Islamisches Gräberfeld

Bild einer Moshee am Islamischen Gräberfeld

Auf Initiative der islamischen Vereine, des Islambeauftragten der evangelischen Kirche und des Ausländerbeirates wurde 1996 vom Rat der Stadt die Einrichtung eines muslimischen Gräberfeldes auf dem Friedhof Brauck beschlossen. (Offizielle Eröffnung 1998).
Entgegen der islamischen Tradition ist die Bestattung im Sarg vorgeschrieben und die Ruhefrist auf 30 Jahre begrenzt. Obwohl sich die meisten älteren muslimischen Mitbürger/ Innen mehrheitlich nach ihrem Tode in ihre Herkunftsländer überführen lassen, entstehen überall in Deutschland muslimische Grabfelder, denn für die nachfolgenden Generationen wird ein Grab in Deutschland die letzte Ruhestätte bedeuten.

Das islamische Bestattungsritual
Die Erfüllung des islamischen Bestattungsrituals und seiner einzelnen Vorschriften stellt für Muslime eine Verpflichtung dar, die ihnen durch islamisches Recht vorgeschrieben ist. Die rituelle Waschung eines verstorbenen Muslims ist verpflichtend. In der Gladbecker DITIB Moschee steht allen Muslimen dafür ein Totenwaschraum zur Verfügung. Nach der Waschung wird der Tote in weiße, parfümierte Leinentücher gewickelt, in denen er später ins Grab gelegt wird, da eine Bestattung im Sarg normalerweise nicht üblich ist.
Nachdem der Leichnam für die Beerdigung vorbereitet wurde, findet auf einem freien Platz, stehend, das Totengebet statt. Hierzu gibt es einen Altartisch auf dem Grabfeld. Der Leichnam wird in seinem Sarg zum Friedhof getragen. Dabei ist es üblich, dass sich die Träger immer wieder abwechseln, so dass alle am Trauerzug teilnehmenden Männer den Toten ein Stück des Weges mittragen.

Länge und Breite des Grabes sollen der Körpergröße des Verstorbenen entsprechen. Am Fuß des Grabes wird eine Nische ausgehöhlt, in die der Tote auf seine rechte Seite, nach Mekka gewandt, gelegt wird.

Nach islamischer Auffassung soll ein Grab möglichst einfach gehalten sein. Jeglicher Schmuck und die Bepflanzung des Grabes sind unüblich; nicht etwa aus Respektlosigkeit, sondern um die Ruhe des Toten nicht zu stören. Zu den islamischen Festen oder besonderen Gelegenheiten werden die Grabstätten besucht. Man erinnert sich der eigenen Sterblichkeit und spricht Bittgebete für die Verstorbenen.

Ansprechpartner:
DITIB. Türkisch-islamischer Kulturverein e.V.
Wielandstraße 17
45968 Gladbeck
Tel.: 02043 / 6 67 10 (Herr Kahraman oder Frau Dreesen)

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