Ausgangslage und Ziele:
Die Stadt Gladbeck ist eine Mittelstadt mit rund 76.000 Einwohnern
und Einwohnerinnen am nördlichen Rand des Ruhrgebietes. Mit
dem südlichsten Stadtteil - Brauck - nimmt Gladbeck seit 2005 an
dem Förderprogramm des Bundes und des Landes NRW "Soziale
Stadt" teil. Das Programm verfolgt einen integrativen Erneuerungs-
ansatz. Der Stadtteil Brauck besteht aus den Bezirken Rosen-
hügel und Brauck. Im Dezember 2009 lebten auf einer Fläche von
610 ha 17.243 EinwohnerInnen; der Anteil des Stadtteils an
der gesamtstädtischen Bevölkerung entspricht damit ca. 23
Prozent. Der „Pütt“ hatte 1961 auch die ersten „Gastarbeiter“
nach Gladbeck geholt. Heute ist Brauck der Stadtteil Gladbecks
mit dem höchsten Ausländeranteil an der Wohnbevölkerung
(19 %).
Als ehemals bergbaulich geprägter Stadtteil, der um die Zeche
Mathias-Stinnes III/IV gewachsen ist, stellten sich Anfang diesen
Jahrzehnts die Problemlagen wie folgt dar:
- Trennwirkung durch Verkehrsbänder
- Modernisierungsbedarf und Wohnumfeldmängel
- Städtebauliche und ökologische Defizite
- Unattraktive Schulhöfe -Defizite in der Spielraumversorgung
- Kleinräumige Konzentration sozialer und baulicher Problemlagen
- Schlechte räumliche Unterbringung der Jugendhilfeangebote
- Schlechtes Image des Stadtteils
- Erhöhter Anteil erwerbsloser Menschen
- Überdurchschnittlich hoher Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund
- Erhöhter Anteil Kinder und Jugendlicher
- Integrationsprobleme in Schulen und Kindergärten
- Gesundheitliche und sportmotorische Defizite bei Kindern und Jugendlichen
Mit städtebaulichen, sozialen und beschäftigungsfördernden Maß-
nahmen soll Brauck nachhaltig entwickelt werden. Neben den
Bundes-, Landes- und demnächst EU-Fördermitteln,setzt die
Stadt Gladbeck ihre eigenen Ressourcen zur Verbesserung der
Lebensbedingungen in Brauck ein. Ziel ist es, mit der Weiter-
entwicklung und Umsetzung des Integrierten Handlungskonzepts,
eine Stabilisierung und Aufwertung von betroffenen Teil-
bereichen in Brauck zu erreichen.
Für den städtebaulichen Bereich sind folgende Ziele festgelegt:
- Weiterentwicklung des Stadtteils zum positiven Wohn- und
Arbeitsstandort - Verbesserung des Wohnumfeldes
- Aufwertung und Attraktivierung der Schulstandorte
- Verbesserung der räumlichen Unterbringung der Kinder- und
Jugendarbeit - Schaffung wohnungsnaher Sport- und Spielbereiche
Für den sozialkulturellen Bereich gelten folgende Ziele:
- Verbesserung der sozialen und kulturellen Infrastruktur
- Zielgruppenspezifische soziale Projekte
- Schaffung von beschäftigungsfördernden Maßnahmen für
junge BewohnerInnen - Stärkung der Identifikation mit dem Stadtteil - Imageverbesserung
- Erhöhung der Integration von MigrantInnen
- Vernetzung der Akteure vor Ort und Stärkung der Eigenverantwortung






