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Aktuelles Gladbeck

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Corona-Virus: Stadt setzt weitere Schutzmaßnahmen um
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Einleitung
Vor dem Hintergrund der weiterhin wachsenden Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Nordrhein-Westfalen hat die Landesregierung am Freitag beschlossen, die Schulen und Kindergärten bis nach den Osterferien zu schließen.
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Auch im Kreis Recklinghausen war die Zahl von Donnerstag auf Freitag von 19 auf 37 angestiegen, in Gladbeck sind aktuell zwei Fälle bekannt (Stand 14. März, 17 Uhr). Die Stadt Gladbeck stellt daher auch den Unterrichtsbetrieb der drei städtischen Einrichtungen Volkshochschule, Musikschule und Jugendkunstschule zunächst bis zum 30. April ein. Neben der bereits erfolgten Absage und Verlegung sämtlicher städtischer Veranstaltungen bis Ende April werden zusätzliche Maßnahmen zur weiteren Minimierung des Infektionsrisikos in Abstimmung mit allen beteiligten Ämtern und Behörden umgesetzt.

Schulen und Kindergärten ab Montag im Notbetrieb

Durch den Erlass des Landes ruht bereits am Montag der Unterricht in den Gladbecker Schulen. Damit die Eltern Gelegenheit haben, sich auf diese Situation einzustellen, können sie bis einschließlich Dienstag, 17. März, aus eigener Entscheidung ihre Kinder zur Schule schicken. Die Schulen stellen an diesen beiden Tagen während der üblichen Unterrichtszeit eine Notbetreuung sicher. Die Einzelheiten regelt die Schulleitung. Anschließend werden Notklassen und –gruppen eingerichtet, die für Kinder und Jugendliche, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten, eine Betreuung sicherstellt. Dazu zählen u.a. Menschen mit Berufen im Gesundheitsbereich, bei der Polizei, der Feuerwehr oder auch in Berufen der öffentlichen Daseinsvorsorge. Sämtliche Kindertagesstätten in Gladbeck sind ab Montag geschlossen. Für eine Notbetreuung müssen sich Eltern mit der jeweiligen Kindertagesstätte in Verbindung setzen.

Stadt richtet Info-Hotline ein

Für Fragen zu Veranstaltungen, Kursen, Seminaren und dem Kontakt zur Verwaltung hat die Stadt Gladbeck unter Tel. 02043 / 99-2499 eine Info-Hotline eingerichtet. Diese ist montags bis donnerstags von 8.30 bis 16 Uhr und freitags von 8.30 bis 12 Uhr erreichbar. Bei gesundheitlichen Fragen sollen sich Bürgerinnen und Bürger jedoch weiterhin an die Hotline des Kreisgesundheitsamtes unter Tel. 02361/ 532626 wenden. Aktuelle Informationen bietet der Kreis Recklinghausen auch auf seiner Internetseite.

Kreisweit einheitliche Maßnahmen beschlossen

Bei einem Treffen der Bürgermeister auf Einladung des Kreises Recklinghausen haben sich die Verwaltungschefs am Donnerstag in mehreren Punkten auf eine gemeinsame Vorgehensweise im Umgang mit dem Corona-Virus geeinigt, die auch in der Stadt Gladbeck umgesetzt wird. Nach dem Vorbild der Stadt Gladbeck wurden alle nicht notwendigen eigenen Veranstaltungen bis einschließlich 1. Mai abgesagt. Das gilt sowohl für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen als auch für Veranstaltungen draußen. Notwendige Veranstaltungen finden hingegen weiterhin statt: Dazu zählen die Sitzungen des Rates der Stadt Gladbeck und seiner Ausschüsse. Dabei gilt, dass künftig alle Sitzungen im Rathaus stattfinden. So tagt beispielsweise der für Montag, 16. März, geplante Kulturausschuss nicht bei der AWO, sondern im Ratssaal. Die vorherige Besichtigung des Stellwerks Zweckel wurde abgesagt.

