Schule und Kindergarten

Die Schulpflicht

In Nordrhein-Westfalen schreibt das Schulgesetz vor, dass ein Kind in dem Jahr schulpflichtig wird, in dem es bis zum 30. September sechs Jahre alt wird. Das neue Schuljahr beginnt immer im Sommer eines Jahres. Die Kinder und Jugendlichen besuchen mindestens zehn Jahre lang eine Schule. Zunächst gehen sie von der 1. bis zur 4. Klasse in die Grundschule. Anschließend besuchen sie die Klassen 5 bis 10 einer weiterführenden Schule. Bis zum Ende des Schuljahres, in dem sie 18 Jahre alt werden, oder bis zum Abschluss eines schulischen Bildungsganges in der Sekundarstufe II, müssen die Jugendlichen entweder eine berufsbildende Schule oder die gymnasiale Oberstufe besuchen.

Informationen über das Schulsystem in Nordrhein-Westfalen gibt es auf der Homepage des Schulministeriums unter www.schulministerium.nrw.de/docs/bp/Lehrer/Schulleben/Fluechtlinge/index.html als Flyer (Das Schulsystem in Nordrhein-Westfalen - Einfach und schnell erklärt) auch in den Sprachen Arabisch, Russisch, Türkisch, Französisch, Englisch und Rumänisch.

In Gladbeck gibt es: 9 Grundschulen, 1 Hauptschule, 3 Realschulen, 3 Gymnasien, 1 Gesamtschule, 2 Berufsbildende Schulen, 1 Freie Waldorfschule, 1 Förderschule mit den Schwerpunkten Lernen und Emotionale und soziale Entwicklung, 1 Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung

Kontakt:
Amt für Bildung und Erziehung
Willy-Brandt-Platz 2
45964 Gladbeck
Tel.: 02043/99-2356 (Herr Sabbadin) und das Geodatenportal der Stadt Gladbeck

Bei einer Kontaktaufnahme kommen Sie bitte mit jemandem, der schon etwas Deutsch spricht.

Schulanmeldungen/Schulaufnahmen

Einschulung in die Grundschule
Die Schulpflicht beginnt für Kinder, die bis zum Beginn des 30. September sechs Jahre alt werden. Sie werden nach den Sommerferien des nächsten Jahres eingeschult. Diese Kinder müssen von den Erziehungsberechtigten (Eltern) an einer Grundschule angemeldet werden. Die Anmeldetermine liegen im Oktober/November vor dem Jahr der Einschulung und werden den Erziehungsberechtigten (Eltern) sowohl über ein Schreiben der Stadt Gladbeck als auch über die Zeitung bekanntgegeben. Kinder, die nach dem 30. September sechs Jahre alt werden, können auf Antrag der Erziehungsberechtigten (Eltern) zum Beginn des Schuljahres in die Grundschule vorzeitig aufgenommen werden, wenn sie die erforderliche Schulfähigkeit besitzen.

Die Zurückstellung von schulpflichtigen Kindern ist nur aus erheblichen gesundheitlichen Gründen möglich. Anträge auf vorzeitige Einschulung oder Zurückstellung sind während der Anmeldetermine bei der Schulleitung der Grundschule zu stellen. Bei der Anmeldung in der Grundschule muss das Kind der Schulleitung vorgestellt werden. Außerdem müssen die Geburtsurkunde des Kindes oder das Familienstammbuch vorgelegt werden. Sind diese nicht vorhanden, müssen amtliche Ausweisdokumente vorgelegt werden. Bei einer gewünschten vorzeitigen Schulaufnahme oder Zurückstellung des Kindes ist ein schriftlicher Antrag der Erziehungsberechtigten (Eltern) erforderlich.

Kontakt:
Grundschulen der Stadt Gladbeck oder Amt für Bildung und Erziehung
Willy-Brandt-Platz 2 45964 Gladbeck
Tel.: 02043/99-2264 (Frau Koopmann)
Bei einer Kontaktaufnahme kommen Sie bitte mit jemandem, der schon etwas Deutsch spricht.

