Energiekrise: Stadt setzt Wärmestuben-Konzept um

PM-10


Die Stadt Gladbeck hat vor dem Hintergrund der aktuellen Energiekrise mit steigenden Energiekosten und drohenden Szenarien, wie einer akuten Gasmangellage oder temporären Stromabschaltungen sowie -ausfällen, ein Konzept zur Einrichtung von Wärmestuben entwickelt. Die städtischen Hilfsangebote sollen unter anderem dann greifen, wenn Bürger:innen aufgrund der Kostensteigerung ihre Heizung ausschalten oder die Raumtemperatur erheblich reduzieren müssen. In diesen Fällen können sich betroffene Personen in den so genannten „Wärmestuben“ aufhalten und werden dabei mit warmen Getränken versorgt. „Auch wenn wir aktuell noch keine akute Nachfrage nach einem solchen sozialen Angebot aus der Bevölkerung haben, wollen wir vorbereitet sein, sollten Menschen im Winter frieren oder in eine Notlage kommen“, erklärt Bürgermeisterin Bettina Weist. Die Wärmestuben sollen aber auch dann zur Verfügung stehen, wenn die Gaslieferungen eingestellt werden und eine Abschaltung des Gasnetzes punktuell oder im gesamten Stadtgebiet erfolgt.

Besonders geeignet für Wärmestuben sind aus städtischer Sicht zunächst vier Einrichtungen: Die Stadtbücherei in Stadtmitte bietet im Lesecafè im Rahmen der Öffnungszeiten circa 100 Personen Platz. An den Wochenenden sowie montags ist das Fritz-Lange-Haus zu folgenden Zeiten geöffnet: Samstag von 15 bis 17 Uhr, Sonntag von 10 bis 13 und 15 bis 17 Uhr sowie Montag von 9 bis 15.30 Uhr. Eine zusätzliche Möglichkeit bietet der Kotten Nie im Ortsteil Mitte-Ost/Zweckel. Hier sind von Montag bis Freitag neben Ehrenamtlichen auch Beschäftigte vor Ort, die in der Zeit von 9 bis 15.30 Uhr die Tenne öffnen und für Kaffee und Tee sorgen. Der besondere Vorteil des Hauses ist die Heizart: Die Tenne wird mit einem Ofen, der mit Holz betrieben wird, beheizt. Hier können sich bis zu 50 Personen aufhalten. Eine Öffnung am Wochenende ist im Bedarfsfall ebenfalls möglich. Die dritte Möglichkeit bietet das Heinrich-Weidemeier-Haus im Stadtteil Rosenhügel. Hier finden bis zu 50 Personen Platz. Es handelt sich um ein städtisches Gebäude, das als „Bürgerhaus" betrieben wird. Das Haus soll an den Vormittagen in der Zeit von 9 bis 13 Uhr zur Verfügung stehen, am Nachmittag ist es regelmäßig vermietet. Am Wochenende ist die Öffnung als Wärmestube in der Zeit von 10 bis 13 und 15 bis 17 Uhr möglich. „Natürlich kann während der Öffnungszeiten jedes Verwaltungsgebäude als Wärmeort aufgesucht werden“, unterstreicht Marcel Hädrich, Abteilungsleiter Existenzsicherung und Wohnen. Die Betreuung der Einrichtungen wird dabei überwiegend durch Ehrenamtliche geschultert, so wird beispielsweise das Fritz-Lange-Haus durch den Seniorenbeirat und Jugendrat betreut.

Neben städtischen Einrichtungen kommen zusätzlich Gebäude sozialer Träger, Religionsgemeinschaften und Vereine für die Nutzung als Wärmestube in Betracht. Die Stadtverwaltung hat dazu bereits mit unterschiedlichen Trägern Kontakt aufgenommen. Sollte der Bedarf nach zusätzlichen Angeboten bestehen, können hier kurzfristig weitere Anlaufstellen geschaffen werden. Auf die Wärmestuben werden entsprechende Aushänge verweisen.

Die Stadtverwaltung stellt die Angebote ab dem 9. Januar zur Verfügung. Sollten Menschen Rückfragen haben oder Unterstützung benötigen, steht Alina Przybyl vom Amt für Soziales und Wohnen unter Tel. 02043/99-2390 als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

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