsinteresse sowie gewünschten Hilfestellungen. Die Auswertung ergab unter anderem, dass alle Altersgruppen unter den Eigentümern ein hohes Interesse an einer Beratung zu energetischen Modernisierung haben. Dabei variiert jedoch die bevorzugte Art der Beratung: Während 20- bis 44-Jährige eine Beratung direkt am Gebäude bevorzugen, wünschen sich 45- bis 65-Jährige eher ein Beratungsangebot im Stadtteil und die Besichtigung von erfolgreich umgesetzten Maßnahmen. Wenig überraschend waren die Ergebnisse zu der Frage, warum Immobilien bislang energetisch ertüchtigt wurden. Hier standen mit dem Werterhalt und der Senkung von Energiekosten insbesondere finanzielle Aspekte im Vordergrund, während der Klimaschutz nur eine kleinere Rolle einnahm.

Regieplan für Rentfort-Nord

Die über die Konzeptphase gesammelten Analyseergebnisse wurden in dem ca. 200-seitigen Bericht ausgewertet und aufbereitet. Er ist somit ein "Regieplan“ für den kommenden Sanierungsmanager und die Grundlage für die energetische Erneuerung von Rentfort-Nord. Da das Konzept verschiedene Daten enthält, die aus Datenschutzgründen nicht veröffentlicht werden dürfen, wurde zudem eine 20-seitige Kurzfassung erstellt, die über den Internetauftritt der Stadt Gladbeck sowie unter www.icrollout.de heruntergeladen werden kann. Parallel zu Rentfort-Nord wird aktuell auch die Stadtmitte untersucht und ein entsprechender Bericht erarbeitet.

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