Übergang in eine weiterführende Schule der Sekundarstufe I
Nach einem Versetzungszeugnis der Grundschule für die Klasse 5 einer weiterführenden Schule können Erziehungsberechtigte (Eltern) für ihre Kinder zwischen der Schulform Hauptschule, Realschule, Gymnasium, Gesamtschule oder Sekundarschule wählen. Mit Ausnahme der Sekundarschule sind alle Schulformen der weiterführenden Schulen der Sekundarstufe I in Gladbeck vorhanden. Eine begründete Empfehlung der Grundschule dient den Erziehungsberechtigten (Eltern) als Entscheidungsgrundlage, ihr Kind an der Schulform ihrer Wahl anzumelden. Anmeldungen zu den weiterführenden Schulen erfolgen stets bei der jeweiligen Schulleitung. Die Anmeldetermine werden den Eltern über die jeweilige Grundschule und Pressemitteilungen der Stadt Gladbeck bekannt gegeben. Es müssen die Geburtsurkunde des Kindes oder das Familienstammbuch vorgelegt werden. Sind diese nicht vorhanden, müssen amtliche Ausweisdokumente vorgelegt werden. Ferner muss vorgelegt werden: das Schulhalbjahreszeugnis der Klasse 4 und der von der Grundschule mitgegebene Anmeldeschein.

Kontakt:
Grundschulen und weiterführende Schulen der Stadt Gladbeck oder Amt für Bildung und Erziehung,
Willy-Brandt-Platz 2 45964 Gladbeck,
Tel.: 02043/99-2264 (Frau Koopmann) Bei einer Kontaktaufnahme kommen Sie bitte mit jemandem, der schon etwas Deutsch spricht.

Aufnahme eines schulpflichtigen Kindes oder Jugendlichen ohne Kenntnisse der deutschen Sprache in die Schule (Grundschulen, weiterführende Schulen oder Berufskolleg Gladbeck)
Schulpflichtige Kinder und Jugendliche ohne deutsche Sprachkenntnisse werden auch als Seiteneinsteiger bezeichnet. Kinder von Asylbewerbern sowie unbegleitete Minderjährige, die einen Asylantrag gestellt haben, sind schulpflichtig, soweit sie der Stadt Gladbeck zugewiesen sind und solange ihr Aufenthalt gestattet ist. Ausreisepflichtige bleiben bis zur Erfüllung ihrer Ausreisepflicht schulpflichtig. In Gladbeck gibt es zurzeit für Kinder und Jugendliche in der Sekundarstufe I an der Erich-Fried-Schule, an der Werner-von-Siemens Realschule, an der Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule und am Riesener-Gymnasium Klassen, in denen man besonders schnell Deutsch lernen kann. Am Berufskolleg Gladbeck gibt es die IFK (Internationale Förderklassen). In den Grundschulen lernen die Kinder gemeinsam mit anderen Kindern im Unterricht die deutsche Sprache.

Beratung und Vermittlung:
- Alter 6 – 15 Jahre: Büro für interkulturelle Arbeit, Roßheidestr. 40, 45968 Gladbeck, Tel. 02043 685818
- Alter 16 – 18 Jahre: Kommunales Integrationszentrum Kreis Recklinghausen, Roßheidestr. 40, 45968 Gladbeck, Tel. 02043 685816

Für die Beratung ist eine vorherige Terminabsprache erforderlich. Das Kind bzw. der Jugendliche muss nicht zwingend an diesem Termin teilnehmen. Ein Personalausweis und (wenn möglich) die Meldebescheinigung sowie Schulzeugnisse des Kindes oder des Jugendlichen sind mitzubringen. Wenn möglich, sollte auch jemand mitkommen, der schon etwas Deutsch spricht. Alle Kinder und Jugendliche werden vor dem Beginn ihres Schulbesuches untersucht. Diese Schuleingangsuntersuchung wird vom Gesundheitsamt des Kreises Recklinghausen durchgeführt. Es ist z.B. für Geflüchtete auch möglich, dass der Termin mit dem Gesundheitsamt von der Schule organisiert wird. In diesen Fällen kann es vorkommen, dass die Schuleingangsuntersuchung durchgeführt wird, auch wenn die Schule schon besucht wird.

Kontakt:
Büro für interkulturelle Arbeit
Roßheidestraße 40
45968 Gladbeck
Tel.: 02043/68580
Beratungszeiten: Dienstag von 8.30 Uhr – 11.30 Uhr Donnerstag von 14 Uhr – 16 Uhr
oder Schulamt für den Kreis Recklinghausen
Kurt-Schumacher-Alle 1
45655 Recklinghausen
Tel: 02361-533-026
Bei einer Kontaktaufnahme kommen Sie bitte mit jemandem, der schon etwas Deutsch spricht.