Termine in der Verwaltung nur noch nach Vereinbarung

Um die Zahl der persönlichen Kontakte auf ein Mindestmaß zu reduzieren, finden Termine in der Verwaltung in Bereichen mit Bürgerkontakt ab Montag, 16. März, nur noch nach telefonischer oder online erfolgter Vereinbarung statt. Offene Sprechstunden wird es nicht mehr geben. Dies gilt ebenfalls für das Jobcenter des Kreises Recklinghausen. Die Stadtbücherei und das Museum bleiben vorerst geöffnet. Sämtliche Sporthallen sowie die Lehrschwimmbecken in Zweckel und an der Südparkschule sind ab sofort geschlossen. Der Bücherbus wird bis zum 17. April ebenfalls nicht unterwegs sein.

Städtische Bäder geschlossen

In Abstimmung mit dem Kreisgesundheitsamt werden ab Montag, 16. März, alle städtischen Bäder geschlossen.

Trauungen mit begrenzter Personenzahl

Trauungen werden in Wittringen auf maximal 30 Teilnehmer begrenzt, im Trauzimmer im Alten Rathaus muss die Anzahl der Personen aufgrund der Raumgröße auf 20 beschränkt werden. Sektempfänge können weiterhin durchgeführt werden. Keine Einschränkungen gibt es im Bereich von Bestattungen. Für die Gastronomie wurden bisher durch das Gesundheitsamt des Kreises Recklinghausen noch keine Einschränkungen verhängt.

Absage von Aktivitäten der Feuerwehr

Um die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren sicherzustellen, werden Veranstaltungen und Übungsabende der der ehrenamtlichen Einheiten ebenfalls abgesagt bzw. verschoben.

 

Mehr in den folgenden Pressemitteilungen:

Pressemitteilung vom 11. März 2020

Corona-Virus: Verantwortung übernehmen, auf Veranstaltungen verzichten

„Jeder Einzelne muss sich jetzt fragen: Was kann ich tun, um die Ausbreitung zu verlangsamen? Was kann ich tun, um Alte und Kranke zu schützen? Unsere Selbstbeschränkung heute wird morgen Leben retten!“ so bringt es Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf den Punkt.

Im Kreis Recklinghausen gibt es bislang 16 bestätigte Corona-Fälle; in Gladbeck zurzeit noch keinen. Die weitere Ausbreitung des Corona-Virus lässt sich nicht aufhalten, aber verzögern! Dazu gehört insbesondere, dass Menschenansammlungen vermieden werden sollten und zwar unabhängig von der Anzahl der Personen. Der Erlass des Gesundheitsministeriums NRW verbietet Veranstaltungen ab 1.000 Personen. Aber das Virus kann natürlich auch schon in kleineren Gruppen schnell weitergegeben werden.

Die Stadt Gladbeck appelliert daher an alle Veranstalter wie z.B. Vereine, Verbände und Religionsgemeinschaften, alle nicht zwingend erforderlichen Veranstaltungen abzusagen. Aber auch jeder Einzelne sollte sich gut überlegen, ob der Besuch eines Konzertes, eines Gottesdienstes oder einer Tanzveranstaltung unvermeidbar ist. Zahlreiche Veranstalter haben bereits Verantwortungsbewusstsein bewiesen und auf die Durchführung ihres Angebotes verzichtet.

Alle Veranstalter werden gebeten, zunächst ihre bis Ende April geplanten Vorhaben der Stadtverwaltung mitzuteilen. Diese wird dann, ggf. in Abstimmung mit dem Kreisgesundheitsamt, eine Risikobewertung vornehmen. Ansprechpartnerin ist Claudia Pipenbacher vom Ordnungsamt. Sie gibt auch Auskunft, wenn Bürger oder Veranstalter unsicher sind, was die Durchführung ihrer eigenen Veranstaltung angeht (claudia.pipenbacher@stadt-gladbeck.de, Tel. 99 20 10).

Die Verwaltung wird kurzfristig auch eine eigene Corona-Hotline freischalten. Nähere Informationen dazu folgen morgen.

Die Stadt Gladbeck hat bereits alle eigenen Veranstaltungen bis Ende April abgesagt. Außerdem fallen alle Angebote der Mathias-Jakobs-Stadthalle für diesen Zeitraum aus. Deshalb öffnet die Stadthallen-Kasse zusätzlich am Freitag, 13. März, von 10 bis 13 Uhr und von 19 bis 21 Uhr, damit Käufer ihre Tickets zurückgeben können (Auskunft: Telefon 99 26 82). Sofern Ausweichtermine angeboten werden können, behalten die Tickets ihre Gültigkeit. Grundsätzlich können aber alle Karten auch während der regulären Öffnungszeiten (montags bis donnerstags 10 – 13 Uhr) zurückgegeben werden.


