Brücke Beethovenstraße

Die Straßenüberführung Beethovenstraße über die Bahnstrecke 2236 Borken - Gelsenkirchen-Bismarck wurde im Jahr 1914 fertiggestellt.

Damals führte die Strecke noch von Wanne bis Winterswijk, wie man im historischen Brückenbuch nachlesen kann.

Original Brueckenbuch

Die "schwerste Belastung wird erzeugt durch Fuhrwerk", so steht da ebenfalls geschrieben.

Die Belastungsprobe nach Fertigstellung fand am 16.7.1914 mit einer Dampfwalze mit 20 t statt.

Dafür wurde die Brücke also geplant und gebaut.

Ansicht

Es handelt sich um ein Dreifeldbauwerk mit einer lichten Weite (Abstand zwischen den Pfeilern) von 8,60 m und einer lichten Höhe (Abstand zwischen Schienenoberkante und Unterkante Brücke) von 5,10 m.

Widerlager und Pfeiler bestehen aus "Stampfbeton", der teilweise auch bewehrt ist.

Im Querschnit erkennt man die WIB-Konstruktion (Walzträger im Beton, die feldweise gestoßen wurden, also nicht durchlaufend sind).

Walzträger sind Doppel-T-Träger aus "Flusseisen" im Abstand von 62 cm verlegt, die Zwischenräume sind mit Beton aufgefüllt.

Originalplan

1973 fand die eine Instandsetzungsmaßnahme statt, das Geländer wurde entrostet und die Beschichtung erneuert, neuer Gussasphalt wurde aufgebracht.

Gelaender  

1980 ist die komplette Brückenabdichtung und die Fahrbahndecke erneuert worden.

 

Nach der Brückenprüfung wurde 2012 das Brückengeländer durch eine zusätzliche Trägerkonstruktion verstärkt.

 

Aufgrund einer Nachrechnung der Belastbarkeit in den 60er Jahren erfolgte eine Freigabe der Brücke für Fahrzeuge bis 30 t, also bis 60 t bei einer Begegnung zweier LKW auf der Brücke.

2012 erfolgte die Ablastung auf nur noch 16 t, aufgrund der mittlerweile aufgetretenen Schäden.

Damit bleibt eine Belastung von 32 t bei Begegnung zweier Fahrzeuge.

Rückblickend auf den Belasungstest von 1914 sind weiterhin 1,5 Dampfwalzen zulässig!

 

Doch die Schäden an der Brücke, es handelt sich hauptsächlich um Rostschäden der Untergurte - Flansche der Flusseisenträger, nehmen weiter zu.

 

Seit 2013 finden die Brückenprüfungen externer Prüfer quartalsweise statt. Zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit und um den Bahnverkehr nicht zu gefährden.

Aufgrund des Alters, der vermehrt auftretenden Schadenstellen und der Tatsache, dass Dampfwalzen nicht mehr zum täglichen Straßenbild zählen, fiel die Entscheidung zum Abriss der historischen Brücke und dem Neubau eines dem heutigen Standard entsprechenden Bauwerks.


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