Schülerfahrkosten
Nach dem Schulrecht können Schulwegkosten übernommen werden, wenn der Schulweg in der einfachen Entfernung (Hinweg) für Schülerinnen und Schüler in den Klassen 1 -4 mehr als 2,0 km in den Klassen 5 - 10 mehr als 3,5 km in den Klassen 11 - 13 mehr als 5,0 km beträgt. Schulweg ist der kürzeste Fußweg zwischen der Wohnung des Schülers oder der Schülerin und der der Wohnung nächstgelegenen Schule der besuchten Schulform. Auf die Länge des Schulweges kommt es nicht an, wenn die Schülerin bzw. der Schüler länger als acht Wochen aus gesundheitlichen Gründen oder wegen einer geistigen oder körperlichen Behinderung ein Verkehrsmittel benutzen muss. Dies ist durch ein ärztliches Zeugnis, in bestimmten Fällen durch ein amtsärztliches Gutachten nachzuweisen. Die Übernahme der Schulwegkosten erfolgt in der Regel durch die Bereitstellung eines SchokoTickets zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel (hierfür müssen die Eltern einen finanziellen Eigenanteil leisten) bzw. in Ausnahmefällen durch die Zahlung einer Wegstreckenentschädigung für die Nutzung eines privaten PKW. Für die Übernahme der Schülerfahrkosten, die bei einem Besuch einer Schule in der Trägerschaft der Stadt Gladbeck entstehen, ist die Stadt Gladbeck zuständig. Übernahmeanträge für den Besuch der verschiedenen Bildungsgänge des Berufskollegs des Kreises Recklinghausen und der privaten Schulen in Gladbeck (Freie Waldorfschule, Jordan-Mai-Schule des Bistums Essen, Johannes-Kessels-Akademie) sind über die Schulen an die entsprechenden Schulträger zu stellen. Anträge auf Ausstellung einer Jahresfahrkarte für Schülerinnen und Schüler und Antragsunterlagen der Vestischen Straßenbahnen GmbH für das SchokoTickelt sowie Anträge auf Erstattung von Schülerfahrkosten sind in den Schulsekretariaten der Schulen der Stadt Gladbeck erhältlich und können dort ausgefüllt abgegeben werden

Kontakt:
Grundschulen und weiterführende Schulen der Stadt Gladbeck
oder Amt für Bildung und Erziehung
Willy-Brandt-Platz 2
45964 Gladbeck
Tel.: 02043/99-2266 (Frau Orschel)
Bei einer Kontaktaufnahme kommen Sie bitte mit jemandem, der schon etwas Deutsch spricht.

Bildungs- und Teilhabepaket
Auch Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten, können einen Anspruch auf das Bildungs- und Teilhabepaket haben

Zu den Möglichkeiten zählen:
Ausflüge: Die Kosten ein- und mehrtägiger Ausflüge von Schulen, Kitas und Kindertagespflege werden übernommen (z. B. für Klassenfahrten).
Persönlicher Schulbedarf: Um die Anschaffung von persönlichen Gegenständen zu erleichtern, die für den Schulbesuch benötigt werden (z.B. Schulranzen, Schreib-, Rechen- und Zeichenmaterialien), wird den Familien zweimal im Schuljahr ein Zuschuss gezahlt; zu Beginn des Schuljahres 70 Euro und jeweils im Februar darauf 30 Euro - insgesamt 100 Euro.
Schülerbeförderung: Insbesondere wer eine weiterführende Schule besucht, hat oft einen weiten Schulweg. Fallen deswegen Aufwendungen für Schülerbeförderung an und werden sie nicht anderweitig abgedeckt, werden diese Ausgaben übernommen (falls die Schülerfahrkarte auch privat nutzbar ist, ist im Regelfall ein Eigenanteil von 5 Euro monatlich zu tragen).
Lernförderung: Bedürftige Schülerinnen und Schüler können Lernförderung in Anspruch nehmen, wenn nur dadurch das wesentliche Lernziel erreicht werden kann. Voraussetzung ist insbesondere, dass die Schule den Bedarf bestätigt und keine vergleichbaren schulischen Angebote bestehen.
Mehraufwendungen für Mittagessen in Kindertageseinrichtung, Schule und in der Kindertagespflege: Einen Zuschuss für das gemeinsame Mittagessen gibt es dann, wenn Aufwendungen für ein gemeinschaftliches Mittagessen entstehen. Der verbleibende Eigenanteil der Eltern bzw. des Kindes liegt bei einem Euro pro Tag und Essen.
Kultur, Sport, Mitmachen: Bedürftige Kinder sollen in der Freizeit nicht ausgeschlossen sein, sondern bei Sport, Spiel und Kultur mitmachen. Dafür steht monatlich ein Betrag von insgesamt bis zu 10 Euro zur Verfügung, zum Beispiel für den Mitgliedsbeitrag des Sportvereins, die Gebühren der Musikschule oder im Ausnahmefall auch für Ausrüstungsgegenstände wie Sportschuhe oder Musikinstrumente.

