Familie & Bildung

Aktuelles Gladbeck

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Jugendamt startet Aktion und zieht eine Corona-Bilanz: Den „menschlichen Lockdown“ für Kinder und Jugendliche verhindern
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Einleitung
Für das Jugendamt gibt es keinen „Lockdown“: „Es ist systemrelevant, hält Leib und Seele zusammen“, sagt Christine Hellebrand, Leiterin des Amtes für Jugend und Familie der Stadt Gladbeck.
Haupttext

Doch das Jugendamt sei deshalb noch viel mehr: nämlich „menschlich relevant“. Es habe den „menschlichen Lockdown“ für Kinder und Jugendliche in vielen Fällen verhindert. Überforderte Eltern, Schulschwänzen in der Pubertät, Internet- oder Spielsucht – „Das Jugendamt hilft in der Krise. Es bietet Unterstützung und sorgt oft genug für den Neustart in ein besseres Leben mit einer neuen Struktur, die festen Halt im Alltag gibt“, sagt die Amtsleiterin.

Es sei deshalb höchste Zeit, genau das auch einmal deutlich zu machen: Mit Aktionswochen will das Jugendamt zeigen, wie groß der Schutzschirm ist, den es für Kinder, Jugendliche und Familien in Gladbeck aufspannt – und das gerade auch in der Corona-Pandemie. Das Motto der bundesweiten Aktion lautet „Das Jugendamt. Unterstützung, die ankommt.“ Den Startschuss dazu gab Bundesfamilienministerin Franziska Giffey Ende April in Berlin. 

Zentrale Events sind zurzeit aufgrund der hohen Inzidenzzahlen nicht möglich. Mit Malbüchern wird auf spielerische Art und Weise über die Hilfsangebote des Jugendamtes informiert. Sie werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Allgemeinen Sozialen Dienstes an Familien verteilt, die zur Beratung kommen. Außerdem geben die städtischen Kindertageseinrichtungen Malbücher und Buntstifte an Kinder und Eltern aus.

Der Start der Aktionswochen ist für das Familienbüro Anlass für die Erweiterung der Info-Materialien im „Kinder im Blick - Begrüßungspaket“, das alle Eltern mit Neugeborenen in Gladbeck erhalten. Ab sofort finden Eltern im Paket zur Begrüßung auch Flyer zum Thema „Seelisch gesund aufwachsen“, dazu gibt es über einen QR-Code auch Filmbeispiele in mehreren Sprachen. Je nach Alter des Kindes erhalten Eltern hilfreiche Anregungen für die Umsorgung und Erziehung. „Denn, kleine Kinder benötigen das Gesicht, die Stimme, die Aufmerksamkeit und Zeit, die Wärme und Zuneigung, die Zuversicht ihrer Eltern. Sie sind Vorbild für ihre Kinder und helfen ihnen gut in der Welt anzukommen und seelisch gesund aufzuwachsen“, stellt Hellebrand fest. Alle Familien, die Interesse an diesem Thema haben, können sich unter Tel. 02043 / 99-2098 an das Familienbüro wenden und bekommen die Flyer zugeschickt. Für Tagesmütter und Tagesväter liegen Papiermesslatten und Buntstifte für die Tageskinder zum Ausmalen bereit. Eltern, die einen Betreuungsplatz in der Kindertagespflege anmelden, erhalten dieses Mal zum Antrag auch ein Malbuch und Malstifte.

Das Jugendamt habe mit dem „Lockdown Familientelefon“ (montags bis freitags in der Zeit von 8.30 bis 12.30 Uhr, montags bis donnerstags von 13.30 bis 15.30 Uhr unter Tel. 02043 / 99 - 2098 erreichbar) und der durchgängigen Erreichbarkeit in den Sozialen Diensten über die offene Sprechzeit (montags bis donnerstags von 8.30 -15.30 Uhr und freitags von 8.30-12 Uhr unter 02043 / 99-2277 erreichbar) in den vergangenen Monaten verlässliche Gesprächsangebote gemacht und damit eine enorme Resonanz bei Kindern, Jugendlichen und Familien, sowie Personen, die sich Sorgen um das Wohl von Kindern machen, erzielt. Denn Familien habe die Corona-Pandemie besonders zugesetzt: „Es ist kein Geheimnis, dass sich eine deprimierende Corona-Stimmung in Familien breitmacht. Gerade auch junge Menschen leiden unter der Situation“, so Christine Hellebrand. Kindern fehle ein Stück Kindheit. Jugendliche verpassten gerade das, was zur Jugend gehöre: Das „Erlebnis Jugend“ mit dem Freundeskreis, ebenso etwas zu unternehmen, sich zu engagieren.

Die Corona-Pandemie habe das Jugendamt vor völlig neue Aufgaben gestellt. „Pragmatisch und mit Power halten wir dagegen – im Eins-zu-eins-Kontakt oder auch digital per Handy, Tablet und Laptop. Es ist eine 24/7-Präsenz und alle ziehen mit – von der Sozialpädagogin bis zum Erzieher. So etwas wie ‚Corona-Pause‘ gibt’s bei uns nicht“, so Christine Hellebrand. Und sie  macht auch gleich noch Werbung in eigener Sache: „Wir kümmern uns um den Nachwuchs. Aber wir suchen auch selbst Nachwuchs für unsere eigenen Reihen. Wer sich mal umsehen will, was so alles im Jugendamt passiert und welche interessanten Jobs es dort gibt, kann sich über die Aktionsplattform www.unterstuetzung-die-ankommt.de über die Arbeitsfelder im Jugendamt informieren.“ 

Beginndatum
04.05.2021


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