Darüber hinaus hat die Kreisverwaltung ein Infotelefon für Fragen rund um das Corona-Virus unter der Telefonnummer 02361 532626 eingerichtet. Das Telefon ist montags bis freitags von 8-16 Uhr, am Wochenende von 10 bis 14 Uhr erreichbar.

 

Pressemitteilung vom 11. März 2020:

Stadt verzichtet auf Veranstaltungen

Nachdem in dieser Woche bereits drei Veranstaltungen aufgrund des Corona-Virus vorsorglich abgesagt wurden, hat sich die Stadt Gladbeck nun stadtintern auf eine klare Linie verständigt.

Die Stadtverwaltung wird bis zum 30. April größtenteils auf die Durchführung von eigenen Veranstaltungen verzichten, sollten diese nicht unbedingt notwendig sein. Auch mit externen Veranstaltern wird das Gespräch gesucht.

„Die Maßgabe des Landes, Veranstaltungen mit über 1.000 Menschen abzusagen, hilft uns nicht weiter. Wenn gerade mit Blick auf kleinere, alltägliche Veranstaltungen klare Vorgaben fehlen, müssen wir als Kommune Verantwortung übernehmen und Maßnahmen ergreifen, um das Ansteckungsrisiko soweit wie möglich zu minimieren“, stellt Bürgermeister Ulrich Roland klar.

Bis zum 30. April wird die Stadt Gladbeck somit alle eigenen Veranstaltungen unabhängig von der Besucherzahl, deren Durchführung nicht zwingend notwendig ist, absagen und nach Möglichkeit Nachholtermine festlegen. Dies umfasst zahlreiche Informationsveranstaltungen und Feste ebenso wie Ehrungs- oder Kulturveranstaltungen in Gladbeck. Bereits am Montag hatte ein Erlass des NRW-Schulministeriums die Absage schulischer Veranstaltungen außerhalb des Unterrichts dringend empfohlen. Darüber hinaus werden auch alle Veranstaltungen in städtischen Gebäuden bis auf weiteres ausgesetzt oder können nur unter Auflagen durchgeführt werden. Dazu zählen auch Sportveranstaltungen und Wettkämpfe, die ab sofort im genannten Zeitraum ohne Publikum stattfinden müssen. Der Trainingsbetrieb bleibt von dieser Regelung unberührt.

Die Stadt wird zudem das Gespräch mit externen Veranstaltern suchen, die beispielsweise die Stadthalle oder andere städtische Räumlichkeiten angemietet haben. Gemeinsam mit den Veranstaltern soll eine Risikoabschätzung vorgenommen und nach pragmatischen Lösungen gesucht werden, mit dem Ziel möglichst viele Veranstaltungen zu verschieben. „Wir können allen externen Veranstaltern nur dringend empfehlen, mit Blick auf die aktuelle Gesamtlage auf die Durchführung von Veranstaltungen zu verzichten, um die Ausbreitung des Corona-Virus in unserer Region weiter zu verlangsamen“, erklärt Ulrich Roland.

Die drei für das Wochenende in der Stadthalle geplanten Veranstaltungen „Irish Folk & Celtic Music 2020“ (13. März), „Nacht der Lieder“ (14. März) und Jazzfrühschoppen (15. März) wurden bereits in Abstimmung mit den Veranstaltern abgesagt und sollen auf spätere Termine verschoben werden.

Alle Gladbeckerinnen und Gladbecker sind jedoch ebenfalls aufgerufen, für sich selbst zu entscheiden, ob sie an Veranstaltungen teilnehmen. Personen mit Vorerkrankungen oder akuten Krankheitssymptomen wird empfohlen, nicht an öffentlichen Veranstaltungen teilzunehmen. Die getroffenen Regelungen gelten vorerst bis zum 30. April, ab Anfang Mai wird die Stadt Gladbeck den Zeitraum verlängern oder eine neue Regelung treffen.

Beginndatum
14.03.2020


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