Weitere Einzelheiten zu den Möglichkeiten und Voraussetzungen finden sie unter: http://www.bmas.de/DE/Themen/Arbeitsmarkt/Grundsicherung/Leistungen-zur-Sicherung-des-Lebensunterhalts/Bildungspaket/inhalt.html

Weitere Informationen und Beratung erhalten Sie bei den Mitarbeiterinnen des Amtes für Soziales und Wohnen oder bei den BuT-Beratern und Beraterinnen (Schulsozialarbeiterinnen) in den Schulen. Die Mitarbeiterinnen des BuT-Teams sind telefonisch über das Servicecenter Tel.: 02043/992600 oder unter der E-Mail-Adresse: BuT@stadt-gladbeck.de erreichbar.

Lernmittelfreiheit
Laut dem Schulgesetz müssen Eltern einen Teil der Schulbücher selber bezahlen. Der Betrag richtet sich danach, welche Schulform das Kind besucht. Der Betrag wird von der Stadt Gladbeck bei Empfängern von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz übernommen. Die Eltern müssen eine Kopie des Leistungsbescheides vom Sozialamt im Sekretariat der Schule abgeben. Die Schule beschafft dann die Bücher.

Schulpsychologisches Beratung
Die Beratung erfolgt in deutscher Sprache nur nach Anmeldung über das Sekretariat, Frau Rentmeister. Die Schulberatungsstelle versucht, Probleme in der Schule gemeinsam mit den Eltern, Kindern und der Schule zu lösen. Voraussetzung hierfür ist eine gemeinsame Anmeldung von Schule und Eltern zur Problemberatung. Die Schulberatungsstelle berät Schülerinnen und Schüler und Eltern bei Schulängsten und Schulvermeidung, Fragen zur Schullaufbahn, Entwicklungsauffälligkeiten und im Umgang mit besonderen Begabungen.

Kontakt:
Regionale Schulberatungsstelle des Kreises Recklinghausen
Nebenstelle Gladbeck/Marl/Haltern
Bülserstraße 172 ( Bürgerhaus Ost )
45966 Gladbeck
Tel.: 23193
E-Mail: rsb-west@kreis-re.de
Sprechzeiten: Montags bis donnerstags von 9-12 Uhr

Schulsozialarbeit an den Grundschulen
In allen Grundschulen in Gladbeck sind Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter. Sie sind Ansprechpartner für alle Kinder und Eltern bei Fragen zum Thema Schule und „Bildung und Teilhabe“. Die Schulsozialarbeit unterstützt z.B. beim Beantragen von Leistungen zum gemeinsamen Mittagessen, für Klassenfahrten und Ausflüge, für Nachhilfeunterricht, für soziale und kulturelle Angebote (Sportverein, Musikunterricht, Ferienfreizeiten usw.).

Kontakt:
Amt für Bildung und Erziehung
Jutta Arndt
Tel.: 992424
0157/82327869
E-Mail: jutta.arndt@stadt-gladbeck.de

Angebote für Eltern und Kinder

Griffbereit
Spielen, singen, tanzen und ganz nebenbei noch lernen: Das passiert im Eltern-Kind-Kurs „Griffbereit“ für mehrsprachig aufwachsende Kinder im Altern von ein bis drei Jahren. Gemeinsam mit Ihnen begleiten und fördern wir Ihre Kinder und erleichtern ihnen so den Übergang in den Kindergarten.

Alle Spiele, Lieder und Aktionen werden in zwei Sprachen angeboten. Dadurch werden Ihre Kinder in ihrer Muttersprache gestärkt und lernen spielerisch die deutsche Sprache kennen.

Büro für interkulturelle Arbeit Kontakt:
Anja Venhoff
Tel.: 0 20 43 / 68 58 14
Anja.Venhoff@stadt-gladbeck.de

Senay Kardas
Tel.: 0 20 43 / 68 58 13
Senay.Kardas@stadt-gladbeck.de

Rucksack
Wenn Sie Ihr Kind sprachlich unterstützen wollen, Ihrem Kind beim Lernen helfen möchten, und etwas für sich selbst dazu gewinnen möchten,dann ist die Rucksackgruppe genau das Richtige für Sie!

Die Rucksackgruppe trifft sich einmal pro Woche und bespricht Themen, die für den Kindergarten oder die Schule wichtig sind. Zuhause können sie die Themen mit ihrem Kind in ihrer Muttersprache besprechen, so werden Sie Expertin oder Experte für die Förderung ihres Kindes.

Büro für interkulturelle Arbeit
Kontakt: Anja Venhoff
Tel.: 0 20 43 / 68 58 14
Anja.Venhoff@stadt-gladbeck.de